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RockTheAlps - Erhebung von Steinschlagrisiken und Schutzwäldern

Der Schutzwald spielt im integralen Risikomanagement von Naturgefahren in der Schweiz, aber sicher auch Alpenweit und sogar Weltweit, eine wichtige Rolle. Der Schutzwald kann z.B. stürzende Steine und startende Lawinen aufhalten einfach durch die Präsenz von Bäumen auf steilen Hängen. Dadurch trägt der Wald an vielen Stellen dazu bei, das durch Naturgefahren verursachte Risiko auf ein tragbares Mass zu senken. Dank dem Schutzwald sind technische Massnahmen zur Abdeckung höherer Schutzansprüche oft kostengünstiger (tiefere Installations- und/oder Unterhaltskosten) und an bestimmten Stellen machen technische Massnahmen überhaupt nur Sinn wegen dem zusätzlichen Schutz des Waldes. Zudem sind Wälder Primärressourcen für nachhaltige Rohstoffen sowie wichtige Kultur- und Freizeitstätten.

Alle EU-Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa die seit 1990 stattfinden, haben die Notwendigkeit eines einheitlichen Ansatzes für die Bewertung von Waldökosystemleistungen, als Basis für ein nachhaltiges Waldmanagement betont. Obwohl allgemein anerkannt ist, dass die Reduktion von Naturrisiken eine der wichtigen Waldökosystemleistungen ist, sind harmoni-sierte Methoden zur Kartierung dieser Leistung derzeit nicht verfügbar.



Die Ziele von ROCKtheALPS sind:

• Ein Sturzgefahrenrisiko Zonierungs-Tool zu entwickeln, dass für den gesamten Alpenraum eingesetzt werden kann.

• Eine Karte mit allen Steinschlagschutzwäldern im Alpenraum zu erstellen. Diese Karte ist eine der fehlende Puzzlestücke in der Festlegung der wichtigen Schutzwäldern im Alpenraum, welche eine Grundlage für zukünftige EU-Bergwald Politik sein wird.

• Die Entwicklung einer Methodik zur systematischen und regionalen Erhebung der relevanten Variablen zur Bestimmung der Schutzwirkung der Steinschlagschutzwäldern



Das Projekt RockTheAlps ist von nationaler strategischer Bedeutung (Bereich Ressourcenmanagement) und wird deshalb im Rahmen der NRP unterstützt. Das Projekt trägt zum Ziel 2.9 (Siedlungen und Infrastrukturen sind angemessen vor Naturgefahren geschützt) der Strategie Nachhaltige Entwicklung (2016-2019) bei. Der Schutzwald ist die kostengünstigste Schutzmassnahme gegen Naturgefahren. Vor allem im Bereich der Verkehrsinfrastrukturen ist der Schutzwald die Basis der Schutzmassnahmen. Sechs Kantone – darunter die drei grössten Alpenkantonen - beteiligen sich finanziell am Projekt und wollen die Ergebnisse nützen, was die nationale Trageweite des Projektes sicherstellt. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat 2015 ein Vorprojekt der Berner Fachhochschule finanziert und ist involviert im Projekt als Beobachter.
ext_project.provinces
Bern
ext_project.measures
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ext_project.programme
NRP - INTERREG/ETZ
ext_project.duration
20.10.2016 - 19.10.2019
ext_project.financialInstrument
afp_cross-border
ext_project.costs
CHF103,000.–
costsFederation
CHF46,500.–
costsEU
€2,186,922.85
ext_project.contactData
Berner Fachhochschule
NRP
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