Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Der Neckiweg (Regio-Plus-Projekt 1999 bis 2003)

Um das touristische Angebot der Region Neckertal ausserhalb der Wintersaison attraktiver zu machen, liessen die Projektträger fünf Fabeltiere, die so genannten Neckis, auferstehen. Zu den Abenteuern der Neckis ist ein Kinderbuch erschienen. Darauf abgestimmt soll nun ein Natur- und Erlebnisweg speziell für Familien entstehen. Rund um den Neckiweg werden weitere Vermarktungsaktivitäten in Landwirtschaft, Gastronomie, Kultur und Gewerbe lanciert.

Trägerschaft

Neckertal Tourismus

Beteiligte Branchen/Gruppen

  • Tourismus
  • Gastgewerbe
  • Gewerbe
  • Handel
  • Landwirtschaft
  • Kultur

Gründe für das Projekt

Das Toggenburg ist in wirtschaftlicher Hinsicht eine akzentuiert schwache Region. Dem regionalen Entwicklungskonzept entsprechend soll vor allem der Tourismus gefördert werden. Insbesondere will man das Angebot ausserhalb der Wintersaison ergänzen und stärker vermarkten. Der neue Wanderweg bildet dafür die Grundlage. Die Trägerschaft «Neckertal Tourismus» mit den fünf politischen Gemeinden und Verkehrsvereinen des Neckertals garantieren, dass das Projekt nach Abschluss der Unterstützung durch Regio Plus weitergeführt wird.

Projektziele

  • Förderung des Neckertals als Ausflugs- und Ferienregion
  • Positionierung des Neckertals als «Wander- und Erlebnistal» für Familien und Senioren
  • Förderung der einheimischen landwirtschaftlichen Produkte
  • Vermarktung der Fabeltiere «Neckis»
  • Aufbau einer umfassenden Dienstleistungskette für Touristen
  • Steigerung der Wertschöpfung in allen beteiligten Branchen

Vorgehen und zeitlicher Rahmen

Projektdauer: 1999 bis 2003

Massnahmen

  • Entwicklung der Grundidee und Veröffentlichung eines ersten Fabelbuchs
  • Konzipieren und Bereitstellen der Natur- und Erlebniswerte auf den fünf Necki-Teilrouten
  • Erarbeiten eines Übernachtungskonzepts (von Daunen bis Stroh)
  • Erarbeiten eines attraktiven Verpflegungsangebotes für Kinder und Familien unter Berücksichtigung einheimischer Produkte
  • Erarbeiten eines Marketingkonzepts (Promotionsveranstaltungen, Broschüre, Internet, Public Relations)
  • Merchandising (Neckis als Spielzeug, Souvenirs etc.)
  • Ausbau der Wanderwege und Beschilderung
  • Konzept für Neckis Abenteuer 2. Teil (Erlebniswerte auf dem Wanderweg ergänzen)

Finanzieller Rahmen

Gesamtkosten: CHF 351'000.–

Auswirkungen des Projekts...

... auf den Arbeitsmarkt

Der Neckiweg hilft, das bestehende Angebot im Tourismus, Gewerbe und in der Landwirtschaft besser auszulasten und sichert damit in erster Linie Arbeitsplätze. Gleichzeitig bietet er die Möglichkeit für Nebeneinkommen.

... auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Das Projekt will das Neckertal als Naherholungsgebiet für die Agglomerationen Zürich, Winterthur und St. Gallen aufwerten und dadurch die Wertschöpfung im Tourismus, Gewerbe und in der Landwirtschaft erhöhen.

... auf die Umwelt

Die intakte Umwelt ist das touristische Kapital des Neckertals. Auf dem Neckiweg sollen die Touristen unter anderem für die Naturwerte der Region sensibilisiert werden.

Modellcharakter des Projekts

Der «Necki» dient zwar als Promotor für den Tourismus, das Projekt geht aber über die reine Tourismusförderung hinaus. Der branchenübergreifende Charakter bietet das Umfeld für die Entwicklung neuer Produkte in allen beteiligten Bereichen. Die Idee, mit Fabeltieren für den Tourismus zu werben, die für die Region neu ist, lässt sich auch andernorts realisieren.

Projektleitung

Alois Gunzenreiner
Unterdorfstr. 21
9122 Mogelsberg
Tel. +41 79 446 51 54
Fax. +41 71 374 14 74
E-Mail: gunzenreiner@swissonline.ch

Aus dem Schlussbericht

Im Rahmen des Projekts bauten die Akteure die regionale Wegbeschilderung systematisch aus. Entlang des Wegnetzes entstanden einladende Erlebnisplätze mit direkten Bezügen zu einem neu publizierten Kinderbuch. Als Integrationsfigur dient dabei das Fabelwesen «Necki», das als Plüschtier auch erworben werden kann. Packages wie die «Erlebnistage Neckertal», «Schlemmen im Neckertal» oder die Wanderungen «Wissen um den Mond» oder «Astronomie» sind neue touristische Attraktionen. Die verschiedenen im Zuge des Projekts realisierten Events und Teilprojekte waren Anlass für eine intensivierte Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Gewerbevereinen, Betrieben und touristischen Anbietern. Als wertschöpfungssteigernd erwies sich insbesondere das Teilprojekt «Schlemmertuch», ein Angebot an regionalen Produkten, das in der Ausbildungsstätte Auboden zusammengestellt wird. Die angestrebten Teilziele wurden im Laufe des Projekts redimensioniert, da die umfassende Kooperation zwischen allen touristischen Angeboten nicht im erhofften Masse gelang.

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Bild: regiosuisse.

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