Alltagsintegrierte Sprachförderung im Kindergarten: Mehrsprachigkeit, Dialekt und Standardsprache

Die Herausforderung der alltagsintegrierten Sprachförderung wird als zentrale Aufgabe der frühkindlichen Bildung gesehen. Kinder im Bodenseeraum erfahren durch Dialekt und Standardsprache verschiedene Sprachvarietäten. Dies wird als Lernchance im Spracherwerb gesehen, kann jedoch auch eine Herausforderung sein, besonders für Kinder, die Dialekt und Standardsprache als Zweit- und/oder Drittsprache erwerben. Der alemannische Dialekt ist in allen drei Ländern rund um den Bodensee stark vertreten und die sprachliche Konstellation von Dialekt und Standardsprache ist für einen Vergleich einzigartig (mediale Diglossie vs. Kontinuum; Status und Identifikation).
Das Projekt will die Fachkräfte in den Kindergärten darin unterstützen, Sprachförderung mit Dialekt und/oder Standardsprache den lokalen Rahmenbedingungen gemäss umzusetzen und einen Umgang mit beiden Sprachvarietäten zu pflegen. Die wissenschaftlich evaluierte «Sprachförderung im Alltag» eignet sich besonders für das gemeinsame Lernen von Kindern mit Deutsch als Erst- und als Zweitsprache. Diese wird mit dem neuen Projekt gezielt ergänzt, um den Umgang mit Mehrsprachigkeit, wie auch mit Dialekt und Standardsprache zu vertiefen. Das Projekt evaluiert mit wissenschaftlichen Methoden, welche Wirkung die Sprachförderung für die Entwicklung der Kinder, besonders der mehrsprachigen Kinder, hat.

Kanton
Graubünden
St. Gallen
Thurgau
Thema
Weitere Themen
Programm
Interreg
Projektdauer
01.06.2016 - 30.05.2019
Gesamtkosten EU
€ 877'744.–
Kontakt
Pädagogische Hochschule Weingarten
Kirchplatz 2
88250 Weingarten
Deutschland
geertz@vw.ph-weingarten.de
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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