Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Trinationaler NeuroCampus

Zahlreiche führende neurowissenschaftliche Einrichtungen mit Standort im Oberrheingebiet wurden in den vergangenen Jahren zu einem Netzwerk verknüpft, welches der Region im Bereich der Neurowissenschaften internationales Gewicht verschaffen hat. Trotzdem ist im Bereich Ausbildung eine Abgrenzung festzustellen und weiteres Gestaltungspotential verlangt, bspw. bezüglich interdisziplinärer Offenheit oder Schliessung der Kluft zwischen klinischer und privater Grundlagenforschung.
Eine trinationale Aus- und Weiterbildungsplattform soll zum einen ein Abbau der Abgrenzungen bewirken, die für eine hochqualifizierte Ausbildung erforderlich sind. Zum anderen soll diese auf den Bedarf der verschiedenen Akteure der Neurowissenschaften in der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung ausgerichtet sein. Die Synergien und Komplementarität der im Netzwerk des Oberrheins vorhanden Kompetenzen sollen eingesetzt werden, um eine überzeugende neurowissenschaftliche Exzellenzausbildung anzubieten und so die Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau auszuweiten. Wichtige Elemente der Ausbildung sind:

- Modularer Aufbau der Ausbildung, der es ermöglicht, den Ausbildungsverlauf individuell auf den Werdegang der einzelnen Wissenschaftler abzustimmen und so zur Weiterbildung von Juniorforschern (Studierenden), Seniorforschern und Klinikern, aber auch von Angehörigen der Gesundheitsberufe beizutragen. Zusätzlich soll ein Teilbereich auf die breite Öffentlichkeit und Schulen ausgerichtet sein.
- Grundlagenforschung und klinische Forschung werden integriert.
- Notwendige Interaktion zwischen Neurowissenschaften und anderen Disziplinen und Einsetzen neuer Technologien zur Optimierung des Programms.

So soll einerseits Fachwissen im Bereich Neurowissenschaften gefördert und andererseits auf die Erweiterung der Kompetenzen in diesem Bereich hingewirkt werden.
Durch den Trinationalen NeuroCampus wird die Attraktivität und Innovationsleistung des Oberrheingebiets für Forscher und Mediziner erhöht, die durch einen Standort bzw. eine Universität allein nicht erreicht werden könnte. Damit kann die Wettbewerbsfähigkeit der Region erhöht und Arbeitsplätze erhalten oder neu geschaffen werden.

Kanton
Basel-Stadt
Thema
Bildungswirtschaft
Qualifizierungsmassnahmen
Programm
Interreg
Projektdauer
01.11.2015 - 31.03.2019
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 780'000.-
Förderung Bund
CHF 260'000.-
Gesamtkosten EU
€ 1'128'076.-
Kontakt

Universität Basel
Pascale Piguet, Dr.
Petersplatz 1
4001 Basel
pascale.piguet@unibas.ch

Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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