AUTOMETA - Entwicklung einer automatisierten Probenvorbereitung für die personalisierte Medizin

Die medizinische Forschung zeigt trotz erheblicher Fortschritte auch Grenzen der medikamentösen Behandlung auf: Unwirksamkeit bei 30-60% der Patientinnen und Patienten sowie Nebenwirkungen in 30% der Fälle. Um diese Problematik zu überwinden, ist es von entscheidender Bedeutung, den Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten und ihre Reaktionen auf Medikamente besser zu verstehen und so zu wirksameren personalisierten Behandlungen zu gelangen.
Dies ist durch die Metabolomanalyse möglich, ein neues Instrument der Molekular- und Medizinbiologie. Durch die Untersuchung von Metaboliten, den kleinen Molekülen, die an allen chemischen Reaktionen im Körper beteiligt sind, kann man sich in Echtzeit einen Überblick über den physiologischen Zustand einer Person verschaffen. Diese Analyse erfordert jedoch einen entscheidenden Probenvorbereitungsschritt, der von Labortechnikerinnen und -technikern durchgeführt wird, und diese manuellen Prozesse sind anfällig für menschliche Fehler, welche die Zuverlässigkeit der Ergebnisse beeinträchtigen können.
Das Projektkonsortium entwickelt eine innovative Lösung, die diesen wichtigen Schritt grundlegend zu verändern verspricht: die automatisierte Probenvorbereitung auf einem mikrofluidischen Chip.

Diese Technologie basiert auf dem Einsatz von miniaturisierten Geräten, die sehr kleine Flüssigkeitsmengen (zum Beispiel Blut oder Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit) verarbeiten können.
Das Prinzip ist einfach: Die zu untersuchende Probe wird automatisch durch ein Netz von Mikrokanälen im Inneren des Chips geleitet, wo verschiedene Aufbereitungsschritte automatisch durchgeführt werden.

Dank den neu entwickelten Chips wird innerhalb der nächsten drei Jahre die zur Erfassung des Gesundheitszustands wichtige Metabolomanalyse erheblich verbessert. Diese Innovation ist ein wichtiger Schritt hin zu einer zugänglicheren personalisierten Medizin mit automatisierten Arbeitsabläufen in der Probenvorbereitung. In Zukunft könnte diese Technologie vor allem im grenzüberschreitenden Raum breite Anwendung finden, zum Beispiel in diagnostischen Laboren oder in Universitätskliniken mit positiven Effekten auf die Gesundheitswirtschaft am südlichen Oberrhein.

Projektdatenbank der Schweizer Regionalentwicklung

Base de données des projets du développement régional suisse

Cette vaste base de données sur les différents programmes de soutien et thèmes liés au développement régional en Suisse offre un bon aperçu des projets en cours et achevés, et constitue également une source d'inspiration.

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