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NRP-Massnahmen und -Aktivitäten im Zuge der Corona-Krise

Bund und Kantone haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Massnahmen geprüft und in die Wege geleitet, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. Dazu zählen auch Sofortmassnahmen im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP). Sie sollen ‒ in Ergänzung zu den weiteren Massnahmen ‒ helfen, die wirtschaftlichen Herausforderungen in den ländlichen Räumen, Berggebieten und Grenzregionen der Schweiz zu bewältigen.

Unter anderem werden folgende Massnahmen und Aktivitäten im Rahmen der NRP umgesetzt:

  • Stundung der Amortisationen von NRP- und IHG-Darlehen: Wertschöpfungsorientierte Infrastrukturvorhaben, die die Standortattraktivität steigern, können mit Darlehen der Neuen Regionalpolitik (NRP) unterstützt werden. Dazu gehören beispielsweise touristische Transportanlagen, Seminar- und Kongressinfrastrukturen oder Sportanlagen von überregionaler Bedeutung. In den Zielgebieten der NRP sind zurzeit ca. 540 Mio. Franken Bundesdarlehen in Projekten investiert. Um die Liquidität der Darlehensnehmer in der Zeit der Corona-Krise zu stärken, erlaubt der Bund den Kantonen, die NRP-Amortisationen 2020 und bei Bedarf auch 2021 zu stunden. Die Laufzeit der Darlehen kann entsprechend verlängert werden. Gestundet werden können auch die Amortisationen von Darlehen, die im Rahmen des Investitionshilfegesetzes (IHG) vergeben wurden. Stundungsgesuche sind bei den kantonalen NRP-Fachstellen einzureichen. Die Kontaktadressen finden Sie in der Expertendatenbank.
  • Spezifische Coaching-Angebote der RIS: Seit dem Lockdown im März 2020 haben die Regionalen Innovationssysteme (RIS) ihre Coaching-Programme ganz auf die Bewältigung der Corona-Krise ausgerichtet. Zurzeit ist die Liquiditätssicherung der KMU und Startups das zentrale Thema, und wird dies wohl noch eine Weile bleiben. Die Innovationsberaterinnen und -berater unterstützen die Unternehmen ausserdem im Bemühen, die Krise als Chance für Prozessoptimierungen und für Transformations- und Innovationsprojekte zu nutzen. Mehr dazu im Artikel «Mit Innovations-Coaches die Krise meistern».
  • Spezialauswertungen zu den regionalwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise: Kenntnisse darüber, wie sich die Corona-Krise auf die verschiedenen Branchen und Regionen der Schweiz auswirkt, bilden eine Basis für den Entscheid, welche Massnahmen zur Bewältigung angezeigt sind. Im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) erstellt regiosuisse zurzeit regionalökonomische Spezialauswertungen zu den Auswirkungen der Corona-Krise. Die Auswertungen sind auf der regiosuisse-Website publiziert und werden jeweils aktualisiert, sobald neue Daten vorliegen.
  • Massnahmen im Rahmen laufender und neu lancierter NRP-Projekte: Zahlreiche Projekte, die von Bund und Kantonen mit NRP-Geldern unterstützt werden, leisten ebenfalls einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise. Sie zeigen zuweilen eindrücklich, wie schnell mit NRP-Projekten auf die Krise reagiert werden konnte: zum Beispiel «TalentisLAB», das kurzfristig spezielle Coachings und interaktive Online-Konferenzen ins Leben rief, um die Tourismusakteure im Jurabogen bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen zu unterstützen oder die Online-Plattform «mehr-uri.ch», die innert Tagen auf die Beine gestellt wurde. Mehr dazu im Artikel «Aus dem NRP-Projekt «mehr-uri.ch» wird mehr».

Kennen Sie weitere interessante Beispiele im Rahmen von NRP-Projekten, die gezielt zur Bewältigung der Corona-Krise beitragen? Dann melden Sie uns diese. Kontakt: info@regiosuisse.ch

 

Weitere Informationen zu den Massnahmen des Bundes zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise finden Sie auf der Website des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO).

 

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