Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz
Neue Ansätze der Grundversorgung dank der Digitalisierung
Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für die Stärkung der Grundversorgung in den Berggebieten und ländlichen Räumen. Bestehende Grundversorgungsleistungen können Nutzerorientiert weiter entwickelt, neue Grundversorgungsleistungen aufgebaut und die Synergiepotenziale besser genutzt werden. All dies erfordert einen räumlichen und sektorübergreifenden Ansatz.
Die Digitalisierung ist als Schlagwort in aller Munde. Mit der Digitalisierung verändert sich auch die Art der Leistungserbringung in der Grundversorgung. So ist beispielsweise E-Banking heute Standard geworden und die herkömmlichen Bankschalter verschwinden immer mehr. Die Digitalisierung führt aber auch zu ganz neuen Grundversorgungsleistungen wie z.B. dem Elektronischen Patientendossier. Doch gerade dieses Beispiel zeigt, dass für derartige neue Leistungen zuerst einmal überhaupt die Versorgungsqualität und die Kompetenzen einheitlich definiert werden müssen. Die Digitalisierung ermöglicht es ferner, die Synergiepotenziale zwischen den verschiedenen Grundversorgungsleistungen besser zu nutzen. Dadurch kann das Silodenken überwunden und räumlich integrierte Versorgungsmodelle entwickelt werden, die verschiedenste Grundversorgungsleistun- gen miteinander kombinieren. Die Digitalisierung eröffnet somit neue Perspektiven gerade auch für Berggebiete und ländliche Räume, welche existenziell auf eine gute Grundversorgung angewiesen sind. Gleichzeitig muss die Grundversorgung immer für alle Nutzerinnen und Nutzer zugänglich sein. Damit stellt sich die Frage, wo die Grenzen der Digitalisierung in der Grundversorgung liegen.
Im Rahmen von Modellvorhaben der Raumentwicklung wurden in der Periode 2020–24 in mehreren Regionen die Potenziale der Digitalisierung für die Grundversorgung ausgelotet. Diese Praxiserfahrungen bilden zusammen mit Erkenntnissen aus weiteren Projekten den Ausgangspunkt für die Tagung. Gleichzeitig machen sich auch die verschiedenen Grundversorgungserbringer sowie der Bund und die Kantone grundsätzliche Überlegungen, wie die Grundversorgung weiter entwickelt werden kann. Diese Überlegungen sind zum Beispiel im Bericht zum Digitalen Wandel im Service Public des Bakom vom Oktober 2022 enthalten. Auch die Forschung beschäftigt sich mit der Frage, wie es mit der Grundversorgung im Zeitalter der Digitalisierung weiter gehen soll. An der Tagung werden all diese verschiedenen Arbeiten einander gegenübergestellt und versucht, daraus möglichst praxisorientierte Erkenntnisse für die Zukunft der Grundversorgung in der Schweiz abzuleiten.
Ziele
Mit der Tagung soll aufgezeigt werden:
wie Kantone, Regionen und Gemeinden von der Digitalisierung profitieren können, um die Grundversorgung in ihren Gebieten zu stärken;
wie dank der Digitalisierung bestehende Grundversorgungsleistungen modernisiert und verbessert werden können;
welche neuen Grundversorgungsleistungen durch die Digitalisierung entstehen;
wie dank der Digitalisierung die Synergiepotenziale verschiedener Grundversorgungsbereiche besser genutzt und räumlich integrierte Versorgungsmodelle entwickelt werden können;
wie die Digitalisierung die Grundversorgung in Zukunft verändern wird und welche definitorischen und regulatorischen Ansätze dazu nötig sind.
Zielgruppe
Die Tagung ist öffentlich. Sie richtet sich insbesondere an
Gemeinde-, Regions- und Kantonsvertreter
Vertreter von Bundesstellen
Vertreter von Verbänden
Weitere interessierte Personen
Anmeldung
Sie können sich online unter www.sab.ch anmelden oder das Anmeldeformular im Programm nutzen. Anmeldungen werden bis zum 8. Januar 2024 entgegengenommen.
Veranstaltungskalender zur Schweizer Regionalentwicklung
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