Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Schwarzsee Plus (Regio-Plus-Projekt 2000 bis 2005)

Das Projekt «Schwarzsee Plus» sieht ein vielfältiges Tourenangebot für Familien, Senioren und Sportler vor (Bike-Bahn-Bus-Wander-Rafting-Touren). Touristen können auswählen aus halbtägigen Mini- bis zweitägigen Mega-Touren. Entlang der definierten Strecken sollen im Sinne des Erlebnistourismus zusätzliche Angebote geschaffen werden, welche die Gäste nach Lust und Laune in ihr Reiseprogramm aufnehmen können. Dazu gehören verschiedene Sportmöglichkeiten wie Reiten, Schwimmen, Fischen, Minigolf etc. genauso wie kulturelle Aktivitäten. Besucherinnen und Besucher können ihr Programm entweder individuell im Baukastensystem zusammenstellen oder aber auch auf Pauschalangebote zurückgreifen. Um die einzelnen Streckenabschnitte der Touren reibungslos miteinander zu verknüpfen, sollen die Anschlüsse des öffentlichen Verkehrs genau aufeinander abgestimmt werden. Unterschiedliche Unterkünfte wie Hotel, Ferienwohnung, Bauernhof, Alphütte oder Campingplatz sowie Verpflegungsmöglichkeiten für verschiedenste Geschmäcker sollen das Tourenangebot abrunden.

Trägerschaft

Tourismusverband Sense-Oberland

Beteiligte Branchen/Gruppen

  • Öffentliche Hand
  • Tourismus (Verbände und private Anbieter)
  • Gewerbe
  • Gastgewerbe
  • Landwirtschaft
  • Transportunternehmen
  • Kultur
  • Sport

Kurzbeschrieb des Projekts

Das Projekt «Schwarzsee Plus» sieht ein vielfältiges Tourenangebot für Familien, Senioren und Sportler vor (Bike-Bahn-Bus-Wander-Rafting-Touren).

Unterschiedliche Unterkünfte wie Hotel, Ferienwohnung, Bauernhof, Alphütte oder Campingplatz sowie Verpflegungsmöglichkeiten für verschiedenste Geschmäcker sollen das Tourenangebot abrunden.

Gründe für das Projekt

Das Gebiet «Schwarzsee Plus» ist eine voralpine Zone im Grenzbereich der Kantone Freiburg (Sense-, Greyerz- und Saanebezirk) und Bern (Niedersimmental, Schwarzenburg und Gantrisch). Zahlreiche markierte Wanderwege, Skiwanderrouten sowie regionale, kantonale und nationale Radwege und Mountainbike-Touren durchqueren oder tangieren das Gebiet. Das Projekt wird vor allem lanciert, um das Tourismus-Potenzial in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe, in der Hotellerie und in anderen Bereichen stärker auszuschöpfen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Wirtschaftszweigen. Durch die gemeinsame Vermarktung der diversen Angebote soll das touristische Angebot aufgewertet werden. Gleichzeitig will man Angebotslücken schliessen und damit sich neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen.

Projektziel

  • Aufwertung des touristischen Angebotes durch Verknüpfungen, punktuelle Ergänzungen sowie neue Vermarktungsformen
  • Touristische Wertschöpfung erhöhen
  • Förderung der Kooperation auf überregionaler Ebene und zwischen den verschiedenen Wirtschaftszweigen
  • Vorgehen und zeitlicher Rahmen

Projektdauer

5 Jahre ab Januar 2000

A. Phase 0: Vorbereitungsarbeiten (1998/99)

  • Konzeptarbeiten (Routenplanung, Verkehrsträger und deren Verknüpfung)
  • Erhebungen (Infrastruktur, Logis und Verpflegung, Wege und Verbindungen)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Informationsveranstaltungen, Pressearbeit)
  • Redaktionelles (Pläne, Erstellen eines zusammenfassenden Dossiers)

B. Phase 1: Konsolidierung Finanzierung/Organisationsstruktur (2000)

C. Phase 2: Information/Öffentlichkeitsarbeit (2000/01)

  • Kommunikationskonzept
  • Information Regionen und Gemeinden
  • Information nach innen (Informationsflüsse bestimmen, Newsletter)
  • Information nach aussen (Regionale Entscheidungsträger, Bevölkerung)

D. Phase 3: Inventar der bestehenden Angebote (2000)

  • Infrastruktur allgemein (Dienstleistungen, Ladengeschäfte, Verkehrsbüros/Informationsstellen)
  • Logis und Verpflegung (Hotellerie, Parahotellerie, Restaurants etc.)
  • Wege und Verbindungen (Strassen und Wege, Eignungsabklärung, Anschlüsse abklären)
  • Diverse touristische Angebote (Sportaktivitäten, Unterhaltungsangebote)

