Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

NANOTRANSMED - Innovation in der Nanomedizin: von der Diagnose zur Implantologie

Die vielversprechende wissenschaftliche Dynamik der Nanowissenschaften bereichert die Medizin. Basierend auf neuen Ansätzen und dank dem Rückgriff auf Nanoobjekte ist es heute möglich, innovative Lösungen zur effektiven Behandlung von Patienten zu schaffen. Im diagnostischen Bereich kanndie Verbesserung der Effizienz von Targeting-Bildgebungssonden erreicht werden, um eine Vielzahl an Krankheiten wie bspw. Krebs vorzeitig zu diagnostizieren. Auch ist die Entwicklung theranostischer Nanoobjekte möglich, die in der Lage sein werden, Diagnose und Behandlung auf wirksame Art und Weise zu kombinieren Weiter können durch die in diesem Projekt vorgeschlagene Technolgie dendritische Materialien innovative Lösungen erbringen um die Veränderung der robusten Antihaftoberflächen von zahlreichen Implantanen zu vermeiden, beispielsweise durch mikrobielle Besiedlungen. Jeder zwanzigste stationäre Patient erkrankt in einem Spital an einer Infektion. Diese polyvalenten Makromoleküle besitzen inhärente Parameter, die je nach Bedarf kontrolliert und verändert werden können und bieten unübertroffene kooperative und multivalente Eigenschaften, die einem biokompatiblen Nanoobjekt spezifische Möglichkeiten in Targeting und Behandlung einbringen.

Das Projekt möchte sich den Herausforderungen einer frühzeitigen Diagnose von Krankheiten und der Verfolgung des Entzündungsverlaufs und des Verlaufs der Gefässbildung nach der Implantation stellen. Ziel ist es, die Behandlung der Patienten zu verbessern. Tatsächlich ermöglicht dieser multifunktionale Ansatz mit einem einzigen Werkzeug der Nanomedizin eine erhöhte Stabilität in vivo, eine reduzierte Toxizität, spezifische Kapazitäten der Eingrenzung sowie die Erreichung antibakterieller Eigenschaften.

Dendritische MRT- und Ultraschallsonden können so für die frühe und gezielte Diagnose und die Behandlung von Krebs durch Kombinationstherapie sowie für die Visualisierung von Entzündungseffekten von Implantaten entwickelt werden. Zudem geht es um die Entwicklung von intelligenten, da sich selbst verteidigenden, dendritischen Implantaten, um die mikrobielle Besiedlung bei der Einsetzung künstlicher Implantate zu vermeiden. Durch die Beteiligung von Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft im Gesundheitssektor können Forschungspotentiale vernetzt und der Wissens- und Techonologietransfer gefördert werden. Die innovativen Ergebnisse können am Ende des Projekts direkt von den Krankenhäusern in Basel und Freiburg angewandt werden. Zudem stärkt die aus der Vernetzung der Forschungspotentiale hervorgehende medizinische Verbesserung die nationale und internationale wissenschaftliche Ausstrahlung des Oberrheingebiets im Bereich der Nanomedizin. Vor allem durch die Beteiligung der Wirtschaft am Projekt kann ein Beitrag zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von KMU und somit auch zur Erhaltung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region geleistet werden.
Kanton
Basel-Stadt
Basel-Landschaft
Thema
Gesundheitswirtschaft
Programm
Interreg
Projektdauer
01.11.2016 - 31.10.2019
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 690'771.70
Förderung Bund
CHF 207'228.30
Gesamtkosten EU
€ 3'957'118.–
Kontakt
Universitätsspital Basel
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
Artikel teilen