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Tropenerlebnis Wolhusen (Regio-Plus-Projekt 2004 bis 2006)

Das Tropenerlebnishaus Wolhusen verdankt seine Geburt dem Erfolg des Tropenhaus Ruswil. Seit fünf Jahren wird in Ruswil mit der Abwärme einer Gasverdichtungsstation ein tropisches Erlebnisgewächshaus betrieben. Das im Rahmen von Regio Plus entstandene «Tropenhuus Ruswil» hat sich weit über die Region hinaus zur beliebten Tourismusattraktion entwickelt. Das Projekt ist so erfolgreich, dass in Ruswil für die vielen Besucher kaum noch genügend Platz vorhanden ist.

Trägerschaft

Verein Tropenerlebnishaus Wolhusen

Beteiligte Branchen

Landwirtschaft, lokale Gastronomie, Tourismusbranche und lokales Gewerbe

Beteiligte Partner/Kooperation

Landwirtschaft, Gastgewerbe, Gemeinden

Kurzbeschrieb des Projekts 

Das Projekt «Tropenerlebnishaus» ist aus dem bereits bestehenden, sehr erfolgreichen Regio Plus Projekt Tropenhuus Ruswil entstanden. Ganz im Sinn der Grundidee von Regio Plus wird das Projekt in Ruswil nun auf einen neuen Standort übertragen. Im Tropenerlebnishaus in Wolhusen erwartet Tropenfans eine ähnliche, jedoch speziell auf Besucher ausgerichtete Pflanzenwelt. Gleichzeitig soll die Produktionsfläche für tropische Früchte und Fische erweitert werden.

In Wolhusen sollen Besucher die Atmosphäre der Tropenlandwirtschaft mit allen Sinnen geniessen können. Im geplanten Tropengarten beobachten sie unterschiedliche Formen der Tropenlandwirtschaft und die Herstellung von Tropenprodukten. Die vor Ort produzierten Speisen und Getränke können auch gleich in entsprechendem Ambiente konsumiert werden. Das vielfältige Angebot soll die lokale Gastronomie nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen. Für Projekt- oder Firmensitzungen stehen im Tropenerlebnishaus grössere Räume zur Verfügung. Schulen können an Führungen und Kursen teilnehmen. Verschiedene tropische Produkte werden zum Kauf angeboten. Für den Anreiz, das Tropenerlebnishaus wiederholt zu besuchen, sorgen thematische Ausstellungen und Events.

Mit beim Bahnhof Wolhusen stationierten Elektrofahrzeugen und Fahrrädern soll nicht nur die individuelle Fahrt zum Tropenerlebnishaus möglich werden. Damit können Besucher auch weitere touristische Ziele in der Region umweltfreundlich erreichen. Die für den Betrieb der Elektrofahrzeuge notwendige Energie wird in einer schon heute betriebenen auf Abwärme beruhenden Verstromungsanlage erzeugt.

Das Projekt soll mit der UNESCO Biosphäre Entlebuch sowie weiteren regionalen Tourismusangeboten zusammenspannen. Geplant sind gemeinsame Erlebnisangebote und Kooperationsvereinbarungen.

Projektdauer

2004 bis 2006

Projektierte Gesamtkosten

CHF 542'000.–

Kontakt

Dr. Johannes Heeb
Beratung, Auftragsforschung, Ausbildung GmbH
Bahnhofstrasse 2
6110 Wolhusen
Tel. +41 41 490 40 81
Fax +41 41 490 40 74
johannes.heeb@seecon.ch
Website

Aus dem Schlussbericht

Die Wolhuser Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die für die Projektrealisierung notwendige Umzonung gutgeheissen. Im Rahmen der von Regio Plus unterstützten Projektphase gelang der Aufbau einer branchenübergreifenden Projektträgerschaft für das Tropenhaus Wolhusen: Am 28. April 2007 gründeten die Beteiligten die Tropenhaus Wolhusen AG und beschlossen die erste Kapitalerhöhung. Der Grossverteiler Coop beteiligt sich zu 40 Prozent am Projekt. Damit ist der weitere Aufbau des Erlebnishauses finanziell gesichert. Auch im Bereich Marketing ist das Projekt breit abgestützt: CARITAS Schweiz, Coop sowie Body Shop unterstützen das Projekt als Conctentpartner.
Resultate der von Regio Plus unterstützten Projektphase sind zudem ein detaillierter Businessplan und ein grobes Raumkonzept. Das Projekt schafft 12 direkte und eventuell weitere indirekte Arbeitsplätze bei den Zulieferbetrieben. Die Arbeiten lösen zudem Aufträge an lokale und regionale Unternehmen aus.
Das Modell «Tropenhaus» hat in der Schweiz bereits Nachahmer gefunden. So sind beispielsweise die Vorbereitungsarbeiten für das Tropenhaus Frutigen bereits fortgeschritten. Ein weiteres, ähnliches Projekt in Bodio befindet sich in der Anfangsphase. Weiter auf dem Modell aufbauende Projekte sind zudem im Ausland in Vorbereitung.

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Bild: regiosuisse.

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