Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Standortmarketing Schwarzbubenland

Bisher blieb die regionale Entwicklung im Schwarzbubenland weitgehend dem Zufall überlassen. Dies vor allem weil es an einer Plattform für die Zusammenarbeit der Gemeinden fehlte und Projekte deshalb meistens unabhängig voneinander durchgeführt wurden. Erstmals haben sich nun die insgesamt 23 Gemeinden verpflichtet, die strukturellen Probleme gemeinsam anzugehen und die Standortattraktivität des Schwarzbubenlandes als Wirtschafts- und Wohnregion zu steigern. In einem ersten Schritt geht es darum, die regionalen Ziele zu definieren und ein entsprechendes Leitbild zu erarbeiten, an dem sich das künftige Standortmarketing orientieren soll. Gleichzeitig will man die organisatorischen Voraussetzungen schaffen, um die Kooperation langfristig zu verankern. Dazu gehört unter anderem eine Infoplattform im Internet. Ausserdem soll ein gemeindeübergreifendes Beziehungsnetzwerk aufgebaut werden. Das Ziel ist ein umfassendes Regio-Management, das Projekte lanciert für die Verbesserung der Standortfaktoren. Im Vordergrund stehen dabei: Bildung, Kultur, Sozial- und Gesundheitswesen, Service public sowie infrastrukturelle Vorhaben.

Auswirkungen des Projekts

...auf den Arbeitsmarkt

Die Aufwertung der Region als Wirtschafts- und Wohnstandort trägt dazu bei, die Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte zu verhindern. Mit verstärkter Standortpromotion will man zudem bestehende Unternehmen in der Region halten sowie Neugründungen und -ansiedlungen fördern und so das Arbeitsplatzangebot erhöhen

... auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Um eine eigenständige Entwicklung der Wirtschaft zu ermöglichen und eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung zu erreichen, sollen die Rahmenbedingungen für Unternehmen aller Branchen wesentlich verbessert werden.

Modellcharakter des Projekts

Für das Schwarzbubenland ist das Projekt neuartig. Erstmals haben sich die 23 Gemeinden der Region verpflichtet, die Probleme der strukturellen Veränderungen gemeinsam anzugehen und die wirtschaftliche Entwicklung zielgerichtet zu unterstützen. Durch die Kooperation lassen sich Synergiepotenziale ausschöpfen, und die Förderung der Standortattraktivität wird effizienter.

Trägerschaft

Ammännerkonferenz Dorneck/Thierstein

Ziele und erwartete Wirkungen

Die Projektträger wollen das Schwarzbubenland primär bekannt machen als Standort mit günstigen Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie als familienfreundliche Wohnregion und attraktiver Naherholungsraum. Das Projekt soll dazu beitragen, die Folgen des Strukturwandels zu bewältigen und dadurch die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Region zu erhalten.

Tätigkeiten im Projekt

Vorbereitungsarbeiten

  • Problemstellung/Projektbeschreibung
  • Konsensbildung (Gemeinden Dorneck und Thierstein, Behörden, Wirtschaft)
  • Entscheid der Gemeinden zur Projektdurchführung

Vorbereitung Projektbeginn

  • Organisatorische Massnahmen
  • Personalrekrutierung
  • Detailabsprachen zu Schnittstellen und Zusammenarbeit
  • Formelle Entscheide (Bund/Solothurner Regierungsrat)

Bearbeitung der Projekte mit 1. Priorität und Implementierung

  • Leitbild
  • Marketing- und Promotionskonzept
  • Rahmenbedingungen/Attraktivitätssteigerung
  • Beratende Unterstützung Service public
  • Flankierende Massnahmen: Workshops, Erfa/Info-Meetings und Medienarbeit

Bearbeitung der Projekte mit 2. Priorität und Einführung

  • Marketing- und Promotion: Detailkonzept und konkrete Umsetzung
  • Rahmenbedingungen/Attraktivitätssteigerung: Konkrete Massnahmen
  • Beratende Unterstützung im Bereich Service public
  • Organisationskonzept Regio-Management
  • Flankierende Massnahmen: Workshops, Erfa/Info-Meetings und Medienarbeit

Parallel-Schritte

  • Enge Zusammenarbeit des Projektteams mit der Projektlenkung («Forum Regio Plus Schwarzbubenland») sowie den Gemeinden, der Ammännerkonferenzen und der Wirtschaft
  • Einsatz von Experten und Fachleuten für die Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen sowie Nutzen von Synergien: z. B. Zusammenarbeit mit dem Regio-Plus-Projekt Management Fricktal)
  • Erweiterung des Beziehungsnetzes und Kontaktpflege
  • Aufbau und Vernetzung des Info-Datenbanken
  • Beratende Unterstützung von Einzelinitiativen an der Basis
  • Umsetzung von Lösungen/neue Vorschläge im Rahmen der Projektarbeit
  • Durchführung von Seminaren und Info-Veranstaltungen

Involvierte Akteure

  • Gemeinden/Region
  • Gewerbe
  • Handel
  • Industrie
  • Landwirtschaft
  • Kultur
  • Soziale Institutionen
Kanton
Solothurn
Thema
Agrarwirtschaft
Industrie
Weitere Themen
Programm
Regio Plus
Projektdauer
01.01.2000 - 31.12.2004
Projektkosten
CHF 600'000.–
Kontakt
Wirtschaftsförderung Schwarzbubenland
Fachstellenleiter
Anton Grimm
Höllenstrasse 15
4313 Möhlin
Schweiz
Solothurn
+41 61 851 29 91
agrimm@tiscalinet.ch
Regio Plus war ein Vorgängerprogramm der Neuen Regionalpolitik (NRP). Regio Plus war ein Impulsprogramm zur Unterstützung des Strukturwandels im ländlichen Raum und lief von 1997 bis 2007.
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