E. Phase 4: Bewertung der Angebote/Bereinigung Routenkonzept (2000/01)

  • Angebotsbewertung und Prüfung der Integrierbarkeit ins Routenkonzept (Infrastrukturen, Logis und Verpflegung, Wege und Verbindungen)
  • Konzept Zielpublikum (Routen für Familien, für Sportler sowie für Geniesser)
  • Auswahl der Angebote
  • Bereinigung Routenkonzept

F. Phase 5: Konzept der ergänzend zu schaffenden Angebote (2001)

G. Phase 6: Definitives Konzept «Rund um den Schwarzsee» (2001)

H. Phase 7: Arbeiten ab 2002

  • Signalisationsplanung
  • Vereinbarungen mit Projektpartnern
  • Vorbereitung Promotion/Vermarktung/Reservation
  • Auswahl der Partner

Finanzieller Rahmen

Gesamtkosten: CHF 680'000.–

Auswirkungen des Projekts ...

... auf den Arbeitsmarkt

Positive Impulse sind hauptsächlich in der Landwirtschaft zu erwarten, wo neue (Neben-) Erwerbsmöglichkeiten in den Bereichen Verpflegung, Unterkunft, Führungen, Transport etc. entstehen. Im Gastgewerbe und im Transportwesen können Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden.

... auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Das Projekt eröffnet insbesondere der Landwirtschaft und dem Gewerbe Diversifizierungschancen und unterstützt so den Strukturwandel. Es trägt auch dazu bei, Lücken in der Produktions- und Versorgungsstruktur der Region zu schliessen und die Wertschöpfung zu erhöhen.

... auf die Umwelt

Mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs leistet das Projekt einen direkten Beitrag zur Verbesserung der Umweltqualität. Gefördert wird ein sanfter Erlebnistourismus, der den ökologischen Anforderungen gerecht wird.

Modellcharakter des Projekts

Zu den innovative Elementen des Projekts gehören:

  • die kantonsübergreifenden Pauschalangebote rund um den Schwarzsee;
  • die Verknüpfung der bestehenden touristischen Infrastruktur durch ein System von optimal aufeinander abgestimmten Verkehrsträgern sowie
  • das vereinfachte Zusammenstellen von persönlichen Touren (Individuelle Kombination von Verkehrsmitteln, Sehenswürdigkeiten, Erlebnisangeboten, Verpflegungsmöglichkeiten und Übernachtungen).

Projektleitung

Tourismusbüro Schwarzsee
Adolf Kaeser
Bruno Zbinden
1716 Schwarzsee
Tel. +41 26 412 13 13
Fax +41 26 412 13 39
E-Mail: info@schwarzsee-tourismus.ch

Aus dem Schlussbericht

Im Laufe des Projekts realisierten Vertreter aus Wirtschaft und Politik aber auch die Behörden das touristische Potenzial der Ortschaften im Raum Schwarzsee: Gemeinde-, Bezirks-, Kantons-, Sprach- und politische Grenzen wurden im Rahmen der interregionalen Kooperationen gesprengt.

Bestehende Einzelangebote der Region bündelten die Projektakteure zu vier neuen touristischen Leistungspaketen, die von Ferien- und Tagesgästen gebucht werden können: «Vreneli ab em Guggisberg», «Urlandschaft Brecca», «Alphüttenzauber» und «Mountain-Voralpen». Die Angebote werden koordiniert vermarktet.

In den Saisonalbetrieben entstanden im Zuge des Projekts neue Stellen. Besonders Alphütten, die Übernachtungen und Verpflegungen anbieten, profitieren. Neben Einnahmen aus der Landwirtschaft verfügen die Betreiber heute über Einkünfte aus dem Tourismus. Das Projekt beeinflusste zudem die Umsätze in Restaurants, Hotels, Bahnbetriebe aber auch Sportgeschäften positiv. 

Schwarzsee Tourismus setzt das Projekt ohne Bundeshilfe fort.

Zurück zur Übersicht

Bild: regiosuisse.

JETZT ANMELDEN: Nationaler formation-regiosuisse-Einstiegskurs zur NRP, zu Interreg und deren Schnittstellen zu anderen Förderprogrammen

Am 9. Juni findet erneut der beliebte formation-regiosuisse-Einstiegskurs für Personen statt, die sich neu mit den Themen «NRP», «Interreg» und Schnittstellen zu anderen Förderprogrammen befassen.
Bild: regiosuisse.

Nutzen Sie das NRP-Logo für Ihre Kommunikation!

Damit die NRP und die von ihr unterstützten Projekte in der Öffentlichkeit sichtbarer werden, hat das SECO ein NRP-Logo entwickelt. Dieses soll die Kommunikation des Bundes erleichtern, kann aber auch von Kantonen, Regionen, Projektträgern und weiteren Interessierten in der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.
Artikel teilen