Innotour

Innotour fördert die Innovation, Zusammenarbeit und den Wissensaufbau im Schweizer Tourismus. Die Grundlage dazu bildet das entsprechende Bundesgesetz (SR 935.22 vom 30. September 2011). Innotour konzentriert die Förderung auf nationaler Ebene. Dies bedeutet, dass die Mehrheit der Mittel für Vorhaben mit nationaler Ausrichtung und für nationale Koordinationsaufgaben eingesetzt wird. Mit dem Instrument der Modellvorhaben werden jedoch auch regionale und lokale Vorhaben gefördert. Innotour richtet sich an touristische Unternehmen und Organisationen in der Schweiz.

Kurzbeschrieb

Innotour verfolgt folgende Ausrichtungen:

  • Innovation fördern - Neue Ideen entwickeln:
    Die Innovationsförderung ist die wichtigste Stossrichtung von Innotour. Innotour unterstützt neue Ideen und Konzepte, die den Tourismus attraktiver machen. Im Vordergrund steht die Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten sowie die Verbesserung bestehender Dienstleistungen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und Besucherinnen und Besuchern bessere Erlebnisse zu bieten.
  • Zusammenarbeit stärken - Gemeinsam mehr erreichen:
    Kooperationen ermöglichen es, organisationsübergreifend Prozesse gemeinsam zu optimieren sowie Produkte gemeinsam zu entwickeln und am Markt zu platzieren. Innotour fördert Projekte, bei denen verschiedene Akteure wie Hotels, Gastrobetriebe, Verkehrsbetriebe oder Destinationen zusammenarbeiten. Durch diese Vernetzung können Synergien genutzt werden.
  • Wissen aufbauen - Kompetenzen und Erfahrungen nutzen:
    Damit die Tourismusbranche langfristig erfolgreich bleibt, unterstützt Innotour den Wissensaufbau sowie den Austausch von Erfahrungen. Zum Schwerpunkt Wissensaufbau gehört auch die Informationstätigkeit des SECO inklusive der Verbesserung der statistischen Grundlagen. Zudem wird der Erfahrungsaustausch auf der Basis der geförderten Innotour-Projekte unterstützt.

Teilnahmekriterien

  • Innotour konzentriert sich auf Projektförderung auf nationaler Ebene.
  • Regionale oder lokale Vorhaben müssen den Kriterien von Modellvorhaben des Bundes entsprechen.
  • Einzelbetriebliche Subventionen sind nicht möglich. Es können nur Verbundprojekte von mehreren Unternehmen/Organisationen unterstützt werden. Vorhaben müssen auf überbetrieblicher Ebene geplant und umgesetzt werden.
  • Projekte, die nur innerhalb einer Destination umgesetzt werden, können nicht mehr gefördert werden. Es braucht neu Akteure aus drei verschiedenen Destinationen. Unter Destination wird das Zuständigkeitsgebiet einer Destinationsmanagement-Organisation (DMO) verstanden. Regional Tourism Alliance-Regionen (RTA) können nach wie vor alleine einen Antrag stellen.
  • Das Vorhaben muss bereits gestartet sein oder innerhalb von 6 Monaten begonnen werden.
  • Die Vorhaben müssen einen Lösungsbeitrag für die dringenden Bedürfnisse des Schweizer Tourismus leisten (z.B. Kooperationen, die zu Kosteneinsparungen führen).
  • Vorhaben müssen in der Regel einen quantifizierten Nutzen ausweisen.
  • Innotour gewährt einmalige Anschubfinanzierungen.
  • Die Finanzierungs- und Managementverantwortung bleibt bei den Projektträgern.
  • Eine Förderung ist nur noch ab einem anrechenbaren Projektvolumen von CHF 200'000 möglich.
  • Eine indirekte Innovationsförderung über Innotour ist nicht mehr möglich.

Ausschlusskriterien

  • Keine Unterstützung von Infrastrukturen, reinen Werbemassnahmen und reinen Veranstaltungen
  • Einzelbetriebliche Subventionen sind nicht möglich.
  • Betriebskosten und Reserven werden nicht unterstützt.
  • Wenn die Restfinanzierung eines Vorhabens nicht grösstenteils sichergestellt ist, kann ein Vorhaben nicht über Innotour unterstützt werden.

Finanzierung

  • Die Beiträge des Bundes durch Innotour-Mittel dürfen maximal 50% der anrechenbaren Kosten betragen (gemäss Artikel 5, Absatz 1 BG Innotour).
  • Die direkten und indirekten Beiträge des Bundes dürfen insgesamt maximal 50% der Gesamtkosten betragen (gemäss Artikel 5, Absatz 2 BG Innotour).
  • Für die Innotour-Periode 2024-2027 stehen insgesamt CHF 45 Mio. zur Verfügung.
Finanzhilfe-Tool für die Schweizer Regionalentwicklung

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