Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Interreg Europe

Wissensaustausch (Interreg Europe)

Interreg Europe (vormals Interreg C) fördert den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen regionalpolitischen Akteuren quer durch Europa: Er soll nationale und regionale Programme der Kohäsions- beziehungsweise der Regionalpolitik stärken und effizienter machen. Damit wird das frühere Programm Interreg C in angepasster Form weitergeführt.

Auch völlig unterschiedliche Regionen Europas stehen oft vor sehr ähnlichen Herausforderungen bei der Stärkung der Regionalwirtschaft. Bei der Suche nach Lösungen kann ein Blick über die Grenzen hilfreich sein. Das Programm Interreg Europe (IR-E) bietet dabei Unterstützung. Es schafft für Akteurinnen und Akteure der Regionalpolitik in ganz Europa einen Rahmen zum Wissens- und Erfahrungsaustausch («Policy Learning») über regionalpolitische Praktiken. IR-E-Projekte sollen so Anstösse für neue regionalpolitische Ansätze oder die Weiterentwicklung einer Politik liefern.


Ziele

Das Programm IR-E fokussiert auf vier Schwerpunkte:

  • Politik zur Stärkung von Innovation sowie Forschung und technologischer Entwicklung 
  • Politik zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU 
  • Politik zur Unterstützung des Wandels zu einer CO2-armen Wirtschaft 
  • Politik für Umweltschutz und Förderung der Ressourceneffizienz 

Die Schwerpunkte «Innovation sowie Forschung/technologische Entwicklung» und «Wettbewerbsfähigkeit der KMU» sind aus NRP-Sicht besonders interessant. Denkbare Themen für Projekte in diesen Bereichen sind: regionale Governance-Modelle für KMU-Innovationssysteme, Aufbau strategischer Managementkompetenz für die Innovation, Verbesserung der Kooperation zwischen Unternehmen und Hochschulen, neue Ideen für den Innovationstransfer oder den Aufbau einer regionalen Innovationsstelle usw. 

Für jedes Schwerpunktthema des Programms wird eine Plattform aufgebaut, sogenannte «Policy Learning Platforms», die das Know-how aus den Projekten bündelt und für Interessierte aufbereitet. Die so entstehenden Kompetenzzentren können den Regionen Dienstleistungen wie Peer Reviews, die Vermittlung von Projektpartnern, Hilfe beim Aufbau regionaler Innovationszentren oder bei der Integration von Hochschulen in Innovationssysteme anbieten. Auch die Erkenntnisse aus dem Vorgängerprogramm Interreg IV C sollen über die Plattformen breiteren Kreisen zugänglich gemacht werden.


Schweizer Beteiligung und Kontaktstelle

Die Erkenntnisse aus IR-E-Projekten sollen die Wirkung der NRP verbessern. Die Mittel des SECO stehen Akteurinnen und Akteuren zur Verfügung, die regionalpolitische Massnahmen für den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer konzipieren oder umsetzen. Angesprochen sind etwa kantonale Behörden und Regionalmanagements, aber auch Akteure, die Teil eines Regionalen Innovationssystems sind, wie «Innovation Enablers», Intermediäre für den Wissens- und Technologie-Transfer (WTT), Clusters oder Start-ups, regionale Handelskammern und Hochschulen, sofern sie einen konkreten Auftrag der Politik zur Ausarbeitung regionalpolitischer Massnahmen haben. 

Als Kontaktstelle fungiert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO, siehe rechte Spalte).

Im Rahmen des Programms erfolgen voraussichtlich drei bis fünf Ausschreibungen im Zeitraum Frühjahr 2015 bis zirka 2018. Akteurinnen und Akteure aus der Schweiz sind als Projektpartner, jedoch nicht als Lead-Partner, zugelassen. Eine frühzeitige Kontaktnahme mit potenziellen EU-Partnern ist deshalb angezeigt.

Die Teilnahme an einem IR-E Projekt bedeutet:

  • die Teilnahme an Treffen zum Erfahrungsaustausch
  • die Erarbeitung eines Aktionsplans, der das im Netzwerk erworbene Wissen in regionalpolitische Massnahmen umsetzt
  • die Einbindung der massgebenden politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger der Region zur Umsetzung des Aktionsplans

Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de 

Ansprechpartner bei Fragen:

Cyril Lyner

Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Cyril Lyner
+41 58 464 73 50
interregeurope@interreg.ch

Kennzahlen

  • Beteiligte Staaten: alle EU-Staaten, Schweiz und Norwegen
  • 519 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner 
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