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Werkzeitraum

Die Verantwortlichen des Regio-Plus-Projekts Werkzeitraum setzen auf fast vergessene Stärken der ländlichen Wirtschaft: Sie entwickeln auf Handarbeit basierende Produkte und bauen eine neue Ausbildung für traditionelle Handwerksberufe auf. Werkzeitraum eröffnet Handwerksbetrieben neue Absatzmöglichkeiten und sichert so Arbeitsplätze in ländlichen Regionen. Mit der Lancierung einer neuen Ausbildung für Handwerksberufe wollen die Beteiligten die Struktur der ländlichen Wirtschaft stärken.

Neue Produkte

Ein Schwerpunkt des Projekts bildet die Entwicklung neuer, auf Handwerksarbeit basierender Produkte. Ein Beispiel dafür sind aus Handarbeit hergestellte Computergehäuse: Moderne Designerhüllen sollen die allgegenwärtigen grauen Computertürme ersetzen. «Zurzeit arbeiten wir an der Umsetzung des Prototyps», sagt Projektleiter Simon Meyer. In Laufe des Projekts wollen die Mitarbeitenden weitere Produkte realisieren. Interessierte sollen zudem ihr Wunsch-Computerdesign unter Anleitung von Experten selber umsetzen können.

Ausbildung für Handwerksberufe

Ein weiteres Teilprojekt von Werkzeitraum ist die Entwicklung einer neuen Ausbildung für handwerkliche Berufe. Mangels Nachfrage hat das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie in den vergangenen Jahren zahlreiche traditionelle Ausbildungen aus seinem Angebot gestrichen. Mit einem neuen Konzept wollen die Projektakteure die bedrohten Berufe erhalten. «Handwerksbetriebe werden als weniger stark und als weniger wichtig wahrgenommen als die Grosskonzerne», erklärt Meyer, «für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region spielen sie jedoch meist die wichtigere Rolle.»

Forschung und Analyse

Um traditionelles Handwerkswissen auch für künftige Lehrlinge zugänglich zu machen, sammeln und analysieren die Mitarbeitenden von Werkzeitraum historisches Material zu unterschiedlichen Berufen. Gemeinsam mit dem Schweizerischen Landesmuseum und dem Archäologischen Institut der Universität Zürich und anderen Partnern im In- und Ausland wird zudem eine Werkzeugdatenbank erstellt. Im Vordergrund steht dabei weniger das heimatschützerische Bewahren alter Traditionen als vielmehr die wirtschaftliche Nutzbarkeit alten Wissens.

Trägerschaft

Trägerverein Schweizerisches Kompetenzzentrum für historisches Handwerk

 

Involvierte Akteure

  • Tourismus
  • Gewerbe
  • Handel
  • Wissenschaft
  • Bildung
Kanton
Luzern
Thema
Bildungswirtschaft
Programm
Regio Plus
Projektdauer
01.01.2006 - 31.12.2009
Projektkosten
CHF 912'000.–
Kontakt
Schweizerisches Kompetenzzentrum für historisches Handwerk
Simon Meyer
Kapuzinerweg 5
6170 Schüpfheim
Schweiz
+41 41 485 00 44
simon.meyer@werkzeitraum.ch
Regio Plus war ein Vorgängerprogramm der Neuen Regionalpolitik (NRP). Regio Plus war ein Impulsprogramm zur Unterstützung des Strukturwandels im ländlichen Raum und lief von 1997 bis 2007.
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