Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz
Digital vernetzt im Quartier - Herbstseminar Netzwerk Lebendige Quartiere
Die Digitalisierung hat das Potenzial, das Zusammenleben und das Zusammenwirken im Quartier zu unterstützen. Und die Corona-Pandemie hat die Nutzung digitaler Tools in der Quartierentwicklung vorangetrieben. Solche Instrumente können bspw. für die Vernetzung und Kommunikation in der Nachbarschaft verwendet werden. Welche Erfahrungen haben wir damit gemacht? Welche Tools eignen sich wofür? Welche Tools braucht es nicht? Wie können wir digitale Plattformen und Lösungen gezielt und ergänzend zu analogen Massnahmen bei der Quartierarbeit einsetzen? Welche Menschen erreichen wir in der digitalen Welt und wen schliessen wir aus? Auf welche Datenschutzfragen müssen wir achten und wer ist dafür verantwortlich? Inwiefern kann die Digitalisierung soziale Kontakte ermöglichen und ersetzen und wo nicht? Vereinsamen wir ohne direkten, physischen sozialen Kontakt?
Für Quartiere bietet die digitale Vernetzung ein grosses Potential, um die sozialraumorientierte Versorgung zu unterstützen. Soziale Medien können dabei helfen, neue Bekanntschaften zu knüpfen und die Identifikation mit der Nachbarschaft zu stärken. Formen digitaler Vernetzung ermöglichen und erleichtern das Organisieren sozialer Aktivitäten, das Teilen von Ressourcen oder die Vermittlung von Unterstützungsangeboten. Über soziale Medien können Menschen mit ähnlichen Interessen gefunden werden und Interessensgruppen zu lokalen Themen gebildet werden. So können sie aber auch zu Exklusion führen: Während soziale Medien Bindungen unter ähnlichen Menschen stärken, schliessen sie andere Menschen aus.
Wie kann nun das inklusive Potential der Digitalisierung in Quartieren genutzt werden? Quartiere bieten einen guten Rahmen für Zugangs- und Unterstützungsangebote, weil hier (digitale) Angebote auf das alltägliche Leben der Menschen treffen. Abgesehen von Informationswebseiten und Online-Beteiligungsformaten finden digitale Angebote in Quartierkonzepten bisher wenig Beachtung. Es ist also Zeit, digitale Medien bei der Unterstützung sowohl konkreter Aktivitäten der Quartierarbeit (z.B. bei der Aktivierung von zivilgesellschaftlichem Engagement in konkreten Handlungsfeldern) als auch des Quartiermanagements und der Quartierentwicklung selbst (wie z.B. Werkzeuge zum Netzwerkmanagement oder zur digitalen Partizipation) mehr zu nutzen.
Die Referate und Diskussionen im Plenum sind simultan übersetzt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmendenzahl ist beschränkt, Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
13.30 Uhr – Überblick aus Wissenschaft und Praxis Digitalisierung und Zusammenleben Matthias Holenstein, Geschäftsführer, Stiftung Risiko_Dialog
Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Quartierentwicklung Edith Maier, Professorin für Wirtschaftsinformatik, Ostschweizer Fachhochschule
Quartiernetz Breite, Lotti Winzeler, Leiterin Koordinationsstelle Alter, Stadt Schaffhausen
plateforme numerique Ô P’tit‑Sac, Lydie Morel-Jean, Co-présidente Association Ô P’tit‑Sac et Nadine Cortinovis, travailleuse sociale communautaire, Ville de Genève
participer.ge, Matthias Lecoq, chef de projet Concertation, Etat de Genève
plateforme Resoli, Véronique Zwald, ProSenectute Vaud et Dominique Breider, Association 55+ Ecublens
Veranstaltungskalender zur Schweizer Regionalentwicklung
Veranstaltungskalender zur Schweizer Regionalentwicklung
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