The platform for regional development in Switzerland

Standortmarketing Obwalden

Der Kanton Obwalden will sich dem verschärften Standortwettbewerb stellen und sich als Wohnort, Wirtschaftsstandort und Tourismusdestination besser verkaufen. Ziel der Projektträger ist es, die Kräfte branchen- und sektorübergreifend zu bündeln, die Zusammenarbeit aller Akteure zu fördern und Aktivitäten zu lancieren, die das Image des Kantons verbessern. Dazu gehören ein Internetauftritt, die Zusammenarbeit mit ausgewählten Bildungsinstitutionen, ein Medienseminar für Unternehmer und Politiker, ein Informationspool, ein modernes grafisches Erscheinungsbild, Medienarbeit und andere PR-Massnahmen etc. Gegen innen soll das Projekt dazu beitragen, das Selbstbewusstsein der Bevölkerung zu stärken.

Auswirkungen des Projekts

... auf den Arbeitsmarkt/auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Rund die Hälfte der Arbeitsplätze im Sarneraatal sind in Branchen angesiedelt, die einem erhöhten Strukturanpassungsdruck ausgesetzt sind (Baugewerbe und nachgelagerte Branchen, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft). Angesichts der unterdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit (November 1998: 1,2%) geht es primär darum, ein qualitatives Wachstum sicherzustellen und die Wirtschaftsstruktur zu optimieren. Im Vordergrund stehen vier Ziele:

  • Wettbewerbsvoraussetzungen bestehender Unternehmen verbessern.
  • Qualifizierte Arbeitskräfte von den Qualitäten des Standorts Obwalden überzeugen
  • Neue KMUs aus Zukunftsbranchen ansiedeln
  • Tourismusdestination bekannter machen

Sämtliche Massnahmen zielen darauf ab, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten.

... auf die Umwelt

Die Projektträger streben ein qualitatives Wachstum unter Schonung der natürlichen Ressourcen an. Ziel ist es, Umwelt- und Lebensqualität zu steigern.

Trägerschaft

IG Standortmarketing Obwalden (Regionalentwicklungsverband Sarneraatal REV, Kanton Obwalden, Kulturkommission Obwalden, Industrie- und Wirtschaftsvereinigung Obwalden, Obwalden Tourismus, Gewerbeverband Obwalden, Wirtschaftsförderung Obwalden).

Der Regionalentwicklungsverband Sarneraatal (REV) hält in seinem Schlussbericht zum Entwicklungskonzept 2 fest: «Die überregionale Ausstrahlung des Kantons Obwalden ist bescheiden. Die Region gilt einerseits als räumlich abgeschieden, andererseits werden die intakte Umwelt und die hohe Wohnqualität positiv eingeschätzt. Bisher waren im Sarneraatal nur wenige imagefördernde Aktivitäten zu registrieren ...». Die Anstrengungen Obwaldens konzentrieren sich – ausser im Tourismus – auf die Schweiz. International ist die Region unbekannt. Die wichtigsten Schwachstellen sind:

  • Ungenügende Koordination und Zusammenarbeit der beteiligten Akteure
  • Fehlende Kernbotschaft
  • Zu wenig Aktivitäten und Ereignisse mit internationaler Ausstrahlung
  • Bekanntheitsgrad des Kantons Obwalden allgemein im In- und Ausland steigern
  • Bekanntheitsgrad des Kantons Obwalden als attraktive Feriendestination im In- und Ausland steigern   
  • Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte fördern
  • Bekanntheitsgrad des Kantons Obwalden als attraktive Feriendestination im In- und Ausland steigern
  • Sympathie für Volk, Lebensart, Kultur, Landschaft, Produkte, Wirtschaft und Institutionen fördern
  • Attraktive Bedingungen schaffen für unternehmerische Initiative, die Ansiedlung von Betrieben sowie für die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Projektdauer: 1999 bis 2001

Folgende Aktivitäten sind unter anderen vorgesehen:

  • Durchführung eines Medienseminars
  • Internetauftritt
  • Jährliches Ruderereignis auf dem Sarnersee
  • Kontakte zu ausgewählten Schweizer Bildungsinstitutionen
  • PR-Aktion für potenzielle Absatzmittler bei Investitionsentscheiden
  • Material- und Informationssammlung
  • Unterstützung bei der medialen Verwertung herausragender Obwaldner Leistungen
  • Dokumentation für Partner/innen von Kadermitarbeiter/innen
  • Einheitliches grafisches Erscheinungsbild/Kernbotschaft

Mit dem Kanton Obwalden werden heute nebst Land- und Forstwirtschaft auch Zukunftsbranchen wie die Mikrotechnologie assoziiert. Damit ist ein wesentliches Ziel des Regio-Plus-Projekts erfüllt, nämlich das Image des Kantons zu korrigieren und zu modernisieren. Heute wird Obwalden von relevanten Zielgruppen als potenziell attraktiver Wirtschaftsstandort wahrgenommen.

Wirtschaftlich

Über die Dauer des Projekts haben sich im Kanton Obwalden 40 neue Betriebe angesiedelt, die rund 180 neue Arbeitsplätze schufen. Mittelfristig wird mit einem Beschäftigungspotenzial von 400 bis 500 Personen gerechnet, von denen rund ein Drittel hochqualifiziert sein dürften. Besonders erfreulich sind die Ansiedlungen in der Mikrotechnologie. Flaggschiff dieser Branche ist das Micro-Center Central Switzerland, das heute rund 80 Personen beschäftigt und weitere branchenverwandte Betriebe angezogen hat. Im Kanton Obwalden ist ein eigentliches Kompetenzzentrum zur Mikrotechnologie entstanden, das in den Medien grosse Beachtung fand. Diese positive Berichterstattung hat dem Standortmarketing zusätzliche günstige Impulse verliehen.

Im Tourismus wurde die lokale Tourismusorganisation «Obwalden Tourismus» in die regionale Destination «Vierwaldstättersee – Lake Lucerne» überführt. Die bisherigen Erfahrungen sind positiv. Es bestehen gute Aussichten, dass Obwalden als Tourismus-Standort besser wahrgenommen wird.

Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten

Im Rahmen des Regio-Plus-Projekts «Standortmarketing Obwalden» sind Ideen für Unterprojekte nur dann umgesetzt worden, wenn sie von Partnern aus Wirtschaft, Kultur, Tourismus, anderen privaten Sektoren oder von der öffentlichen Hand finanziell mitgetragen wurden. Dieser Mechanismus hat sich als sehr effizient erwiesen.

ext_project.provinces
Obwalden
ext_project.measures
Tourismus
Bildungswirtschaft
ext_project.programme
Regio Plus
ext_project.duration
01.01.1999 - 31.12.2001
ext_project.costs
CHF 400'000.-
ext_project.contactData

Peter Zumstein
Güterstrasse 3
6061 Sarnen

pzm@bluewin.ch

Regio Plus war ein Vorgängerprogramm der Neuen Regionalpolitik (NRP). Regio Plus war ein Impulsprogramm zur Unterstützung des Strukturwandels im ländlichen Raum und lief von 1997 bis 2007.
Share article