Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein

Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein

Das Programm Interreg V A Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein (ABH) will die bestehenden Potenziale der Grenzregion stärker zur Geltung bringen. Nebst der Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation stehen der Umweltschutz und die Verbesserung der grenzüberschreitenden Problembewältigung im Fokus.

Das Programmgebiet erstreckt sich über den Grenzraum zwischen Deutschland, Österreich, dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz – eine Region, die zu den leistungsstärksten Wirtschaftsstandorten Europas zählt. Zahlreiche global tätige Unternehmen, darunter viele Marktführer ihrer Branche, sind in der Region verankert. Die Wirtschaftsstruktur ist vielschichtig, weist jedoch einen überdurchschnittlichen Anteil an Hightech-Industrieunternehmen mit hohem Exportanteil auf. Zahlreiche, oft klein- und mittelständische Unternehmen bieten eine Vielzahl hochattraktiver Arbeits- und Ausbildungsplätze. Sie werden ergänzt durch qualifizierte Bildungsinstitutionen, insbesondere Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Der Tourismus ist für verschiedene Teilregionen ebenfalls ein wichtiger, sogar entscheidender Wirtschaftsfaktor. Das Gebiet umfasst einen heterogenen Naturraum. In dessen Zentrum liegt der Bodensee als gemeinsames und besonders schützenswertes Gewässer, aus dem über 4 Millionen Einwohner ihr Trinkwasser beziehen. 


Ziele 

Das Programm ABH will die erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit verstärken, damit das Grenzgebiet seine Potenziale noch besser nutzen kann. Die Projekte sollen einen konkreten Mehrwert schaffen, indem sie entweder die Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in der Region steigern oder Verbesserungen in den prioritären Themenbereichen erzielen: «Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Beschäftigung und Bildung», «Umwelt, Energie und Verkehr» und «Verwaltungszusammenarbeit und bürgerschaftliches Engagement».


Schweizer Beteiligung und Kontaktstelle

Für eine Projektförderung können sich Unternehmen, Organisationen sowie öffentliche Trägerschaften, aber auch andere Vereinigungen und Privatpersonen bewerben. Der Förderbeitrag ist als einmalige Anschubfinanzierung konzipiert, die dem Projekt einen erfolgreichen Start ermöglichen soll. Fördergesuche können jederzeit auf elektronischem Weg eingereicht werden.

Die Projekte müssen zwingend einen grenzüberschreitenden Charakter haben und von mindestens zwei Partnern aus unterschiedlichen Ländern realisiert werden. Einer von ihnen muss seinen Sitz in einem EU-Mitgliedsstaat haben. 

Auf Schweizer Seite vertritt die Netzwerkstelle Ostschweiz die neun am Programm beteiligten Schweizer Kantone (siehe rechte Spalte). Sie dient Schweizer Projektinteressierten als Anlaufstelle für alle Fragen. Es empfiehlt sich, den Kontakt mit der Netzwerkstelle ganz zu Beginn der Projekterarbeitung zu suchen, um eine erste Einschätzung über die Förderfähigkeit der Projektidee und Hinweise zum weiteren Vorgehen zu erhalten.

Bild: RainerSturm / pixelio.de

Ansprechpartner bei Fragen:

Joel Keller

Netzwerkstelle Ostschweiz
Joel Keller
+41 58 229 64 65
abh@interreg.ch

Kennzahlen

  • 30'080 km2 Fläche
  • 5,8 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
  • 46'639 Grenzgängerinnen und Grenzgänger 
  • Am Programm beteiligte Kantone: AG, AI, AR, GL, GR, SG, SH, TG und ZH 
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