Die Wissensplattform der Neuen Regionalpolitik (NRP)

ESPON

Forschung Raumentwicklung (ESPON)

ESPON (European Observation Network for Territorial Development and Cohesion) ist ein Raumbeobachtungsprogramm der EU. Es hat zum Ziel, grenzübergreifend Daten zur territorialen Entwicklung zu erheben und dadurch Tendenzen auf europäischer Ebene besser erkennbar zu machen. Transnational vergleichbare Daten sollen zur nachhaltigen und ausgewogenen Entwicklung Europas beitragen.

Was ist ESPON?

ESPON ist das Forschungsnetzwerk zur Beobachtung der europäischen Raumentwicklung. ESPON wurde 2002 im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III lanciert und wird im Rahmen der transnationalen Ausrichtung von Interreg V und damit im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) weitergeführt (ESPON 2020). Die Mitgliedstaaten der EU und die Europäische Kommission haben ESPON auch für EU-Nachbarstaaten geöffnet. Gemeinsam getragen und finanziert wird das Programm von den EU-Mitgliedstaaten, den Partnerstaaten Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz und aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.


Ziele 

Ziel des Programms ist es, vergleichbare Daten auf EU-Ebene zu generieren, damit die Potenziale der verschiedenen europäischen Regionen erschlossen und eine Wissensbasis für territoriale Fragestellungen geschaffen werden können.

Das Programm definiert für jede Programmperiode bestimmte Schwerpunktthemen. In der Programmphase 2014–2020 stehen, neben der Generierung von europaweit vergleichbaren Daten, das Monitoring der Makroregionalen Strategien und die Entwicklung neuer Instrumente zur territorialen Analyse im Vordergrund.

Mit ESPON wurde ein internationales Raumentwicklungsnetzwerk aufgebaut, das langfristig Bestand hat und wertvolle fachliche Kontakte ermöglicht. Die aktive Teilnahme gewährleistet nicht zuletzt, dass die schweizerischen Daten in die europäischen Berechnungen einfliessen. Dies erlaubt für viele Raumentwicklungsindikatoren erstmals grossräumige internationale Vergleiche und ermöglicht der Schweiz in diesem wichtigen Bereich der länderübergreifenden Forschung eine europaweite Sichtbarkeit. ESPON 2020 fokussiert zudem stark auf die Makroregionalen Strategien. Insbesondere im Zusammenhang mit der EUSALP  kommt ESPON eine wichtige Funktion zu.


Schweizer Beteiligung und Kontaktstelle

Das Programmgebiet von ESPON umfasst die EU-Staaten, die Schweiz, Liechtenstein, Island und Norwegen. Schweizer Forschungsinstitute können sich an ESPON-Projekten beteiligen und haben Zugang zu Resultaten und Daten, die auch für die schweizerische Raumentwicklung relevant sind. Die Projektpartner können ausserdem vom Erfahrungsaustausch profitieren, professionelle Partnerschaften knüpfen und gleichzeitig eigene Lösungsansätze für ihre Region und ihren Forschungszweig entwickeln. In der letzten Programmphase 2007–2013 gab es über 60 Projekte, davon 11 mit Schweizer Beteiligung.

Am Programm können sich aber auch nationale und regionale Verwaltungen sowie Private beteiligen.  

Kontaktstelle

Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) ist in der Schweiz für die Umsetzung von ESPON zuständig. Das ARE ist die Anlaufstelle für Projektpartner und verwaltet die Teilnahme am Programm.

Die Schweizer Beteiligung an ESPON erfolgt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP).

Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Ansprechpartner bei Fragen:

Marco Kellenberger

Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)
Sektion Grundlagen 
Marco Kellenberger
+41 31 322 40 73
marco.kellenberger@are.admin.ch

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