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Neue Lösungsansätze zum Schutz vor der Kirschessigfliege

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) ist ein für Europa neuer, invasiver Schädling, der sich auch in der Bodenseeregion rasant ausbreitet. Die Kirschessigfliege befällt im Gegensatz zur heimischen Essigfliege bevorzugt gesunde, erntereife Früchte und bringt insbesondere bei Steinobst, Beerenkulturen und Weinbau ein enormes Schadpotenzial mit sich. Aufgrund der hohen Reproduktionsrate kann das Insekt in kurzer Zeit grossen Schaden verursachen. Die Biologie, Verbreitung und Ausdehnung ist zurzeit noch unzureichend beschrieben und effiziente Bekämpfungskonzepte sind noch nicht verfügbar. Neue Lösungsansätze zum Schutz bedrohter landwirtschaftlicher Kulturen müssen nun rasch entwickelt und in der Praxis überprüft werden. Der Massenfang ist eine Methode, die in den Populationsaufbau eingreifen könnte, da der Einsatz von chemischen Stoffen wegen der Rückstandsproblematik nur sehr eingeschränkt geeignet ist. Ziel dieses Projekts ist es, länderübergreifend in kurzer Zeit Systeme zum Nachweis und zur Regulierung der Kirschessigfliege zu entwickeln und zu etablieren. Das Potenzial von Massenfang soll auf seine Wirkung und Wirtschaftlichkeit hin geprüft und weitere Lösungsansätze (z.B. Einnetzung mit Insektenschutznetzen) erprobt werden. Erfolgversprechende Lockstoffe und geeignete Falltypen sollen im System untersucht werden. Nachhaltiger Pflanzenschutz ist kein nationales Einzelproblem und kann nicht durch lokale Massnahmen gelöst werden. Durch die länderübergreifende Zusammenarbeit kann in relativ kurzer Zeit das Wissen um diesen neuen Schaderreger generiert und die Ergebnisse direkt in die Praxis umgesetzt werden.

Canton
Saint-Gall
Thurgovie
Zurich
Thème
Autres thèmes
Programme
Interreg
Durée du projet
01.01.2013 - 31.12.2014
Contact
Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee
Christian Scheer
Schuhmacherhof 6
88213 Ravensburg
Allemagne
scheer@kob-bavendorf.de
NRP
Les buts stratégiques et les thèmes prioritaires mis en œuvre dans le cadre de la NPR varient selon le canton et la région et sont déterminants pour savoir si un projet peut bénéficier du soutien financier de la NPR.
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