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Ausbildung Betreuungsleistungen im ländlichen Raum

Immer mehr erbringen Bauernfamilien auch Dienstleistungen im Bereich der Resozialisierung Straffälliger, der Rehabilitation Drogensüchtiger sowie der Betreuung von Behinderten, Senioren und Pflegekindern. Einen entsprechenden Ausbildungsgang gibt es allerdings nicht. Dies wollen die kantonalen landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentren (LBBZ) und die Landwirtschaftliche Beratungszentrale Lindau (LBL) ändern. Ihr Ziel ist es, zusammen mit sozialen Fach(hoch)schulen in der ganzen Schweiz Lehrgänge zu realisieren, die vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) anerkannt sind. Die Ausbildung soll Interessierten ein fundiertes Know-how vermitteln und sie befähigen, qualitativ hoch stehende Betreuungsleistungen zu erbringen. Die Projektverantwortlichen haben das Emmental als Pilotregion für den ersten Ausbildungsgang gewählt, weil diese Art der Betreuung hier bereits seit einiger Zeit von verschiedenen Bauernfamilien angeboten wird. Der erste Lehrgang wird am Inforama Emmental in Zusammenarbeit mit der Abteilung Sozial- und Sonderpädagogik der BFF Bern (Berufs-, Fach und Fortbildungsschule Bern) durchgeführt. 

Auswirkungen des Projekts

... auf den Arbeitsmarkt

Die Ausbildung qualifiziert laufend neue bäuerliche Familien, soziale Betreuungsleistungen zu erbringen. Damit eröffnet sich den Absolventen eine neue Einkommensquelle, wodurch die Abwanderung von sozial engagierten Leuten aus der Region vermieden werden kann. In der Region entsteht ein neues Weiterbildungsangebot.

... auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Das Projekt trägt dazu bei, qualifizierte Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Gleichzeitig haben landwirtschaftliche Betriebe die Möglichkeit, in den Gesundheitssektor zu diversifizieren und dadurch die regionale Wertschöpfung zu erhöhen.

Obiettivi ed effetti attesi

Allgemeine Ziele:

  • Der dreisemestrige Pilot-Lehrgang im Emmental soll 16 bis 20 Personen das nötige Know-how für qualifizierte Betreuungsleistungen vermitteln.
  • Die Erfahrungen des ersten Lehrgangs sollen für die Durchführung von Folgekursen im Emmental und in anderen Regionen der Schweiz genutzt werden.

Qualitätsziele:

Die Ausbildung soll:

  • vom BBT anerkannt werden 
  • berufsbegleitend und praxisbezogen sein, d. h. die Bauernfamilien betreuen jemanden bereits während der Ausbildung
  • dezentral angeboten werden
  • in Zusammenarbeit mit einer Fach(hoch)schule für Soziales angeboten werden
  • den Absolventinnen und Absolventen eine allgemeine Basis für ihre Betreuungsarbeit bieten und Einblick in die Bandbreite möglicher Betreuungsangebote im ländlichen Raum  geben
  • der individuellen Situation der Absolventen, insbesondere ihrer Schulbildung und Berufserfahrung angepasst sein
  • dazu beitragen, die Stadt-Land-Kooperation zu verstärken
Cantone
Berna
Tema
Economia agricola
Formazione e sanità
Altri temi
Programma
Regio Plus
Durata del progetto
01.05.1999 - 31.12.2003
Costo
CHF 353'000.–
Contatto
Inforama Emmental
Marlies Budmiger-Stirnemann
Bäregg
3552 Bärau
Svizzera
Berna
+41 34 409 37 11
marlies.budmiger@vol.be.ch
Regio Plus era un programma di impulso volto a sostenere il cambiamento strutturale nelle aree rurali. Il programma, lanciato nel 1997 si è concluso nel 2007 ed è stato sostituito dalla Nuova politica regionale (NPR).
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