Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Trekkingland Schweiz (Regio-Plus-Projekt 1999 bis 2001)

«Trekkingland Schweiz» fördert den sanften Tourismus. Insbesondere will man die Trekkingrouten (zu Fuss, mit Tieren, Bike, Skates, Kanu usw.) in der ganzen Schweiz vernetzen. Verschiedene bestehende lokale Dienstleistungen (Öffentlicher Verkehr, Sport, Seminare, Konzerte, Restauration usw.) sollen zu gesamtheitlich vermarktbaren Angeboten zusammengefasst und Synergien so nutzbar gemacht werden. Ziel ist es, Anbieter zu unterstützen, die in diesem Bereich aktiv sind. Die Angebote werden über Internet und Trekking-Führer näher zum Kunden gebracht. Dieser kann so auf unkomplizierte Weise direkt mit dem einzelnen Anbieter in Kontakt treten. Vorgesehen ist auch, einen Sammelkatalog herauszugeben. Das Projekt entlastet den Anbieter von aufwändigen und teuren Marketing-Aktivitäten bis zu Buchhaltung und Abrechnung. Er kann sich voll auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Die zentrale Geschäftsstelle ist mit Beratung, Betreuung und Ausbildung der Mitglieder für das Einhalten der hohen Qualitätsstandards besorgt. Mit Organisationen, die im Tourismus tätig sind, wird eine Zusammenarbeit angestrebt.

Trägerschaft

Verein Trekkingland Schweiz (TLS)

Beteiligte Branchen/Gruppen

  • Landwirtschaft
  • Kleingewerbe
  • Gastronomie/Hotellerie
  • Reisebüros
  • Kulturelle Einrichtungen
  • Anbieter von Tourismusaktivitäten

Kurzbeschrieb des Projekts

«Trekkingland Schweiz» fördert den sanften Tourismus. Insbesondere will man die Trekkingrouten (zu Fuss, mit Tieren, Bike, Skates, Kanu etc.) in der ganzen Schweiz vernetzen.

Gründe für das Projekt

Die Schweiz ist wegen ihrer landschaftlichen und kulturellen Vielfalt sowie der hohen Reisesicherheit das erstrangige Trekkingland. Das Projekt vernetzt die verschiedensten schon bestehenden Angebote und eröffnet den Anbietern neue Marktchancen. Als Prinzip gilt «Hilfe zur Selbsthilfe». Gefährdete Branchen in Tourismus und Landwirtschaft mit kleingewerblichen Strukturen sollen im hart umkämpften, globalisierten Tourismusmarkt unterstützt werden.

Projektziele

  • Aufbau einer Datenbank
  • Herausgabe eines Katalogs
  • Realisation eines Internetauftrittes
  • Sicherung der Qualität: Ist-Zustand aufnehmen, Einhaltung minimaler Standards kontrollieren, Ist-Zustand bezüglich Branchenwissen der Anbieter erheben, Ausbildungsbedarf definieren sowie Aus- und Weiterbildungskonzept erarbeiten
  • Herausgabe eines Reiseführers
  • Aufbau einer Geschäftsstelle zur Entlastung der einzelnen Anbieter: Buchen von Angeboten; Führen der Buchhaltung des Vereins; Drehscheibe aller Informationen für Mitglieder, Kunden und Interessierte; Mitglieder-Werbung; Vernetzung mit Organisationen und Verbänden etc.

Vorgehen und zeitlicher Rahmen

Die Realisierungsdauer beträgt drei Jahre (1999 bis 2001).

1998: Vorbereitungsphase

Erste Informationstagung an der BEA in Bern Gründung des Vereins Trekkingland Schweiz (TLS) Radiosendung «Jetzt oder nie» auf DRS 1 Eröffnung der Geschäftsstelle in Vallon (FR) Erarbeitung der Grundlagen in den Bereichen Internet, Strukturen, Marketing, REGIO PLUS Aktivierung Internetauftritt

1999: Konsolidierungsphase

Start der ersten Konsolidierungsphase Internet Eingabe als REGIO-PLUS-Projekt Diverse Medienauftritte
Die weitere Planung umfasst folgende Massnahmen:

1. Mitglieder- und Angebotsdaten erfassen
2. Gezielte Fördermassnahmen laufender Trekkingangebote
3. Internetauftritt mehrsprachig gestalten
4. Datenbankanbindung an Internet
5. Neues Katalogkonzept erstellen
6. Qualitätssicherung starten
7. PR-Aktivitäten starten
8. Vernetzungstätigkeit intensivieren
9. Reiseführer erstellen

Finanzieller Rahmen

Gesamtkosten: CHF 1'233'050.–

Auswirkungen des Projekts...

...auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Die Vernetzung lokaler Angebote nutzt und mobilisiert die einzelnen regionalen Potenziale. Profitieren können Hunderte von Familienbetrieben in den Bereichen Beherbergung, Gastronomie, Landwirtschaft, Tourismus und Kultur.

...auf den regionalen Arbeitsmarkt

Die lokale Verankerung der einzelnen Angebote erhält und schafft Arbeitsplätze in traditionell gesunden Strukturen der Klein- und Mittelunternehmen in den Branchen Tourismus und Landwirtschaft.

...auf die Umwelt

Sanfter Tourismus baut auf die vielfältigen und abwechslungsreichen lokalen, umweltverträglichen Infrastrukturen (zu Fuss, mit dem Velo, zu Pferd, im Boot und mit öffentlichen Verkehrsmitteln). Das Projekt schafft Anreize, das regionale öffentliche Verkehrsangebot vermehrt zu beanspruchen. Die kombinierte Nutzung verschiedener lokaler Angebote wirkt sich ebenfalls positiv auf die Umweltqualität aus.

Modellcharakter des Projekts

Das Projekt ermöglicht es, dem Kunden verschiedenste Angebote in der ganzen Schweiz auf einfache Art zugänglich zu machen. Dies soll in einem unverkennbaren, sympathischen, qualitativ hochstehenden und einheitlichen Trekkingland-Schweiz-Auftritt geschehen. Auf eine persönliche und individuelle Betreuung vor, während und nach dem Aufenthalt wird grossen Wert gelegt.

Aus dem Schlussbericht

Über die Website und den gedruckten Führer von «Trekkingland Schweiz» ist es heute ein Leichtes, Angebote zum sanften Tourismus in der Schweiz zu finden. Den Trägern des Regio-Plus-Projekts ist es damit gelungen, bestehende Angebote dieser Ferienform zu bündeln und zentral zugänglich zu machen.

Ein zweites wichtiges Ziel war die Unterstützung der meist kleinen Anbieter. «Trekkingland Schweiz» berät diese bei der Professionalisierung ihres Angebots und entlastet sie stark bei der Vermarktung. Über die Website und den Führer von «Trekkingland Schweiz» haben die einzelnen Anbieter heute eine Marktpräsenz, die sie im Alleingang kaum erreichen würden.

Mit ihrem Projekt ist es den Trägern von «Trekkingland Schweiz» gelungen, dem naturnahen, sanften Tourismus in traditionellen Tourismuskreisen und bei den Behörden grössere Beachtung und Akzeptanz zu verschaffen. Dass diese Form zu reisen im Trend liegt, zeigt sich nicht zuletzt an neuen, ähnlich gelagerten Projekten, die in der Tourismusbranche in Vorbereitung sind. Es ist denkbar, dass «Trekkingland Schweiz» dereinst in ein neues, grösseres Netzwerk eingebunden wird.

Wirtschaftlich

Für die Umsetzung des Projekts stand letztlich nur die Hälfte des ursprünglich geplanten Budgets zur Verfügung. Die quantitativen Ziele mussten deshalb im Projektverlauf nach unten korrigiert werden. Heute sind gut 50 Anbieter auf der Website von «Trekkingland Schweiz» vertreten.

Zusammenarbeit und Ausblick

Aus der Realisierung dieses Projekts sind viele Kontakte zu Tourismusorganisationen, Verkehrsbetrieben, öffentlichen Stellen und privaten Betrieben aus der Tourismusbranche entstanden. Dadurch sind diesen Akteuren die Chancen der Schweiz im wachsenden Markt für sanften Tourismus klarer bewusst geworden. Wegen ihrer landschaftlichen und kulturellen Vielfalt und der hohen Reisesicherheit ist die Schweiz ein Trekkingland ersten Ranges.

Das Projekt wird nach Abschluss der Bundeshilfe weitergeführt. So wird zum Beispiel der Guide 2002 von «Trekkingland Schweiz» dank der Zusammenarbeit mit einem Verlag in einer Auflage von 100'000 Exemplaren erscheinen; das sind fünfmal mehr als im Vorjahr.

Projektleitung

Geschäftsstelle
Trekkingland Schweiz Frau Rose-Marie Benzinger
Kirschgartenstrasse 33
4147 Aesch
Tel. +41 26 667 24 09
Fax +41 26 667 24 05
Email: trekking@trekkingland.ch
Website

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Bild: regiosuisse.

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