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Baukultur im Bestand
Die zweite jährliche Konferenz der Stiftung Baukultur Schweiz unter dem Titel BAUKULTUR IM BESTAND befasst sich mit Bauen im und mit dem Bestehenden.
Jeder Eingriff in unsere gebaute Umwelt bedeutet Bauen im Bestand, ob wissentlich oder unwissentlich. Es gibt immer einen bereits existierenden Bestand, ein “there there” (Gertrude Stein), sei dies nun eine Wiese oder ein Lagerhaus. Es geht also nicht darum, ob man im Bestand baut, sondern wie.
Unter Bauen im Bestand verstehen wir normalerweise den Umbau von historischer Substanz. Der Begriff kann jedoch umfassender verstanden werden, im Sinne einer Wertschätzung von Ökosystemen, Kulturlandschaft, aber auch von Infrastrukturen und der baulichen Strukturen. Die Assoziation zur Denkmalpflege bestärkt zusätzlich die Zeit als wichtigen Aspekt im Zusammenhang mit Bauen im Bestand und evoziert ein Verständnis vom Vorhandenen als überlagerte Zeitschichten. In diesem Sinne ist jeder Eingriff Teil eines grossen Ganzen, welches sich über die Zeit hinweg entfaltet und die Zukunft unserer Städte, Landschaften, und Gesellschaften strukturieren kann. Bauen kann subtile Verbesserung oder ein radikales Projekt bedeuten – Tabula Rasa gibt es nicht und steht im krassen Gegensatz zu sinnvollem Wandel.
Während der zwei Konferenztage wird das Thema Bauen im Bestand in Vorträgen, Gesprächsrunden und Workshops im Hinblick auf das Bauen mit dem Vorhandenen (Inventar) und im Hinblick auf das Bauen im und für das Vorhandene (Kontext) betrachtet. Der Begriff INVENTAR steht hier für die Gesamtheit der zu einem Ökosystem gehörenden Faktoren, wie vorhandene Flora und Fauna, aber auch Bauten und Infrastrukturen, sowie, materielle Ressourcen, Eigentumsverhältnisse , oder fachliche Kompetenzen der am Prozess beteiligten. Ergänzend dazu bezieht sich der Begriff KONTEXT auf die ganze Umgebung und Umwelt eines Projekts.
Wie können soziale Konstrukte, kulturelle Werte oder Identitäten sinnvoll in ein Projekt miteinbezogen werden?
Wie muss der gebaute Kontext im sozialen und ökologischen Gesamtzusammenhang gelesen werden?
Wie kann Weiterbauen bestehende Qualitäten stärken?
Wie können externalisierte Probleme entdeckt und vermieden werden ?
Programm
MITTWOCH 23.11.2022
11:30: Begrüssung und Einführung
12:00: Vorlesung über Mittag: Frédérique Aït-Touati
13:00: Mittag
14:00: Diskussion am runden Tisch
16:00: Workshops: Inventar – Von den EPFL-Laboren organisierte Sitzungen und OPEN CALL-Vorschläge
18:00: Abend Vorlesung: FAZ Architekten und Terrabloc, im Gespräch
19:00: Apéro
DONNERSTAG 24.11.2022
10:00: In Situ: Von der CUB organisierte Spaziergänge rund um Lausanne
13:00: Kaffee
14:30: Workshops: Kontext – Zwei parallele Workshops auf dem Gelände
16:45: Synthese
18:00: Abend Vorlesung: Thomas Hirschhorn
19:00: Abschlussgeschichten aus der Umgebung – Video-Clips als Eindrücke aus den Spaziergängen
Öffentlicher Apéro
Aufruf zu den Workshops
Wir alle wollen mit unserem Tun einen Beitrag zu den wichtigen Fragen unserer Zeit leisten. Was treibt sie und ihr Umfeld dabei aktuell um? Was sind Herausforderungen auf die sie dabei stossen? Welche Akteure müssten schon lange mal gemeinsam an einem Tisch sitzen, um in einer entscheidenden Frage weiter zu kommen?
Der Begriff Bauen im Bestand kann umfassender verstanden werden als nur im Umgang mit historische Substanz - im Sinne einer Wertschätzung von Ökosystemen, Kulturlandschaft, aber auch von Infrastrukturen und der baulichen Strukturen. Der erste Tag der Konferenz seht unter dem Begriff INVENTAR: Dabei wir die Gesamtheit der zu einem Ökosystem gehörenden Elemente, wie vorhandene Flora and Fauna, bauliche Strukturen, materielle Ressourcen, Besitzverhältnisse, oder funktionale Kapazitäten verstanden.
An der Schweizer Baukulturtagung der EPFL Lausanne und der Stiftung Baukultur vom 23/24. November 2022 besteht am Mittwoch 23.11. Nachmittags von 16:00 bis 17:30 die Möglichkeit im Rahmen von verschiedenen Workshops von 1,5h Stunden ein brennendes Thema auf den Tisch zu bringen.
Für die Teilnahme an der Tagung « Baukultur im Bestand » ist eine Anmeldung mit dem folgenden Formular notwendig. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2022.
Die Anmeldegebühr beträgt 200 CHF und beinhaltet den Zugang zu allen Vorträgen, Diskussionen sowie Workshops und Spaziergängen inkl. Mittagessen und Zwischenverpflegung während den zwei Konferenztagen.
Freikarten werden vergeben, um junge Berufstätige zu unterstützen und vor allem, um die Teilnahme aus allen Landesteilen zu fördern. Um Zugang zu einer Freikarte zu erhalten, bitte ein kurzes Motivationsschreiben und Lebenslauf an culturedubati@epfl.ch.
Veranstaltungskalender zur Schweizer Regionalentwicklung
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