Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

2000-Watt-Städte in der Bodenseeregion (INTERREG-Projekt von 2012 bis 2014)

Das Projekt baut auf die Regionalstudie zu energetischen Effizienz- und Ressourcenpotenzialen des Bodenseeraums und die Charta der 2000-Watt-Städte zur Implementierung der 2000-Watt-Gesellschaft in den Partnerstädten auf. Im neuen Projekt werden zusätzliche Partnerstädte integriert. Bei der Vision einer 2000-Watt-Gesellschaft geht es um eine grundlegende gesellschaftliche Neuorientierung. Zentrale Handlungsfelder sind Energieeffizienz, Substitution fossiler und nuklearer durch erneuerbare Energieträger und Suffizienz, also eine Lebens- und Wirtschaftsweise, welche den Verbrauch von Gütern und damit von Rohstoffen und Energie auf ein nachhaltig verträgliches Mass begrenzt. Insbesondere drei Akteursebenen in den Kommunen sollen dabei erreicht und zum Umdenken bewegt werden: Politik und Verwaltung, Energieversorger und –dienstleister sowie Bürgerinnen und Bürger. Die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten sind eine grosse Herausforderung, daher steht neben Information, Kommunikation und Überzeugungsarbeit vor allem die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger als Querschnittsaufgabe im Vordergrund. Bei allen Aktivitäten wird aufgezeigt, welche Handlungsoptionen bestehen und welche Auswirkungen sie auf die persönliche Klimabilanz und das eigene Wohlbefinden haben. Z.B. werden Familien bzw. Haushalte ausgewählt, die ihre Lebensweise 2000-Wattgerecht umstellen wollen und auch andere Formen des «Selbstversuchs nachhaltiger Lebensstil» initiiert und ausgewertet. Erfahrungen werden so publiziert, dass dahinter je eine erlebbare Person sichtbar wird. Diese lebendigen Erfahrungen werden den traditionellen Medien zur Verfügung gestellt und evaluiert und dokumentiert. Alle Projektbausteine sind so angelegt, dass sie Wirkungen auf Politik, Verwaltung und Bürgerschaft der Partnerstädte auslösen. Damit werden auch andere Städte und Gemeinden angestossen, erprobte Verfahren auf ihre jeweilige Situation anzupassen. Das Projekt reiht sich in mehrere Projekte ein, die das im Leitbild der IBK definierte Ziel der Modellregion für nachhaltige Entwicklung unterstützen und bietet insofern eine Plattform, die Auswirkungen der gesamteuropäischen Energiekooperation im ‚kleinen Grenzverkehr‘ exemplarisch zu testen und Einfluss auf die europäischen Politiken zu nehmen.

Kontaktdaten

Stadtverwaltung Konstanz
Roland Bunten
Kanzleistr. 15
78459 Konstanz
Deutschland
bunten@stadt.konstanz.de
Projektanfang
01.06.2012
Projektende
30.09.2014
Projekttyp
Interreg/ETZ nicht NRP
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