Bild: regiosuisse.

Regional Labs

Mit Regional Labs initiiert und moderiert regiosuisse themenspezifische und auf funktionale Räume ausgerichtete Forschungsverbünde aus Wissenschaft, Umsetzungspraxis und Politikgestaltung im Themenbereich «Regionalentwicklung». Im Rahmen dieser Regional Labs definieren, bearbeiten und diskutieren Forschungsakteurinnen und -akteure sowie Praxisvertreterinnen und -vertreter während drei bis vier Jahren gemeinsam Fragestellungen, die für die Umsetzung der Neuen Regionalpolitik (NRP), Europäischen territorialen Zusammenarbeit (ETZ, inkl. Interreg), Agglomerationspolitik (AggloPol) und Politik für die ländlichen Räume und Berggebiete (P-LRB) relevant sind.

Ziel

Mit den Regional Labs soll der Wissensaustausch im Dreieck Forschung, Politik und Umsetzungspraxis gefördert und die Forschungsszene besser mit der Regionalentwicklung vernetzt werden. Durch die frühzeitige Einbindung der Umsetzungspraxis soll sichergestellt werden, dass deren Fragen vermehrt im Fokus der Forschungsarbeiten liegen. So soll das Austauschformat den Praxisnutzen der Forschungsresultate erhöhen und den Forschenden gleichzeitig neue, innovative, inter- und transdisziplinäre Forschungsfelder erschliessen, die in bestehende Forschungsprogramme oder in die Auftragsbeschaffung aufgenommen werden können.

Das Konzept der Regional Labs orientiert sich an Beispielen aus dem nahen Ausland. In der Bodenseeregion beispielsweise hat die Internationale Bodenseehochschule (IBH) gemeinsam mit der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) und dem Interreg-V-A-Programm «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein» sogenannte «IBH-Labs» lanciert. Eines dieser Labs ist das «KMUdigital», das sich mit der industriellen Digitalisierung und deren Herausforderungen für KMU beschäftigt. Hier arbeiten KMU und Hochschulen zusammen, um beispielsweise den Entscheid zu treffen, ob eine hohe Investition im Bereich Digitalisierung für eine KMU lohnenswert ist oder nicht.

Mehr zu den IBH-Labs


Regional Labs im Tessin und in der Region Basel-Jura

Zwischen 2017 und 2020 finden zwei Regional Labs im Tessin und in der Region Basel-Jura statt. Räumlich orientieren sich diese an den funktionalen Räumen der Regionalen Innovationssysteme (RIS), dem RIS «Sistema regionale d’innovazione SRI» (Tessin) und dem RIS Basel-Jura. Diese beiden Regionen wurden ausgewählt, da sie die Sprachregionen der Schweiz optimal abdecken, Gemeinsamkeiten in Bezug auf die grenznahe Lage aufweisen und Interesse der regionalen Forschungseinrichtungen, NRP-Verantwortlichen und RIS bekundet wurde.

Mehr zu den Regionalen Innovationssystemen (RIS) finden Sie in der Rubrik «RIS-Netzwerk»

Im Rahmen der Regional Labs werden pro Jahr ein Ergebnisblatt sowie im letzten Jahr ein Synthesebericht veröffentlicht. Diese Publikationen fassen wichtige Forschungsresultate sowie deren Reflexion im Rahmen der Regional Labs praxisrelevant zusammen.

Regional Lab Tessin

Am 22. Mai 2017 fand die Kick-off-Veranstaltung zum Regional Lab Tessin statt. An der Veranstaltung wurden die Erwartungen der Teilnehmenden geklärt, der Prozess für das weitere Vorgehen formal aufgegleist und Themenbereiche abgesteckt. Im Zentrum standen Fragen zur Aus- und Weiterbildung in der digitalen Gesellschaft und zum Unternehmertum, der grenzüberschreitenden Mobilität sowie der «Smart Specialisation» – ein politischer Ansatz mit dem Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung einer Region durch gezielte Unterstützung von Forschung und Innovation zu fördern. Nach der Kick-off-Veranstaltung haben die beteiligten Institutionen begonnen, sich diesen Themen über unterschiedliche Arbeiten anzunähern.

Regional Lab Basel-Jura

Auch das Regional Lab Basel-Jura formal lanciert. Am 13. September 2017 trafen sich Akteurinnen und Akteure aus Forschung und der NRP-Umsetzungspraxis, um brisante Themen und Forschungsfragen zu umreissen, die im Rahmen des Regional Labs Basel-Jura gemeinsam entwickelt und bearbeitet werden sollen. Ähnlich wie im Regional Lab Tessin standen auch in Basel-Jura Megatrends wie die Digitalisierung oder das Unternehmerische Denken im Zentrum der Diskussionen. Diese Themenfelder werden die beteiligten Akteurinnen und Akteure über die nächsten Wochen und Monate schrittweise angehen.

Erste Fortschritte und Teilresultate aus den Regional Labs Tessin und Basel-Jura werden an einer gemeinsamen Veranstaltung im Winter 2017/18 zum ersten Mal präsentiert und reflektiert, wieder unter Beteiligung der Praxisakteure.


Zielgruppe

Die Regional Labs richten sich an Personen aus Forschung, Wirtschaft und Politikgestaltung, die am Themenbereich «Regionale Innovation» interessiert sind – insbesondere auch Praxisvertreterinnen und -vertreter. Mit den Regional Labs Tessin und Basel-Jura werden zudem insbesondere RIS-Akteurinnen und -Akteure angesprochen, da diese bei einer von regiosuisse durchgeführten Umfrage explizites Interesse an den Regional Labs bekundet haben.

Kontakt: 

Bild: regiosuisse.

Projektdatenbank: Neue Projekte und neues Gewand

Über 400 neue Projekte und ein überarbeitetes Design: Die NRP-Projektdatenbank von regiosuisse kommt erweitert und in einem neuen Gewand daher, neue Projekte werden laufend integriert.
Artikel teilen