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Lokaler Konsum in der Métropole lémanique

Das Hauptziel des Projekts ist es, die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Agglomerationen und ländlichen Gebieten zu stärken. Im Zentrum steht dabei die Förderung des Konsums lokaler Produkte aus den ländlichen Regionen des Handlungsraums. Dies soll unter anderem über eine Beratung der relevanten Akteurinnen und Akteure oder die Stärkung von Wissens- und Innovationsnetzwerken zu diesem Thema erfolgen. Das Projekt wird im Rahmen des Pilotprogramms Handlungsräume Wirtschaft (PHR Wirtschaft) umgesetzt, welches sich der wirtschaftlichen Bedeutung der im Raumkonzept Schweiz definierten Handlungsräume widmet.

Das übergeordnete Ziel des von den Kantonen Waadt, Freiburg, Genf und Wallis getragenen und von AGRIDEA koordinierten Projekts ist es, den wirtschaftlichen Austausch zwischen Agglomerationen und ländlichen Gebieten zu stärken. Dabei sollen die regionalen Produzenten dabei unterstützt werden, ihre Marktanteile zu wahren. Insgesamt leistet das Projekt damit einen Beitrag zum nachhaltigen Konsum in den Städten und zur Schaffung von lokalem Mehrwert in den ländlicheren Regionen des Handlungsraums.

Zur Umsetzung des Projekts wurden vier konkrete, untergeordnete Ziele definiert:

  • Einführen von adäquaten Governance-Modellen
  • Stärken des Wissens- und Innovationsnetzwerks zum Thema «Lokaler Konsum»
  • Sicherstellen, dass bestehende und neue Unternehmen inner- und ausserhalb des Agrarsektors Zugang zu zweckmässiger Beratung und weiteren Support-Dienstleistungen haben
  • Umsetzen von Pilotprojekten und Fallstudien die den lokalen Konsum fördern

Die Ziele werden in eine übergeordnete strategische Ebene eingeordnet, die sich der Verknüpfung mit dem Handlungsraum widmet.

Zur Erreichung der vier oben erwähnten untergeordneten Ziele wird folgendermassen vorgegangen:

Ziel 1: Adäquate Governance-Modelle

Es gilt, die Instrumente der Politik und der Verwaltung effizient einzusetzen. Dafür sind Kenntnisse der Einkaufs- und Konsumgewohnheiten notwendig. Um diese Kenntnisse zu gewinnen, sollen lokale Produkte klar definiert und charakterisiert werden. Anschliessend werden Untersuchungen zum Kaufverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten bei lokalen Produkten durchgeführt. Zusätzlich werden die bestehenden Förderinstrumente für Start-ups und KMU identifiziert und analysiert. Letztlich wird eine Übersicht über die Aktivitäten zur Förderung des lokalen Konsums in den vier Kantonen erstellt. Durch die Erkenntnisse zum Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten sowie zur aktuellen Verwendung der Instrumente von Wirtschaft und Politik soll überprüft und sichergestellt werden, dass die kantonalen Governance-Modelle sich positiv auf Projekte zur Förderung des lokalen Konsums auswirken.

Ziel 2: Stärkung des Wissens- und Innovationsnetzwerks

Die Akteurinnen und Akteure sowie Netzwerke mit einer Verbindung zum lokalen Konsum sollen identifiziert und analysiert werden. Im Zentrum stehen die Schlüsselakteurinnen und -akteure aus dem privaten und dem öffentlichen Sektor der Agrar- und Forstwirtschaft sowie der Innovationsförderung. Anschliessend wird ein Wissens- und Innovationsnetzwerk aufgebaut. Dies soll dabei helfen, sowohl private wie auch öffentliche Akteurinnen und Akteure bezüglich des lokalen Konsums zu beraten.

Ziel 3: Zugang zu zweckmässiger Beratung und weiteren Support-Dienstleistungen

In einem ersten Schritt werden die Bedürfnisse der KMU im Bereich des lokalen Konsums erhoben. Anschliessend wird eine Übersicht über das bereits bestehende Beratungsangebot erstellt. Darauf aufbauend soll ein auf die Bedürfnisse der KMU zugeschnittenes Beratungs- und Dienstleistungsangebot geschaffen werden.

Ziel 4: Pilotprojekte und Fallstudien

Anhand von konkreten Projekten und Fallbeispielen sollen Erkenntnisse gewonnen und verbreitet werden. Ziel dieser Projekte ist die Stärkung des Konsums lokaler Produkte. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschliessend in Form von Empfehlungen aufbereitet.

Basierend auf diesen Unterzielen soll der Handlungsraum Métropole lémanique gestärkt werden. Es werden Aussagen dazu erarbeitet, inwiefern dieser Raum für die Förderung lokaler Produkte relevant ist.

Erwarteter Mehrwert für den Handlungsraum gemäss Raumkonzept

Durch die engere Verknüpfung zwischen Agglomeration und ländlichem Raum werden die Wertschöpfungsketten zwischen diesen Räumen gestärkt. Aus den gemachten Erfahrungen können zudem Lehren gezogen werden, auf welche Art und Weise lokale Produkte im Handlungsraum idealerweise in Wert gesetzt werden.

Kanton
Waadt
Wallis
Freiburg
Genf
Thema
Industrie
Weitere Themen
Land- und Ernährungswirtschaft
Programm
PHR Wirtschaft
Projektdauer
01.01.2017 - 31.12.2019
Projektkosten
CHF 637'540.-
Förderung Bund
CHF 344'250.-
Kontakt

AGRIDEA
Magali Esteve
Jordils 1
1001 Lausanne

Magali.esteve@agridea.ch

Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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