Gewässerschutz- und Fischereigesetz: Gewässer und ihre Lebensräume im rechtlichen Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung

Gewässerschutz- und Fischereigesetz sind von zunehmender praktischer Bedeutung, gerade auch im Licht der Forderung nach Renaturierung der Gewässer, besserem Hochwasserschutz in Zeiten der Klimaänderung und erhöhtem Nutzungsdruck durch erneuerbare Energien. Heute sind kaum noch Vorhaben zur Nutzung der Gewässer denkbar, die nicht auf die eine oder andere Weise vom Gewässerschutz- und Fischereigesetz erfasst werden. Bei Genehmigungen, Bewilligungen und Entscheiden ist zwischen Schutz und Nutzung abzuwägen.

Ziele

Die Teilnehmenden sind nach dem Kurs mit den wichtigsten Prinzipien, Inhalten und Instrumenten des Gewässerschutzes vertraut. Sie lernen die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gesetzen und Verordnungen, damit sie gewässerschutzrechtliche Problemstellungen den relevanten Rechtsnormen zuordnen und einfache Konfliktsituationen methodisch korrekt bearbeiten können.

Inhalt

Überblick über die Gesetzgebung im Bereich des Gewässerschutzes und Fischereirechts, Vertiefung folgender Inhalte:

  • Schutz der Gewässerqualität (insb. Abwasserbeseitigung)
  • Grundwasserschutz
  • Schutz des Wasserregimes (insb. angemessene Restwassermengen, Schutz gegen Schwall und Sunk)
  • Schutz der Gewässerstrukturen (insb. Sicherung des Gewässerraums)
  • Revitalisierung der Gewässer und Sanierung Wasserkraftanlagen
  • Fischerei: Schutz und Aufwertung der Gewässerlebensräume; Erhaltung und Förderung der aquatischen Biodiversität.
  • Fischereilicher Artenschutz: Grundsätze des Schutzes und der Nutzung der einheimischen Fische und Krebse, Umgang mit Neozoen.

Arbeitsweise

Referate zu den einzelnen Kursteilen, Anwendung der vorgestellten Rechtsnormen anhand von Fallbeispielen, in Form von Gruppenarbeiten und Diskussionen im Plenum.

Zielpublikum

Der Kurs richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bund, Kantonen und Gemeinden, die mit dem Vollzug des Gewässerschutzes und des Grundwasserschutzes, mit Fragen zur Artenvielfalt an Gewässern oder mit Projekten zur Revitalisierung oder zum Schutz des Gewässerraums zu tun haben, an Umweltverantwortliche in Industrie, Gewerbe und Energieunternehmen, an Vertreter der Landwirtschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Planungs- und Umweltberatungsbüros, die derartige Projekte betreuen sowie Natur- und Umweltschutzorganisationen.

In diesem Kurs werden keine grundlegenden Prinzipien oder Instrumente des Umweltrechts behandelt. Daher werden die Inhalte des Moduls „Umweltrecht für PraktikerInnen“, insbesondere die wichtigsten umweltrechtlichen Instrumente sowie die verfahrensrechtlichen Vorgehensweisen als bekannt vorausgesetz.

Kosten 

  • CHF 1190
  • Mitglieder der VUR, CHGEOL, ÖBU, ARPEA, und Ecoparc erhalten Rabatte.
Veranstaltungskalender zur Schweizer Regionalentwicklung

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