Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Förderung nachhaltiger, vermehrt regionaler Produkte in der Gemeinschaftsgastronomie im Metropolitanraum Zürich

Ziel des Projekts ist es, in den Gemeinschaftsgastronomie-Betrieben der öffentlichen Hand die Verwendung von regionalen Produkten zu fördern. Zu diesem Zweck sollen die entsprechenden Entscheidungsträger für dieses Thema sensibilisiert werden. Des Weiteren wird die Nachhaltigkeit in freiwillig teilnehmenden Gemeinschaftsgastronomie-Betrieben überprüft und die Akteurinnen und Akteure der Wertschöpfungskette (Produktion, Lebensmittelverarbeitung, Zulieferung etc.) in eine Austausch-Plattform eingebunden. Die dabei erarbeiteten Empfehlungen können anschliessend in Schulungen verwendet werden. Das Projekt wird im Rahmen des Pilotprogramms Handlungsräume Wirtschaft (PHR Wirtschaft) umgesetzt, welches sich der wirtschaftlichen Bedeutung der im Raumkonzept Schweiz definierten Handlungsräume widmet.

Ziele und erwartete Wirkungen

Das von AGRIDEA geleitete Projekt verfolgt folgendes übergeordnetes Ziel: Die Akteurinnen und Akteure der Gemeinschaftsgastronomie-Betriebe, die eine öffentliche Aufgabe erfüllen (z.B. Alterszentren, Spitäler), sollen für nachhaltige und regionale Versorgung und Verpflegung sensibilisiert, motiviert und geschult werden. Dadurch soll auch eine Verbesserung der regionalen Absatzsituation für die lokalen Produzentinnen und Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse erzielt werden.

Die einzelnen Projektziele lauten:

  • Untersuchung der Verflechtung des Themas mit dem Metropolitanraum Zürich
  • Aufbau der Informations- und Austauschplattform
  • Betreiben des Pilotbetriebsnetzwerks
  • Durchführung von Schulungen und Erarbeitung von Publikationen
  • Einbindung der Akteurinnen und Akteure von Wertschöpfungsketten

Tätigkeiten im Projekt

Die Projektziele sollen mittels fünf Modulen erreicht werden, die bis 2019 abgeschlossen sein sollen.

Modul 1: Projektkommunikation und Relevanz des Metropolitanraums Zürich für das Projekt

In Modul 1 soll die Relevanz des Projekts für den Metropolitanraum Zürich dargelegt werden. Dazu soll die Wechselwirkung zwischen den Projektimpulsen und dem Metropolitanraum aufgezeigt werden. Hierfür ist ein Austausch mit der Geschäftsstelle des Vereins Metropolitanraum Zürich vorgesehen.

Modul 2: Entscheidungsträger der Gemeinschaftsgastronomie-Betriebe sensibilisieren

In Modul 2 wird eine Austausch-Plattform gebildet, die Projekterkenntnisse zuhanden von interessierten Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung, Regionalentwicklung sowie Interessensorganisationen des Metropolitanraums Zürich aufbereitet und zur Verfügung stellt. Zusätzlich werden Konzepte und Empfehlungen ausgearbeitet. Damit soll das Einkaufsverhalten der Gemeinschaftsgastronomie-Betriebe nachhaltiger und stärker regional ausgerichtet werden.

Modul 3: Pilotbetriebsnetzwerk von freiwillig engagierten Gemeinschaftsgastronomie-Betrieben

In Modul 3 wird ein Netzwerk von rund 20 freiwillig mitwirkenden Gemeinschaftsgastronomie-Betrieben gebildet. In diesen Pilotbetrieben wird der Ist-Zustand der Versorgung gemäss Nachhaltigkeitskriterien analysiert und bewertet. Basierend darauf diskutiert und formuliert das Projekt betriebliche Empfehlungen.

Modul 4: Schulungen für Küchenchefs durchführen

In Modul 4 werden die Ergebnisse der Betriebsanalysen aus Modul 3 dazu verwendet, allgemeine Empfehlungen zum Einkauf von Lebensmitteln auszuarbeiten. Diese sollen der Schulung und Weiterbildung von Personal im Bereich Gastronomie (Küche, Einkauf), Management und weiteren Verantwortlichen dienen.

Modul 5: Akteurinnen und Akteure von Wertschöpfungsketten sensibilisieren

In Modul 5 nehmen Akteurinnen und Akteure der Wertschöpfungskette (Produktion, Lebensmittelverarbeitung, Zulieferung usw.) an einer Austausch-Plattform teil, setzen sich mit den Projekterkenntnissen auseinander und nehmen in ihren Unternehmen entsprechende Änderungen vor.

