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Gastfreundschaft nach Cäsar Ritz

Der aus Niederwald im Goms stammende Hotelpionier Cäsar Ritz hat das Image des Schweizer Tourismus nachhaltig geprägt. Seinen 150. Geburtstag nehmen die Projektträger zum Anlass, um sein idelles Erbe im Goms wieder zu beleben. Mit einer Broschüre, einem Themenpfad, mit Events im Rahmen der Erlebnisgastronomie sowie mit diversen Massnahmen zur Qualitätssteigerung in der Hotellerie soll das Goms für Ausflugs- und Feriengäste attraktiver werden. Für den Ausbildungsbereich wird zusätzlich eine «Cäsar-Ritz-Modellstunde» realisiert. Um die Gastfreundschaft nach dem Vorbild von Cäsar Ritz langfristig für die Region nutzbar zu machen, haben sich nicht nur Vertreter aus Tourismus, Hotellerie und Gastronomie, sondern auch aus Landwirtschaft, Gewerbe und Kultur zu diesem Gemeinschaftsprojekt zusammengeschlossen.

Auswirkungen des Projekts

...auf den Arbeitsmarkt

Das Projekt macht die Region Goms deutlich attraktiver für seine Feriengäste, und die Verantwortlichen rechnen mit entsprechend höheren Besucherfrequenzen. Davon profitieren vor allem Hotellerie, Gastronomie und Gewerbe. Dies sichert Arbeitsplätze und schafft neue. Speziell in der Hotellerie und Gastronomie dürfte zudem die Arbeitsplatzqualität gesteigert werden.

...auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Die Zusammenarbeit von Hotellerie, Gastronomie, Landwirtschaft und Gewerbe will die Wertschöpfung in den verschiedenen Branchen steigern. Zudem sollen junge Gommer, die in der Hotellerie oder Gastronomie arbeiten möchten, durch das Projekt motiviert werden, nach ihrer Ausbildung vermehrt wieder in die Region zurückzukehren.

...auf die Umwelt

Das Projekt fördert den bewussten Umgang mit Umweltressourcen und den Absatz landwirtschaftlicher Produkte aus der Region.

Modellcharakter des Projekts

Das Goms wird erstmals über eine Persönlichkeit bekannt gemacht, die man im Ausland wohl besser kennt als in der Schweiz. Zwar weist das Vorgehen gewisse Parallelen auf zu Projekten wie das «Gotthelf-Jahr» oder «Heidiland». Im Unterschied dazu ist die «Gastfreundschaft nach Cäsar Ritz» aber nicht zeitlich beschränkt (Gotthelf-Jahr) und bezieht sich nicht auf eine Legende (Heidiland), sondern auf eine Person, die wirklich gelebt hat. Die Idee, das touristische Angebot mit in Vergessenheit geratenen Persönlichkeiten zu beleben und attraktiver zu machen, lässt sich auch andernorts verwirklichen.

Trägerschaft

Goms Tourismus

Ziele und erwartete Wirkungen

  • Ideelles Erbe von Cäsar Ritz zeitgemäss präsentieren und sich damit bei neuen Zielgruppen und in neuen Zielmärkten profilieren
  • Tagesausflugs- und Feriengästen eine sinnvolle Betätigung anbieten
  • Zusammenarbeit zwischen Tourismus, Kultur und der übrigen Wirtschaft fördern
  • Qualitätsverbesserung
  • Wertschöpfung in Hotellerie, Gastronomie, Landwirtschaft und im Gewerbe steigern
  • Neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen
  • Vermehrte Rekrutierung Jugendlicher für die Gastronomie- und Hotellerieberufe

Tätigkeiten im Projekt

Projektdauer: 3 Jahre (Sommer 1999 bis 2001)

Projektphasen

1. Ideenwerkstatt
2. Konstitution der Projektorganisation
3. Finanzierungsmassnahmen
4. Umsetzung im Hinblick auf den 150. Geburtstag
5. Umsetzung im Hinblick auf die Kontinuität
6. Evaluation und Weiterentwicklung

Kanton
Wallis
Thema
Agrarwirtschaft
Bildung und Gesundheit
Weitere Themen
Tourismus
Programm
Regio Plus
Projektdauer
01.01.1999 - 31.12.2001
Links
Projektkosten
CHF 380'000.–
Kontakt
Geschäftsführer Goms Tourismus
Andreas E. Allenspach
Haus Rondo
3984 Fiesch
Schweiz
027/970 10 70
tourismus@goms.ch
Regio Plus war ein Vorgängerprogramm der Neuen Regionalpolitik (NRP). Regio Plus war ein Impulsprogramm zur Unterstützung des Strukturwandels im ländlichen Raum und lief von 1997 bis 2007.
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