Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Tourismusregion Engadin/Val Müstair/Ober-Vinschgau (Regio-Plus-Projekt 2004 bis 2006)

Die vier Subregionen Unterengadin, Val Müstair, Plaiv und Ober-Vinschgau besitzen mit dem «Schweizerischen Nationalpark» und dem angrenzenden «Parco Nazionale dello Stelvio» über gemeinsame touristische Angebote. Die Ferienregionen beider Länder wollen ihr Marketing deshalb in Zukunft eng koordinieren. Ein gemeinsames Netz von Skiliften oder Wanderwegen und sogar ein gemeinsamer Ausbau des Schienenverkehrs wären in Zukunft nicht ausgeschlossen. Aber auch Packet-Angebote wie zum Beispiel Übernachtungen in Italien, inklusive Bädereintritt in Scuol könnten Touristen anziehen.

Trägerschaft

Wirtschaftsforum Unterengadin, Val Müstair

Die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit zwischen italienischen und Schweizer Partnern sind gut: die Nationalpärke beider Nationen grenzen direkt aneinander und die ländlich gelegenen Regionen ergänzen sich touristisch. Feriengäste fahren in Zukunft deshalb nicht einfach ins Engadin, sie besuchen die «Tourismusregion Engadin/Val Müstair/Ober-Vinschgau». Dabei profitieren sie von einem transnationalen Angebot: den Attraktionen in der Schweiz und jenen in Italien. Die Trägerschaft will den Tourismus mit einer zentral koordinierten PR- und Marketingoffensive stärken. Die Logiernächtezahl in der ganzen Region soll steigen und das Angebot an Arbeitsplätzen ausgebaut und gesichert werden.

Dabei bestehen zahlreiche Möglichkeiten für konkrete touristische Angebote: Ein gemeinsames Netz von Skiliften oder Wanderwegen und sogar ein gemeinsamer Ausbau des Schienenverkehrs wären in Zukunft nicht ausgeschlossen. Aber auch Packet-Angebote wie zum Beispiel Übernachtungsmöglickeiten in Italien, inklusive Bädereintritt in Scuol könnten Touristen anziehen.

Regionale Zusammenarbeit

Der zündende Funken für die transnationale Kooperation fiel im Zuge des Regio-Plus-Projekts «Nationalpark Engadin/Münstertal». Mit Hilfe verschiedener Wirtschaftsbereiche abdeckender Massnahmen gelang es, die festgefahrenen Strukturen der Region aufzuweichen. Sämtliche Tourismusorganisationen der Subregionen Unterengadin, Val Müstair und La Plaiv beteiligten sich am Projekt.

Wirtschaftsmotor Tourismus

Trotz einer gewissen Vielfalt der lokalen Wirtschaftsstrukturen und einer fest verankerten Obst-, Land-, und Forstwirtschaft sind die regionalen Branchen indirekt oder direkt stark vom Tourismus abhängig. Anders als das breit gefächerte Regio-Plus-Projekt fokussiert das transnationale Unterfangen deshalb ganz auf den Tourismus, den stärksten Wirtschaftszweig der Region.

Länderübergreifende Vermarktung

Kapital aller vier Subregionen ist deren intakte Natur- und Kulturlandschaft. Nicht die Entwicklung neuer touristischer Attraktionen, sondern die koordinierte Vermarktung des bestehenden Angebots steht im Vordergrund. Nach einer Marktanalyse sollen die künftigen Strategien entwickelt werden. Ein Kommunikationskonzept soll zur Akzeptanz des Projekts in der Bevölkerung beitragen. Bei der Finanzierung achten die Projektpartner darauf, die finanziellen Beiträge im jeweils eigenen Projektraum einzusetzen.

Eckdaten

Projektdauer: 2004 bis 2006

Projektierte Kosten in der Schweiz: CHF 225'000.–

Gesamtkosten: CHF 300'000.–

Kontakt

Wirtschaftsforum Unterengadin / Val Müstair,
Philipp Gunzinger, 7550 Scuol. T: +41 81 861 20 90,
Mail: philipp.gunzinger@bluewin.ch

oder

Gianna Rauch, 7550 Scuol. T: +41 81 860 33 90
Mail: rauch@nationalparkregion.ch

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Bild: regiosuisse.

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