Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Schloss Leuk (Regio-Plus-Projekt von 2000 bis 2005)

Initiative Vertreterinnen und Vertreter aus den unterschiedlichsten Branchen haben Mitte 1999 eine Stiftung gegründet, um das Bischofsschloss Leuk stil- und fachgerecht zu restaurieren und zu einem Wahrzeichen der Gemeinde zu machen. Gleichzeitig soll das Schloss zu einem Ort der Begegnung werden. Ziel ist es, das Schloss als «international bekannte Kommunikationsplattform für zukunftsfähige, humanitäre, kulturelle, wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Impulse» zu etablieren. Angestrebt wird ein intensiver Dialog zwischen den Disziplinen. Für die Restaurierung des Schlosses konnten die Projektträger den Tessiner Architekten Mario Botta gewinnen. Das Dienstleistungsangebot der Stiftung ist in drei Sparten aufgeteilt: Vermietung von Räumen an Unternehmen und Institutionen, die im Rahmen des Schlosskonzeptes aktiv sind oder werden möchten; Veranstaltung hochstehender kultureller Ereignisse mit nationaler und internationaler Ausstrahlung sowie Durchführung regional ausgerichteter, soziokultureller Projekte; zusammen mit regionalen Kooperationspartnern soll ausserdem ein Angebot für den Tagestourismus realisiert werden. Die Unterstützung durch Regio Plus bezieht sich ausschliesslich auf den organisatorisch-konzeptionellen Teil des Projektes. Die Finanzierung der Restaurations- und anderer Infrastrukturarbeiten erfolgt separat.

Trägerschaft

Stiftung Schloss Leuk

Beteiligte Branchen/Gruppen

  • Bildung
  • Kunst
  • Tourismus
  • Gastgewerbe
  • Soziokulturelle Gruppen
  • Gewerbe
  • Handel
  • Transport

Gründe für das Projekt

Die Stiftung will das unter Denkmalschutz stehende Schloss nicht nur restaurieren, sondern gleichzeitig einer neuen Nutzung zuführen und so der regionalen Wirtschaft, Kultur, Politik usw. neue Impulse verleihen. Entsprechende bestehende Projekte sollen besser koordiniert und potenzielle Dienstleister zu neuen Aktivitäten motiviert werden.

Projektziele

Mit dem «neuen» Schloss soll in Leuk ein Begegnungszentrum mit internationaler Ausstrahlung entstehen. Hier will man Projekte lancieren und durchführen, die...

  • interdisziplinär
  • humanistisch
  • zukunftsweisend
  • kommunikationsfördernd
  • qualitativ hochstehend
  • originell und einzigartig sind.

Die Schloss-Projekte sollen einerseits den Tourismus fördern, andererseits aber auch dazu beitragen, die Lebensqualität in der Region zu steigern. So beabsichtigt die Stiftung unter anderem, auch andere wertvolle Kulturgüter sowie natürliche Schätze ins Projekt miteinzubeziehen.

Projektdauer und zeitlicher Rahmen

Projektdauer: 5 Jahre (ab August 2000)

Finanzieller Rahmen

CHF 2'380'000.-- (ohne Infrastrukturkosten)

Auswirkungen des Projekts...

...auf den Arbeitsmarkt

Im eigentlichen Projekt entstehen etwa fünf Arbeitsplätze. Aber auch bei den Partnerorganisationen (z. B. Tourismusbüro, Hotellerie, Restauration) werden Stellen gesichert oder geschaffen. Das Projekt dürfte ausserdem dazu beitragen, gefährdete Stellen bei öffentlichen Betrieben zu sichern.

...auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Bis heute gibt es in Leuk-Stadt keine Übernachtungsmöglichkeiten; verschiedene Hotelprojekte wurden wegen dem zu hohen Investitionsrisiko fallen gelassen. Diese Lücke im touristischen Angebot soll nun geschlossen werden. Immerhin rechnen die Projektverantwortlichen mit 70 000 Touristen pro Jahr, die dank dem Schlossprojekt zusätzlich in die Region kommen sollen. Davon werden nicht nur die Tourismusunternehmen, sondern alle Wirtschaftszweige direkt oder indirekt profitieren.

...auf die Umwelt

Das Projekt wird unter Berücksichtigung des Umweltschutzes realisiert. Dafür bürgen die Stiftungsphilosophie, das Leitbild der Gemeinde Leuk sowie deren Verpflichtung als erste Energiestadt des Kantons Wallis. Zudem sind Umwelt-, Landschafts- und Heimatschutz-Organisationen als Partner am Projekt beteiligt.

Modellcharakter des Projekts

Auf regionaler Ebene ist das Projekt durch seinen interdisziplinären Charakter neuartig; konzeptionell lässt es sich − den jeweiligen Gegebenheiten angepasst − auch auf andere Regionen übertragen. Der Nachahmung dürften allerdings vom Markt her relativ enge Grenzen gesetzt sein.

Projektleitung

Stiftung Schloss Leuk
Christoph Kalbermatter, Andy Schnider, Carlo Schmidt
Postfach
3953 Leuk-Stadt
Tel: 079/637 50 11
E-mail: info@schlossleuk.ch
Website

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Bild: regiosuisse.

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