Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Bild: regiosuisse.

Instrumente und Massnahmen der AggloPol und P-LRB

Die Agglomerationspolitik (AggloPol) und die Politik für die ländlichen Räume und Berggebiete (P-LRB) werden über räumlich differenzierte Sektoralpolitiken und über verschiedene spezifische Instrumente und Massnahmen umgesetzt.

Die Massnahmen und Instrumente der AggloPol und P-LRB füllen bestehende Lücken: Sie tragen zur besseren Koordination der Sektoralpolitiken, deren Instrumenten und Massnahmen bei und vereinfachen es den Akteurinnen und Akteuren der Regionen und Kantone, die Instrumente des Bundes optimal zu nutzen.

  • Pilotprogramm Handlungsräume Wirtschaft (PHR Wirtschaft) (AggloPol und P-LRB)
    Das PHR Wirtschaft unterstützt in den Handlungsräumen gemäss Raumkonzept Schweiz wirtschaftsorientierte Projekte, die mit anderen Sektoralpolitiken vernetzt sind. Das PHR Wirtschaft ermöglicht es, in jedem Handlungsraum des Raumkonzepts Schweiz ein stadt-land-übergreifendes, wirtschaftsorientiertes Projekt zu unterstützen. Es wird unter der Federführung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) umgesetzt.
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  • Regionale Innovationssysteme (RIS) (AggloPol und P-LRB)
    RIS beziehen sich auf funktionale – in der Regel überkantonale und teilweise Landesgrenzen überschreitende – Wirtschaftsräume, in denen die für Innovationsprozesse wesentlichen Akteure (Unternehmen, Bildungs-/Forschungseinrichtungen und öffentliche Hand) in Netzwerken zusammenarbeiten. Dieses Instrument fördert den Wissens- und Technologietransfer (WTT) in funktionalen Wirtschaftsräumen. RIS sollen die Wettbewerbsfähigkeit von Grossregionen stärken, indem die gesamte Region von der Dynamik der Zentren profitiert. Jede Region besitzt ihre spezifischen Strukturen und braucht daher Lösungen, die es ihr erlauben, sich gemäss ihren eigenen Stärken zu profilieren. Das Instrument ist Bestandteil der NRP.
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  • Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung (MoVo) (AggloPol und P-LRB)
    Die Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung fördern neue Ansätze und Methoden, welche die sektorübergreifende Koordination in den Mittelpunkt stellen. Es werden Anreize geschaffen, damit auf lokaler, regionaler oder grossregionaler Ebene innovative Lösungen zu aktuellen Themen der urbanen und ländlichen Entwicklung getestet werden können. Sie werden von acht Bundesämtern unterstützt (ARE, ASTRA, BAFU, BAG, BASPO, BLW, BWO, SECO).
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  • Wissensmanagement Raumentwicklung Schweiz (AggloPol und P-LRB)
    Mit diesem Instrument soll der Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis verbessert sowie der Erfahrungsaustausch zwischen den vom Bund unterstützten Projekten gewährleistet werden. Eine wichtige Rolle nimmt dabei regiosuisse ein. Des Weiteren wird auf den bestehenden Informationsmitteln und -kanälen von ARE und SECO aufgebaut, wie beispielsweise Evaluationen und weitere Publikationen sowie das Publizieren von Inhalten auf Bundes-Websites.
  • Tripartite Konferenz (AggloPol und P-LRB)
    Für die Raumentwicklung der Schweiz nimmt die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden eine zentrale Rolle ein. In der Tripartiten Konferenz (TK) wird diese Zusammenarbeit wahrgenommen, indem Herausforderungen der Agglomerationen und der ländlichen Räume und Berggebiete gemeinsam über die Staatsebenen hinweg angegangen werden. Damit soll die Partnerschaft zwischen Stadt und Land nachhaltig gestärkt werden und eine räumlich kohärente Entwicklung stattfinden. 
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  • Verordnung über die Koordination und Kooperation bei raumrelevanten Bundesaufgaben (KoVo) (AggloPol und P-LRB)
    Per 1. November 2016 trat die Verordnung über die Koordination und Kooperation bei raumrelevanten Bundesaufgaben (KoVo, SR 709.17) in Kraft. Damit sich die Schweiz räumlich nachhaltig entwickeln kann, müssen die verschiedenen Politiken, die auf den Raum einwirken, koordiniert werden. Auf Bundesebene werden die verschiedenen Bundesstellen über die KoVo deshalb dazu angehalten, ihre Aktivitäten zu koordinieren und gemeinsame Projekte umzusetzen. Die Verordnung hat keine direkten Auswirkungen auf Akteurinnen und Akteure ausserhalb der Bundesverwaltung.
