Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Alltagsintegrierte Sprachförderung im Kindergarten: Mehrsprachigkeit, Dialekt und Standardsprache (Interreg-Projekt von 2016 bis 2019)

Die Herausforderung der alltagsintegrierten Sprachförderung wird als zentrale Aufgabe der frühkindlichen Bildung gesehen. Kinder im Bodenseeraum erfahren durch Dialekt und Standardsprache verschiedene Sprachvarietäten. Dies wird als Lernchance im Spracherwerb gesehen, kann jedoch auch eine Herausforderung sein, besonders für Kinder, die Dialekt und Standardsprache als Zweit- und/oder Drittsprache erwerben. Der alemannische Dialekt ist in allen drei Ländern rund um den Bodensee stark vertreten und die sprachliche Konstellation von Dialekt und Standardsprache ist für einen Vergleich einzigartig (mediale Diglossie vs. Kontinuum; Status und Identifikation).
Das Projekt will die Fachkräfte in den Kindergärten darin unterstützen, Sprachförderung mit Dialekt und/oder Standardsprache den lokalen Rahmenbedingungen gemäss umzusetzen und einen Umgang mit beiden Sprachvarietäten zu pflegen. Die wissenschaftlich evaluierte «Sprachförderung im Alltag» eignet sich besonders für das gemeinsame Lernen von Kindern mit Deutsch als Erst- und als Zweitsprache. Diese wird mit dem neuen Projekt gezielt ergänzt, um den Umgang mit Mehrsprachigkeit, wie auch mit Dialekt und Standardsprache zu vertiefen. Das Projekt evaluiert mit wissenschaftlichen Methoden, welche Wirkung die Sprachförderung für die Entwicklung der Kinder, besonders der mehrsprachigen Kinder, hat.

Kontaktdaten

Pädagogische Hochschule Weingarten
Kirchplatz 2
88250 Weingarten
Deutschland
geertz@vw.ph-weingarten.de
Projektanfang
01.06.2016
Projektende
30.05.2019
Projektkosten in CHF
EUR 877'744.–
Projekttyp
Interreg/ETZ nicht NRP
Thema
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Land
Schweiz
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