Erwarteter Mehrwert für den Handlungsraum gemäss Raumkonzept

Im Zuge des Projekts wird geklärt, inwiefern das Thema auf Ebene des Handlungsraums relevant ist, respektive ob sich andere Ebenen besser eignen. Zu diesem Zweck ist ein Austausch mit dem Verein Metropolitanraum Zürich geplant. Zudem sind Abklärungen und Befragungen zu den Wirkungen des Projekts in diesem Handlungsraum vorgesehen. Daraus sollen Erkenntnisse zur Bedeutung des Handlungsraums für wirtschaftliche Entwicklungen abgeleitet werden.

Involvierte Akteure

AGRIDEA Lindau: Gesamtleitung des Projekts

Trägerverein Culinarium: Projektpartner, Mitwirkung an verschiedenen Modulen

Beelong Sàrl: Projektpartner, Mitwirkung an verschiedenen Modulen

Verein Metropolitanraum Zürich: Mitglied Projektbegleitgruppe / Mitwirkung an verschiedenen Modulen

Kantone des Metropolitanraums Zürich: Mitglieder Projektbegleitgruppe

CURAVIVA-Sektionen im Metropolitanraum Zürich: Mitglieder Projektbegleitgruppe

Pro Zürcher Berggebiet, Bauma und Naturpark Schaffhausen: Mitglieder der Projektbegleitgruppe

Organisationen der Schweizer Landwirtschaft: Mitglieder Projektbegleitgruppe

Schweizer Verband für Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie Zofingen: Mitglied Projektbegleitgruppe

PHR Wirtschaft

Das Pilotprogramm Handlungsräume Wirtschaft (PHR Wirtschaft) widmet sich der wirtschaftlichen Bedeutung der im Raumkonzept Schweiz definierten Handlungsräume. Über stadt-land-übergreifende wirtschaftsorientierte Projekte sollen Erkenntnisse zur Bedeutung der Handlungsräume aus wirtschaftlicher Sicht gewonnen werden. Das Pilotprogramm wird im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) umgesetzt.

Handlungsräume gemäss Raumkonzept Schweiz

https://www.are.admin.ch/are/de/home/raumentwicklung-und-raumplanung/strategie-und-planung/raumkonzept-schweiz/_jcr_content/par/image/image.imagespooler.jpg/1476917385593/karte_1_des_raumkonzeptschweiz515handlungsraeumebildenunddaspoly.jpg

Das PHR Wirtschaft ist eine gemeinsame Massnahme der «Agglomerationspolitik des Bundes 2016+» (AggloPol) und der «Politik des Bundes für die ländlichen Räume und Berggebiete» (P-LRB), mit deren Umsetzung der Bundesrat das ARE und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) im Februar 2015 beauftragt hat. Es ist somit eine Massnahme zur kohärenten Raumentwicklung. In den sechs Handlungsräumen Metropolitanraum Zürich, Métropole lémanique, Hauptstadtregion Schweiz, Trinationaler Metropolitanraum Basel, Luzern und Jurabogen werden im Rahmen des PHR Wirtschaft konkrete Projekte durchgeführt.

Das PHR Wirtschaft wird im Rahmen der NRP umgesetzt und fokussiert daher auf wirtschaftliche Zielsetzungen.

Neben dem Ziel, Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region zu liefern, will das PHR Wirtschaft anhand konkreter Projekte prüfen, welche Bedeutung wirtschaftliche Fragestellungen in den skizzierten Handlungsräumen haben. Die Projekte sollen der Frage nachgehen, welche Herausforderungen und Aufgaben in den Handlungsräumen des Raumkonzepts Schweiz besonders gut bewältigt werden können.

Zudem sollen die Schnittstellen zu anderen Themenbereichen angegangen werden. Der Nutzen des PHR Wirtschaft muss mehrheitlich den ländlichen Räumen, Berggebieten und den Grenzregionen zugutekommen (Fördergebiet der NRP).

Kontakt beim SECO: Sabine Kollbrunner (sabine.kollbrunner@seco.admin.ch, 058 462 22 64), Cyril Lyner (cyril.lyner@seco.admin.ch, 058 464 73 50). Kontakt beim ARE. Alessia Daouk (alessia.daouk@are.admin.ch, 058 463 39 38)

Kanton
Aargau
Luzern
Schwyz
Schaffhausen
St. Gallen
Thurgau
Zug
Zürich
Handlungsraum
Metropolitanraum Zürich
Thema
Agrarwirtschaft
Industrie
Weitere Themen
Programm
PHR Wirtschaft
Projektdauer
01.07.2017 - 31.12.2019
Projektkosten
CHF 541'420.–
Förderung Bund
CHF 292'410.–
Kontakt
AGRIDEA
Alfred Bänninger
Eschikon 28
8315 Lindau
Schweiz
Zürich
+41 52 354 97 56
alfred.baenninger@agridea.ch
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
Artikel teilen