Vernetzt in die Zukunft – Das Lötschental im Einklang mit dem UNESCO-Weltnaturerbe (Regio-Plus-Projekt von 2006 bis 2011)

Die Akteure des Regio-Plus-Projekts «Vernetzt in die Zukunft» wollen das wirtschaftliche Potenzial des Lötschentals umfassend nutzen. Partner aus Tourismus, Landwirtschaft und Gewerbe suchen dabei nach neuen Kooperationsmöglichkeiten. Den Rahmen für die Zusammenarbeit bildet die Vermarktung des Tals als UNESCO-Weltnaturerbe «Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn».

Trägerschaft

Gemeinde Ferden, Kippel, Wiler, Blatten

Kurzbeschrieb des Projekts

Das touristische Potenzial des Lötschentals ist zurzeit noch nicht ausgeschöpft. Die Auslastung der Gästezimmer ist oft unbefriedigend − vor allem die Betten in der Parahotellerie bleiben im Sommerhalbjahr oft leer. Auch in der Landwirtschaft sind neue Impulse gefragt: Der Sektor kämpft mit Überalterung, zudem wird der Beruf «Landwirt» nur noch vereinzelt als Vollzeittätigkeit ausgeübt. Das Lötschentaler Gewerbe ist kleinstrukturiert und die damit erzielte Wertschöpfung gering. Unter Berücksichtigung des regionalen Auftritts als UNESCO-Weltnaturerbe wollen die Akteure des Projekts «Vernetzt in die Zukunft» diese Schwächen untersuchen und Lösungsansätze erarbeiten.

Hauptziel des Projekts «Vernetzt in die Zukunft» ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft über die Eckpfeiler Tourismus, Landwirtschaft und Gewerbe. Die Projektteilnehmer wollen bestehende Ressourcen besser ausschöpfen und aktiv Synergien fördern. Das Projekt besteht aus zahlreichen Teilen:

Die Landwirtschaft soll sich konsequent nach den Bedürfnissen des Marktes ausrichten. Die Beteiligten wollen Produktionskreise schliessen und neue Produkte schaffen. Zudem werben die Akteure für die Verwendung einheimischer landwirtschaftlicher Produkte in der Region. Die Region verfügt über eine aufwändig sanierte Säge, Mühle und Walche. Diese historisch wertvollen Einrichtungen sind heute zwar vollständig funktionstüchtig, sie wurden bisher jedoch nicht für den Produktionskreislauf vom Anbau des Roggens bis zur Herstellung des Brots eingesetzt. Den Einsatz der Einrichtungen wollen die Projektpartner publikumswirksam vermarkten.

In weiteren Teilprojekten erarbeiten die Teilnehmer regionale Leitlinien zum Umgang mit Natur und Kulturgütern. Eine zentrale Anlaufstelle soll die wissenschaftlichen Arbeiten in der Region zu Themen wie Klimaänderung, Permafrost, Niederschläge etc. koordinieren. Ein Informationszentrum wirbt für die Eigenschaft des Lötschentals als UNESCO-Weltnaturerbe. Hier erhalten Touristen auch Informationen über geplante Attraktionen wie einen Wald- und Holzlehrpfad-, einen Geologie- und einen Gletscherlehrpfad. Siedlungs- und Verkehrsentwicklung sowie die Kooperation zwischen den einzelnen Gemeinden in der Region sind weitere Tätigkeitsfelder der Projektteilnehmer.

Das Projekt soll einzelnen nur saisonal angestellten Personen eine Ganzjahresbeschäftigung ermöglichen. Zudem werden neue Teil- oder Vollzeitstellen geschaffen.

Projektdauer

2006 bis 2011

Projektierte Gesamtkosten

CHF 1'934'000.–

Kontakt

Richard Ritler
3917 Kippel
Tel. +41 (0)27 939 11 39

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Bild: regiosuisse.

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