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ORRAP - Optimales Recycling von Ausbauasphalt auf verkehrsschwachen Strassen

Die Region Oberrhein verfügt über ein dichtes, stark genutztes regionales Strassennetz. Für dessen Erhaltung und Erweiterung werden grosse Mengen an hochwertigen Gesteinskörnungen und Bitumen benötigt, die zu verschiedenen Asphalten gemischt und eingebaut werden. Der Strassenaufbau umfasst somit neben ungebundenen Schichten auch gebundene Schichten mit unterschiedlichen Funktionen und Lebensdauern, die bei Sanierungsmassnahmen teilweise oder komplett abgefräst werden, was zu großen Mengen von Ausbauasphalt (einige zehntausende Tonnen) führt. Ausbauasphalt muss möglichst hochwertig wiederverwertet werden, was einerseits zur Schonung der nichterneuerbaren Ressourcen Gesteinskörnung und Bitumen und andererseits zur Verringerung der Umweltbelastungen durch die Produktion, den Transport und die Lagerung dieser Ressourcen beiträgt. Zusätzlich werden die Erhaltungskosten reduziert.

Durch Verwendung von Ausbauasphalt ohne Zugabe von bitumenhaltigen Bindemitteln können der Handel mit und die Verwertung von Ausbauasphalt gesteigert, die Beeinträchtigung der Umwelt (CO2-Emissionen, Energieverbrauch, Verbrauch natürlicher Ressourcen, Lagerung von bitumenhaltigen Abfällen) minimiert und die Kosten für die Erhaltung von Strassen reduziert werden. Es können sich ökologische und ökonomische Nutzen für die Baulastträger von schwach belasteten Strassen in Kommunen, die etwa 50% des Strassennetzes in der Region Oberrhein ausmachen, ergeben.

Im Rahmen des Projektes soll ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Ländern am Oberrhein über den bisherigen Umgang mit Ausbauasphalt erfolgen, sowie eine neue Strategie für das Recycling von Ausbauasphalt ohne Zusatz von bitumenhaltigen Bindemitteln für verkehrsschwache, kommunale Strassen am Oberrhein entwickelt werden.

Ziele der entwickelten Projektstrategie sind die Gewährleistung einer hohen Recyclingrate von Ausbauasphalt, die Einschränkung der negativen Einflüsse auf die Umwelt (CO2-Emissionen, Energie- und Ressourcenverbrauch, Ausbauasphalt-Aufkommen) und die Reduzierung der Strassenerhaltungskosten. Erreicht werden soll dies durch:



  • Reaktion auf die grenzüberschreitende Nachfrage nach Auftraggeber und Bauherren auf eine ökonomischere und umweltfreundlichere Technik

  • Aufstellung und Veröffentlichung von Empfehlungen

  • Harmonisierung der wissenschaftlichen Kenntnisse und Kompetenzen und eine bessere Spezialisierung der Praktiker für die verkehrsschwachen Strassen

  • Austausch und Wissenstransfer für Forscher

  • Erschliessung potentieller neuer Märkte

  • Entwicklung einer Strategie zur Lösung gemeinsamer Probleme



Zum Abschluss des Projekts sollen Empfehlungen zur optimalen Ausführung der Technik erarbeitet werden. So kann eine hohe Praxisrelevanz gewährleistet werden.
Kanton
Aargau
Basel-Landschaft
Thema
Weitere Themen
Programm
Interreg
Projektdauer
01.11.2016 - 31.10.2019
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 256'669.–
Förderung Bund
CHF 84'671.90
Gesamtkosten EU
€ 1'245'106.–
Kontakt
Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) - Institut für Life Science
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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