Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Wissensstadt Davos (Regio-Plus-Projekt 2004 bis 2007)

Als Tourismusdestination und als Standort für Kongresse ist die Stadt Davos bereits heute über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Dennoch bietet die flächenmässig zweitgrösste Gemeinde der Schweiz ihren Einwohnern noch zu wenig wirtschaftliche Perspektiven. Der Markt für das einheimische Gewerbe ist eng, und die Zahl bedeutender internationaler Firmen klein. Stellen für hochqualifizierte Arbeitskräfte sind eher dünn gesät. Die Initianten des von Regio Plus unterstützten Projekts «Wissensstadt Davos» sind davon überzeugt, dass Davos sein wirtschaftliches Potenzial in den Bereichen Bildung und Tourismus noch besser nutzen könnte. Projektziel ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft. Längerfristig sollen neue Arbeitsplätze entstehen und bestehende gesichert werden. Dabei sind die Voraussetzungen für entsprechende Angebote vorhanden: Kliniken und Bildungsinstitute haben im Raum Davos ihre Niederlassungen, die Davoser Hotellerie verfügt über eine sehr gute Seminarinfrastruktur.

Trägerschaft

Verein «Wissensstadt Davos»

Beteiligte Partner/Kooperation

Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO Forschungsinstitut), Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF), Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF), Physikalisch-Meterologisches Observatorium Davos, Weltstrahlungszentrum (PMO, WCR), Schweizerische Text Akademie

Beteiligte Branchen/Gruppen

Forschung und Bildung, Tourismus

Projektbeschrieb

Die Region Davos will künftig auf dem nationalen und internationalen Forschungs- und Bildungsmarkt eine bedeutende Rolle spielen. Neben dem bewährten und in der Region etablierten Sport-, Kongress- und Kulturtourismus soll der Bildungstourismus zu einem weiteren wirtschaftlichen Standbein werden. Qualifizierte Arbeitsplätze in den Bereichen Tourismus und Bildung sollen den regionalen Arbeitsmarkt bereichern. Zudem wollen die Projektinitianten dem Verlust von hochqualifizierten Fachkräften aus der Region (Brain Drain) entgegenwirken. Die Idee ist nicht aus der Luft gegriffen: Bereits heute wirbt Davos mit Forschungs-, Aus- und Weiterbildungsinstitutionen von nationaler Bedeutung. Untereinander pflegen die Institutionen enge Kontakte und auch auf nationaler und internationaler Ebene bestehen gute Beziehungen zu wissenschaftlichen Institutionen wie Universitäten und Kliniken.
Die Projektträger wollen diese bestehenden Aktivitäten unter der Marke «Wissensstadt Davos» bündeln, ausbauen und kräfteraubende Doppelspurigkeiten vermeiden. Eine Voraussetzung dafür ist die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Chur.
Ein grosser Teil der für die «Wissensstadt Davos» nötigen Infrastruktur ist zwar bereits heute vorhanden, sie wird jedoch noch zu wenig genutzt. So sind zum Beispiel viele Seminarräume nur in den Wintermonaten gut belegt. In den Sommermonaten stehen sie oft leer. Bereits eine bessere Auslastung der bestehenden Angebote würde der Region viel bringen.
Zudem wollen die Projektträger die Region mit neuen Bildungsangeboten und Anlässen für ein breites Publikum noch attraktiver gestalten: Innerhalb von fünf Jahren sollen in Davos unter anderem zwei neue Weiterbildungskongresse entstehen, die nach weiteren fünf Jahren selbsttragend sein müssen. Aber auch die Aktivitäten im Bereich Tourismus sollen Früchte tragen: Die Projektträger erhoffen sich von ihrem Massnahmenpaket in der Region eine Steigerung der Logiernächte um 2 Prozent im Sommer und um 10 Prozent im Winter.

Projektdauer

2004 bis 2007

Projektierte Gesamtkosten

CHF 1'200'000.–

Kontakt

Maria von Ballmoos-Wehrli
Brüche
7270 Davos Platz
Tel. +41 81 413 14 81
Fax: +41 81 413 14 81
maria.vonballmoos@bluewin.ch

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Bild: regiosuisse.

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