Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Mobilität Emmental (Regio-Plus-Projekt 2005 bis 2012)

Ausreichende Mobilitätsangebote unterstützen die wirtschaftliche Stärke einer ländlichen Region. Sich selbst überlassene Verkehrsentwicklungen münden jedoch oft in eine einseitige Belastung der Umwelt. Im Emmental soll deshalb ein breit angelegtes Programm die Verkehrsentwicklung in eine nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Richtung lenken.

Trägerschaft

Verein Mobilität Emmental (Interessensgemeinschaf Velo Burgdorf (IG Velo), Verkehrsclub der Schweiz (VCS), WWF, pro natura und der Verein «Heit Sorg zum Ämmital»

Kurzbeschrieb des Projekts

Ein Ausbau des Strassenverkehrs führt nicht automatisch zum wirtschaftlichen Aufschwung und neue Velowege allein nicht zur Reduktion von CO2-Emissionen - erst die Koordination und Kombination verschiedener Angebote und eine umfassende Verkehrspolitik schaffen Lebensqualität, Mehrwert und Umweltverträglichkeit. Im besten Fall geben Massnahmen zum Schutz der Umwelt auch den Anstoss für wirtschaftliche Wertschöpfung. Zum Beispiel im Emmental: Unter dem Titel «Mobilität Emmental» erarbeiten die Projektverantwortlichen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren nachhaltige Mobilitätsangebote, die sowohl der Umwelt als auch der Gesellschaft und der Wirtschaft zu Gute kommen.

Ziel des Projekts ist ein vielfältiges Verkehrsangebot in der Region. Der öffentliche Verkehr soll gestärkt und Schadstoffemissionen sollen reduziert werden. Den Anstoss für «Mobilität Emmental» gaben jedoch nicht ausschliesslich ökologische Interessen: Die Initianten rechnen mit 100 unmittelbar durch das Projekt geschaffenen Arbeitsplätzen, die auch langfristig bestehen sollen. Neue Dienstleistungen und Angebote stärken den Arbeitsmarkt zudem indirekt und haben einen positiven Einfluss auf die regionale Wirtschaftsstruktur. Den Projektakteuren geht es nicht nur um den Ausbau von Bahn und Bus. Auch neue Mobilitätsangebote und Dienstleistungen werden geprüft und wenn möglich umgesetzt. Dazu gehören CarSharing, Elektro-Velos, Mitnahmesysteme und Lieferdienste.

Grundlage des Projekts ist eine von verschiedenen regionalen Organisationen und der Stadt Burgdorf finanzierte Ideenskizze. Das erarbeitete Konzept berücksichtigt übergeordnete lokale, regionale und kantonale Strategien. Um die Mobilität in der Region umfassend beurteilen und beeinflussen zu können, arbeiten die Initianten mit öffentlichen Anbietern wie der BLS oder dem Regionalverkehr Mittelland zusammen. Dazu kommen private Partner wie Taxiunternehmen, Velohändler, Genossenschaften, Interessensgemeinschaften und bestehende Projektgruppen. Das Pilotprogramm dauert von 2005 bis 2012. Der Bund unterstützt im Rahmen von Regio Plus die Arbeiten in den Jahren 2006 und 2007. Die erarbeiteten Verkehrskonzepte sollen in anderen Regionen übernommen werden können.

Projektdauer

2005 bis 2012

Projektierte Gesamtkosten

CHF 26,6 Mio.

Kontakt

Theophil Bucher
Verein Mobilität Emmental
Postfach
3401 Burgdorf
T +41 31 311 93 63/66
mobilitaet.emmental@tiscalinet.ch
Website

Zurück zur Übersicht

Bild: regiosuisse.

JETZT ANMELDEN: Nationaler formation-regiosuisse-Einstiegskurs zur NRP, zu Interreg und deren Schnittstellen zu anderen Förderprogrammen

Am 9. Juni findet erneut der beliebte formation-regiosuisse-Einstiegskurs für Personen statt, die sich neu mit den Themen «NRP», «Interreg» und Schnittstellen zu anderen Förderprogrammen befassen.
Bild: regiosuisse.

Nutzen Sie das NRP-Logo für Ihre Kommunikation!

Damit die NRP und die von ihr unterstützten Projekte in der Öffentlichkeit sichtbarer werden, hat das SECO ein NRP-Logo entwickelt. Dieses soll die Kommunikation des Bundes erleichtern, kann aber auch von Kantonen, Regionen, Projektträgern und weiteren Interessierten in der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.
Artikel teilen