Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

Wirkungsorientierung. Bild: regiosuisse.

Wirkungsorientierung

Wirkungsorientiertes Arbeiten ist ein aus der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit (IZA) kommende Methodik. Im Gegensatz zu klassischen Projekten, geht es in der IZA nicht primär darum ein Produkt zu realisieren, sondern eine Veränderung in einer Region oder der Gesellschaft anzustossen. Dieser Grundsatz gilt auch in der Regionalentwicklung. Ein Projekt zu konzipieren, das solche Veränderungen zum Ziel hat, ist kompliziert – unter anderem, weil es nicht immer eindeutig ist, wie diese Veränderung angestossen werden kann und was es dazu braucht. Die Methodik des wirkungsorientierten Arbeitens bietet hier Abhilfe. Konkret geht es darum, den Fokus des Projekts auf dessen Wirkung zu lenken: denn nicht was ein Projekt leistet interessiert, sondern welche Wirkung das Projektresultat bei einer Zielgruppe – den Nutzniessern des Projekts – erzeugt. Die Wirkung des Projekts ins Zentrum zu rücken ist während dem gesamten Projektablauf von Bedeutung.

Während der Planungsphase verhilft wirkungsorientiertes Arbeiten durch die klare Definition von Programm- und Projektzielen die Planungssicherheit zu gewährleisten sowie das Vorhaben gegenüber Politik und Geldgebern zu legitimieren. Im Rahmen der Umsetzung lassen sich Projekte oder Programme steuern und Kurskorrekturen können so rechtzeitig in die Wege geleitet und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess kann gewährleistet werden. Geht es um die Evaluation des Vorhabens, lässt sich mit wirkungsorientiertem Arbeiten die Zielerreichung genauer überprüfen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können so in die Planung von Folgeprogrammen oder -projekten einfliessen. Bei allen Phasen können Wirkungsmodelle sehr hilfreich sein. 

Ein Instrument, um den Zusammenhang zwischen dem Projektresultat und dessen Wirkung bei der Zielgruppe aufzuzeigen ist das Wirkungsmodell. In der NRP sind mit dem neuen Mehrjahresprogramm 2016−2023 Bund und Kantone verpflichtet, mit Wirkungsmodellen zu arbeiten. 

Das Dossier «Wirkungsorientierung» wird laufend mit weiteren Informationen und Tools ergänzt. Melden Sie Ergänzungen und Anregungen ungeniert an Sebastian Bellwald.


Grundlagen


Beispiele


Vorlagen

Bild: regiosuisse.

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