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  • Bundesnetzwerk kohärente Raumentwicklung Stadt-Land (BN KoRE) (AggloPol und P-LRB)
    Das bisherig Bundesnetzwerk ländlicher Raum (BNLR) soll vermehrt Instrumente und Massnahmen für die Umsetzung der kohärenten Raumentwicklung weiterentwickeln, unterstützen und auf eine Abstimmung der relevanten Sektoralpolitiken hinwirken. Das BNLR wird deshalb zu einem «Bundesnetzwerk kohärente Raumentwicklung Stadt-Land (BN KoRE)» weiterentwickelt. Dieses befasst sich mit städtische und ländliche Räume betreffenden Themen und wird um relevante Akteurinnen und Akteure ergänzt.
  • Interreg, URBACT, ESPON und EUSALP (AggloPol und P-LRB)
    Die räumliche Entwicklung macht vor Landesgrenzen nicht halt. Die AggloPol und P-LRB nutzen daher auch Instrumente der Kohäsionspolitik der Europäischen Union, insbesondere die Interreg-Programme, URBACT und ESPON sowie die Makoregionale Strategie für den Alpenraum (EUSALP), an denen die Schweiz teilnimmt. Der Bund unterstützt die Teilnahme der Schweiz an diesen Programmen über die NRP. Spezifisch auf die Bedürfnisse der städtischen Räume zugeschnitten ist das Programm URBACT.
    >>> Mehr zu Interreg, URBACT, ESPON und EUSALP
  • Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung (AggloPol)
    Das Agglomerationsprogramm Verkehr und Siedlung verbessert die Zusammenarbeit im Verkehrsbereich, die Abstimmung zwischen Verkehr und Siedlung und die Koordination weiterer raumrelevanter Themen innerhalb einer Agglomeration. Die unbefristete Weiterführung des Programms wird mit dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) sichergestellt.
    >>> Mehr zum Agglomerationsprogramm Verkehr und Siedlung
  • Programm Zusammenhalt in Quartieren (AggloPol)
    Das Programm Zusammenhalt in Quartieren nimmt die Ziele der Raumentwicklung, der Integrationspolitik, der Wohnraumförderung sowie der Bekämpfung von Diskriminierung auf und sorgt für deren effiziente und nachhaltige Umsetzung in Agglomerationen und ihren strategischen Teilgebieten. Konkret werden Projekte der nachhaltigen Quartierentwicklung in Räumen mit sozialen Herausforderungen (beispielsweise abnehmender sozialer Zusammenhalt, Missverständnisse und Konflikte aufgrund veränderter Zusammensetzung der Bevölkerung, wenig Freizeitinfrastruktur usw.) unterstützt, basierend auf den Erfahrungen und dem gewonnenen Wissen aus bisherigen Projekten.
    >>> Mehr zum Programm Zusammenhalt in Quartieren
  • Räumlich-strategische Prozesse auf Regionsebene (P-LRB)
    Regionale Aktivitäten entfalten dann ihre grösste Wirkung, wenn sie in eine regionale Entwicklungsstrategie (RES) eingebettet sind. Für die gezielte Förderung der Erarbeitung von RES wurde eine Analysephase durchgeführt. Das Ziel war zu prüfen, ob der Bund seine Förderung für die Erarbeitung regionaler Entwicklungsstrategien optimieren und besser abstimmen kann und ob damit mehr Regionen bei der Entwicklung ihrer strategischen Ausrichtung unterstützt werden können. Darauf basierend sollen bestehende Massnahmen / Instrumente konkretisiert und / oder weiterentwickelt sowie deren Verankerung geprüft werden.
    >>> Analysebericht «Qualitätsmerkmale räumlich-strategischer Prozesse auf Regionsebene» der WSL
  • Unterstützung lokaler und regionaler Initiativen (P-LRB)
    Lokale und regionale Initiativen sollen vermehrt durch bestehende Organisationen entwickelt werden. Damit die lokalen Initiativen im Sinne der P-LRB entwickelt werden, sind neue Ansätze für die Unterstützung und Befähigung der Akteurinnen und Akteure vor Ort notwendig. Diese Ansätze werden derzeit erarbeitet.
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Save the date: formation-regiosuisse-Konferenz 2017 «Regionalentwicklung konkret: Beispiele und Erfahrungen aus dem Terrain»

Die nächste Konferenz stellt Praxisbeispiele und -erfahrungen aus der Regionalpolitik und Regionalentwicklung ins Zentrum. Das detaillierte Programm ist ab Ende August 2017 hier auf der regiosuisse-Website verfügbar, wo man sich ab diesem Zeitpunkt auch anmelden kann.
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