The platform for regional development in Switzerland

Parc Ela

Das Albulatal und das Surses (Oberhalbstein), in dem der Park geplant ist, verfügen über grosse Natur- und Kulturschätze. Der Standort ist so gewählt, dass der Park von den wichtigen Tourismusdestinationen Davos, Lenzerheide und Oberengadin sowie von den Zentren Rheintal und Zürich aus gut erreichbar ist. Grosse Teile des Projektgebietes stehen schon jetzt unter Natur- oder Landschaftsschutz. Der Regionalpark gliedert sich in sach- und themenbezogene Gebiete. Dazu gehören zum Beispiel Moorlandschaften, Auen, Gletscher, Waldreservate, Wildlebensräume, nicht bewirtschaftete Oasen der Stille, Geotope, Wasserfälle, Trockenwiesen, Passübergänge, Seen, Kulturlandschaften mit Maiensässen oder Heckenlandschaften oder Ortsbilder von nationaler Bedeutung sowie Kulturobjekte. Ziel ist es, die Natur- und Kulturschätze der Region nachhaltig zu nutzen und den ländlichen Tourismus im Albulatal und im Surses zu fördern. Damit will man der Bevölkerung eine neue Perspektive bieten, sodass die Abwanderung gestoppt werden kann.

Auswirkungen des Projekts

...auf den Arbeitsmarkt

Durch den Parkbetrieb entstehen neue Arbeitsplätze in den Bereichen Administration, Information, Labelverwaltung, Forschung und Controlling. Auf die regionale Wirtschaft bezogen, ist insgesamt mit 160 bis 320 neuen Arbeitsplätzen zu rechnen.

... auf die regionale Wirtschaftsstruktur

Folgenden Wirtschaftsbereichen kommt der Regionalpark zugute:

Landwirtschaft

  • Zunahme der Direktzahlungen aufgrund zunehmend ökologischer Bewirtschaftung und Pflege
  • Grössere Wertschöpfung bei der Vermarktung von Produkten (Label)
  • Zusatzerwerb durch Arbeit im Park, Führungen und Bettenvermietung auf dem Bauernhof

Bauwirtschaft/Gewerbe

  • Investitionen in parkbedingte Bauten und Anlagen (Infozentren usw.)
  • Erneuerungsinvestitionen für Wohnungen, Hotels, Maiensässhütten, Gewerbebetriebe usw.
  • Grössere Wertschöpfung durch Label für ökologisches Bauen und Labelprodukte aus der Region
  • (Lebensmittel, Holz- und Steinverarbeitung usw.)

Tourismus

  • Ergänzung mit einem neuen Marktsegment und Label
  • Bessere Auslastung der vorhandenen Betten: Zunahme der Logiernächte um 5 bis 10%
  • Erneuerung des Bettenangebotes und der touristischen Bauten und Anlagen
  • Vermehrter Absatz bestehender und neuer Produkte mit Label

... auf die Umwelt

Der Parc Ela ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Mit den vorgesehenen Regelungen für das Parkgebiet wird vermehrt auf die empfindlichen Gebiete Rücksicht genommen. Zudem ist vorgesehen, den Motorfahrzeugverkehr auf Alp- und Forststrassen einzuschränken. Die Besucher sollen sich im Parkgebiet mit dem öffentlichen Verkehr bewegen.

Trägerschaft

Regionalverband Mittelbünden (RVM)

  • Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze schaffen bzw. erhalten
  • Touristisches Angebot diversifizieren, d.h. natur- und kulturorientierten ländlichen Tourismus fördern; den Sommertourismus stärken
  • Eigene Ressourcen nachhaltig nutzen; ökologisch empfindliche Gebiete schonen
  • Regionale Identität stärken
  • Abwanderung der Lokalbevölkerung verhindern
  • Produkte aus der Region gemeinsam vermarkten
  • Engere innerregionale Zusammenarbeit fördern
  • Forschungseinrichtungen schaffen; Bildung und Information fördern

Mit 600 Quadratmetern soll der Parc Ela zum grössten regionalen Naturpark der Schweiz werden. Im Rahmen des Projekts wurden die Vorbereitungsarbeiten für die Kandidatur zum Naturpark-Label durchgeführt. Es entstanden neue Kooperationsformen zwischen Wirtschaft und Behörden. Die Trägerschaft besteht heute aus 21 Gemeinden. Verschiedene Tourismusorganisationen schlossen sich zur gemeinsamen Vermarktung zusammen. Daraus entstanden zahlreiche neue Angebote, die den bisher schwachen Sommertourismus stärken. Kernstück des Projekts ist die Online-Buchungsplattform, die laufend ausgebaut wird.

ext_project.measures
Tourismus
Weitere Themen
Land- und Ernährungswirtschaft
ext_project.programme
Regio Plus
ext_project.duration
01.02.2001 - 31.12.2006
ext_project.costs
CHF 400'000.-
ext_project.contactData

Hartmann & Sauter
Projektleitung
Dipl. Naturwissenschafter und Raumplaner FUS Joseph Sauter
Postfach
7002 Chur

Regio Plus war ein Vorgängerprogramm der Neuen Regionalpolitik (NRP). Regio Plus war ein Impulsprogramm zur Unterstützung des Strukturwandels im ländlichen Raum und lief von 1997 bis 2007.
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