Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

ALPlastics (NRP-Projekt von 2011 bis 2013)

Dieses Projekt wurde 2015 als beispielhaft ausgewählt

ALPlastics (NRP-Projekt von 2011 bis 2013)

ALPlastics war ein Projekt des Programms Interreg IV B Alpine Espace, bei dem sechs alpine Cluster – Proplast IT, Clusterland AT, Plastipolis FR, Chemie- Cluster Bayern DE, CARMA FR, Swiss Plastics Cluster CH – und die Region des Piemont während zwei Jahren zusammengearbeitet haben.
Das Swiss Plastics Cluster (SPC) hatte sich mit der Entwicklung eines Informatiktools für das Benchmarking der Produktivität von Unternehmen an diesem Projekt beteiligt. Die notwendigen theoretischen und praktischen Elemente waren vorgängig in einem Kooperationsprojekt des SPC erarbeitet worden.

Mit dem Projekt ALPlastics konnten die schweizerische Kunststoffindustrie noch stärker vernetzt und ausserdem die Exportkapazität der Unternehmen gefördert werden. Die Teilnahme erfolgte im Rahmen der NRP-Strategie des Kantons Freiburg zur besseren Positionierung des Kantons im Bereich der technologischen Innovation.
Durch seine internationale Dimension hat das Projekt gezeigt, dass eine Zusammenarbeit in konkurrierenden Bereichen möglich ist und dass diese die Wettbewerbsfähigkeit der Akteure stärkt. ALPlastics hatte grosse Auswirkungen auf die Sichtbarkeit des Swiss Plastics Cluster sowohl im In- als auch im ALPlastics Ein Projekt der Neuen Regionalpolitik (NRP), Stand 2015 Ausland. Die Resultate des vom ESCA durchgeführten Benchmarkings haben die Politik zur Clusterentwicklung des Kantons Freiburg stark beeinflusst. So wurde beispielsweise eine Professionalisierung der Clusterverwaltung eingeführt, die erste Erfolge zeigt.

Ziele und erwartete Wirkungen

Das Projekt hatte folgende Ziele:

  • Förderung der Kooperation zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor.
  • Schaffung angemessener Rahmenbedingungen für eine offene und strategische Innovation in den alpinen Clustern der Kunststoffindustrie.
  • Stärkung dieses Wirtschaftszweigs.
  • Schaffung eines Raums, der mit den Ländern des Fernen Ostens mithalten kann. Um dieses Ziel zu erreichen, ermöglichte das Projekt Aktivitäten zwischen Clustern, die auf eine innovations- und wissensbasierte Wirtschaft ausgerichtet sind, um so die Zusammenarbeit und die Vernetzung in den alpinen Meta-Clustern der Kunststoffindustrie weiterzuentwickeln, ein Kompetenznetzwerk zu schaffen und eine transnationale Akademie zu gründen.

Tätigkeiten im Projekt

Mit dem Projekt ALPlastics konnten insbesondere folgende
Massnahmen umgesetzt werden:

  • Entwicklung eines Tools für das Benchmarking der Produktivität von Unternehmen in der Kunststoffindustrie (www.innoprod.ch).
  • Benchmarking einer repräsentativen Anzahl Mitgliedsunternehmen der Cluster.
  • Analyse und Benchmarking der am Projekt beteiligten Cluster durch das Europäische Sekretariat für Clusteranalysen (ESCA). Das SPC wurde mit den anderen Mitgliedern des Projekts und anschliessend mit 77 Clustern der Branche in Europa verglichen.
  • Benchmarking der in den betreffenden Regionen verfolgten politischen Strategien zur Clusterentwicklung.
  • Erarbeitung eines Weissbuchs mit dem Titel «Industrial cluster excellence: Whitepaper on preconditions, policies and best practices».
  • Schaffung einer Plattform für offene Innovation.
  • Einführung einer Sommerakademie.
  • Organisation der internationalen Konferenz «Clusters as Drivers of Competitiveness: Policy and Management Issues» vom 26. März 2013 in Freiburg.

Erfolgsfaktoren

Der Erfolg eines Projekts vom Typ Interreg hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Kenntnisse der Akteure im Projekt vor dessen Lancierung.
  • Vorbereitende Sitzungen: vom Einreichen der Projektskizze bis zum Einreichen des Schlussdossiers.
  • Klare und prägnante Ziele, die von allen Partnern akzeptiert und in messbaren Indikatoren formalisiert werden.
  • Einbezug der wirtschaftlichen, akademischen und politischen Partner.
  • Einwandfreie Führung durch den «Lead Partner».
  • Beitritt der mitbeteiligten Partner, die nicht zum Basisteam gehören.
Kanton
Freiburg
Thema
Industrie
Programm
NRP
Projektdauer
01.09.2011 - 31.08.2013
Programm
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Links
Kontakt
Jacques P. Bersier
Passage du Cardinal 1
1700 Fribourg
Schweiz
info@swissplastics-cluster.ch
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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