Grundsätze der kohärenten Raumentwicklung

Die Leitideen der kohärenten Raumentwicklung

Das gemeinsam von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden erarbeitete Raumkonzept Schweiz dient als Orientierungsrahmen für die Raumentwicklung der Schweiz und ist die Grundlage für die kohärente Raumentwicklung. Diese basiert auf fünf Leitideen.

Um die räumlichen Herausforderungen ganzheitlich und koordiniert anzugehen, haben Bund, Kantone, Städte und Gemeinden das Raumkonzept Schweiz entwickelt. Die Vision des Raumkonzepts Schweiz besteht darin, die Vielfalt, die Solidarität und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu erhalten und zu stärken. Dazu wird unter anderem ein Denken und Planen in stadt-land-übergreifenden Handlungsräumen angeregt.

Darauf basierend richtet sich die kohärente Raumentwicklung nach folgenden Leitideen:

Raumwirksame Politiken aufeinander abstimmen
In jedem Raum wirken verschiedene Politiken auf unterschiedliche Ziele hin. Diese müssen aufeinander abgestimmt werden, damit der Raum kohärent weiterentwickelt werden kann.
Synergien nutzen – Konflikte reduzieren
Im Zusammenspiel zwischen Politiken gilt es, Synergien zu nutzen und Konflikte zu reduzieren. Durch frühzeitigen Austausch und rücksichtsvolles Planen können die Politiken und Massnahmen so weiterentwickelt werden, dass sie sich gegenseitig ergänzen und dass weniger Konflikte entstehen. Vollständig können letztere nicht ausgeräumt werden, unterschiedliche Zielsetzungen und Raumnutzungen im selben Gebiet werden immer zu Interessenkonflikten führen. So wird beispielsweise der Ausbau von grossen Verkehrs-, Energie- und Tourismusinfrastrukturen auch in Zukunft oft in Konflikt mit gewissen Schutzbestimmungen geraten. Die Koordination und Abwägung der verschiedenen Interessen ist deshalb umso wichtiger
 
Zentren und Umland vernetzen
Städte und ländliche Räume und Berggebiete sind heute stark vernetzt und ihre Herausforderungen und Entwicklungen sind eng gekoppelt. Die Aktivitäten und Dienstleistungsangebote der Zentren strahlen oft in das Umland aus, gleichzeitig nutzen Städterinnen und Städter die Erholungsangebote des ländlichen Raumes und der Berggebiete. Durch Pendlerbeziehungen sind Stadt- und Land ebenfalls eng vernetzt. Diese Vernetzung gilt es aufrechtzuerhalten und zu verbessern.
In funktionalen Räumen denken und handeln
Gemeinden und Regionen sind häufig durch unterschiedlichste soziale, wirtschaftliche und/oder kulturelle Beziehungen verflochten. Diese Räume gilt es als Ganzes zu betrachten und Projekte und Massnahmen entsprechend zu entwickeln. Die funktionalen Beziehungen überschreiten oft Gemeinde- oder sogar Kantons- und Landesgrenzen.
Regionale Stärken fördern
Jede Region hat ihre Stärken: Diese gilt es zu identifizieren, strategisch zu nutzen und weiterzuentwickeln. Jede Region hat dabei unterschiedliche Vorzüge – die verschiedenen regionalen Stärken tragen als Ganzes zu einer kohärenten Raumentwicklung der Schweiz bei.

Titelbild: Joujou / pixelio.de

Bild: regiosuisse.

Projektdatenbank: Neue Projekte und neues Gewand

Über 400 neue Projekte und ein überarbeitetes Design: Die NRP-Projektdatenbank von regiosuisse kommt erweitert und in einem neuen Gewand daher, neue Projekte werden laufend integriert.
Artikel teilen