Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz
COLLONBIKE
Eine Initiative, die sechzehn Gemeinden in Italien und der Schweiz vereint, um das erste integrierte System für sanfte Mobilität in Berggebieten zu schaffen, die zwar durch die Grenze getrennt sind, aber mit denselben Problemen konfrontiert sind. Das Projekt zielt auf die Stärkung des Radverkehrs als nachhaltige Alternative für Anwohner*innen und Tourist*innen ab.
Das Herzstück des Projekts ist die Schaffung eines «grenzüberschreitenden Zentrums für sanfte Mobilität», das die koordinierte Verwaltung von rund 600 km miteinander verbundener Radwege gewährleisten wird. Dieses System stellt einen Paradigmenwechsel dar: weg von einer fragmentierten Verwaltung hin zu einem integrierten Modell mit koordinierten Standards und Beschilderungen sowie grenzüberschreitend konzipierten Dienstleistungen.
Um diese Vision zu verwirklichen, wird das grenzüberschreitende Zentrum von zwei spiegelbildlichen Routen ausgehen: dem Radweg im Val d’Hérens und dem neuen Radweg der Unité Grand Combin. Beide werden mit Ladestationen, einem Beschilderungssystem und Informationstafeln entlang der Strecken sowie einer integrierten App für die GPS-Navigation ausgestattet.
Das Projekt geht zudem über die Infrastruktur hinaus und befasst sich mit drei innovativen Themenbereichen: der Konzeption eines Fahrradangebots, das der territorialen Entwicklung dient, sowie der Umsetzung von Instrumenten zur Förderung des Angebots; Sicherheit und Rettung mit gemeinsamen Protokollen für Notfälle; Instandhaltung mit grenzüberschreitenden Schulungen zur Schaffung von Saisonarbeitsplätzen.
Das Projekt schafft ein Ökosystem, von dem zahlreiche Akteure profitieren. Die Einwohner:innen der beteiligten Gemeinden erhalten eine nachhaltige Alternative für ihre täglichen Wege, während Tourist:innen die Region auf umweltfreundliche Weise erkunden und dabei von einem gut strukturierten Radtourismusangebot profitieren können. Lokale KMU, von der Gastronomie über Beherbergungsbetriebe bis hin zu Dienstleistern, werden neue wirtschaftliche Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Entwicklung eines gezielten touristischen Angebots erschliessen. Reiseleitende und Rettungskräfte erhalten spezifische Schulungen für den Umgang mit dem neuen System.
Der wesentliche Aspekt des Projekts liegt in seiner Zukunftsorientierung. Das grenzüberschreitende Zentrum wird sich nicht darauf beschränken, die realisierten Routen zu verwalten, sondern strebt an, ein dauerhaftes Innovationslabor für die Fahrradmobilität in den Bergen zu werden und auch über den Förderzeitraum hinaus weiterzuarbeiten.
Die Herausforderungen der nachhaltigen Mobilität in den Alpen kennen keine nationalen Grenzen. Nur durch Zusammenarbeit und einen ständigen Austausch ist es möglich, kohärente Standards, einheitliche Protokolle und wirksame Verwaltungsmodelle zu schaffen. Der Austausch von Kompetenzen und Erfahrungen zwischen dem Val d’Hérens und dem Grand-Combin-Gebiet zeigt, wie nationale Grenzen von Barrieren zu Brücken der Zusammenarbeit und Entwicklung werden können.
Projektdatenbank der Schweizer Regionalentwicklung
Projektdatenbank der Schweizer Regionalentwicklung
Diese grosse Projektdatenbank zu verschiedenen Förderprogrammen und Themen der Schweizer Regionalentwicklung gibt einen guten Überblick zu laufenden und abgeschlossenen Projekten und dienen auch als Inspiration.
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