Prättigau Plus (Regio-Plus-Projekt 2004 bis 2008)

Heute bestimmen im Prättigau drei Organisationen Entwicklung und Angebote im Bereich Tourismus: Klosters Tourismus, die Tourismuskonferenz Prättigau und die Freizeit Graubünden AG. Drei Partner, die sich zwar professionell für ihre Interessen engagieren, die gemeinsame Zusammenarbeit aber noch zu wenig institutionalisiert haben. Die Tourismusstrukturen der Region sind zeit- und energieraubend – eine Neuausrichtung ist dringend nötig. Mit einer Bündelung ihrer Aktivitäten und einem destinationsübergreifenden Auftritt unter der Marke Graubünden will sich die Region in Zukunft besser positionieren und indirekt den Arbeitsmarkt stärken. Das Projekt setzt auf fünf Schwerpunkte: «Erlebnis Prättigauer Alpen», «Wander-Erlebnis Prättigau», «Kultur-Erlebnis Prättigau» und «Prättigauer Erlebnis-Angebote».

Trägerschaft

Regionalverband Pro Prättigau

Kurzbeschrieb des Projekts

Das Prättigau setzt auch in Zukunft auf einen sanften, naturnahen Tourismus. Um den steigenden Ansprüchen der Feriengäste gerecht zu werden und um die regionale Wertschöpfung und den Arbeitsmarkt zu stärken, überprüft die Trägerschaft des Regio-Plus-Projekts das bestehende Angebot auf Qualität und Effizienz und überarbeitet veraltete Strukturen. Basis ist eine neue Organisationsform: Ein strategisches Gremium und eine operative Geschäftsführung arbeiten künftig Hand in Hand. Entscheidungswege werden damit kürzer und übersichtlich. Grundlage für die neue Ausrichtung der Branche bilden regelmässige gemeinsame Gespräche: Die Kommunikation zwischen den Partnern aus dem Bereich Tourismus soll nicht mehr länger dem Zufall überlassen werden. Ein entsprechendes Konzept hält Massnahmen für die Zukunft fest. Dabei sollten die beiden Vereine Klosters Tourismus und Tourismuskonferenz Prättigau das Prättigau in Zukunft gemeinsam vermarkten, beispielsweise unter der Dachmarke Graubünden. Touristen profitieren damit von einer zentralen Anlaufstelle.

Die Trägerschaft will kulturelle und touristische Angebote stärker aufeinander abstimmen und gemeinsam vermarkten. Initiative Gemeinden wie zum Beispiel St. Antönien, Grüsch  oder Klosters pflegen die regionale Kultur und organisieren auf authentischen Bräuchen basierende Events. Voraussetzung dafür sind auch hier effiziente Kommunikationskanäle: Ein Prättigauer Kultursekretariat in Grüsch koordiniert die Tätigkeiten in der Region.

Feriengäste profitieren von neuen Tourismuspackages. Nach dem Vorbild österreichischer «Jausestationen» sollen entlang des Prättigauer Wanderwegnetzes neue Verpflegungsstationen und Übernachtungsmöglichkeiten entstehen. Anbieter werden für Qualität, und Gastfreundschaft sensibilisiert und der Direktverkauf von regionalen Produkten wird gefördert.

Projektdauer

2004 bis 2008

Projektierte Gesamtkosten

CHF 840'000.–

Kontakt

Regionalverband Pro Prättigau
Hauptstrasse 3
7240 Küblis
Tel.: +41 81 332 44 44
Fax: +41 81 330 50 99
Email: info@propraettigau.ch

Zurück zur Übersicht

Bild: regiosuisse.

JETZT ANMELDEN: formation-regiosuisse-Konferenz 2017 «Regionalentwicklung konkret: Beispiele und Erfahrungen aus dem Terrain»

Die nächste Konferenz stellt Praxisbeispiele und -erfahrungen aus der Regionalpolitik und Regionalentwicklung ins Zentrum. Das detaillierte Programm ist nun verfügbar, melden Sie sich jetzt an!
Bild: regiosuisse.

Wussten Sie schon?

Die Arbeitslosigkeit in urbanen Gebieten schwankt stärker als im ländlichen Raum.
Artikel teilen