La plate-forme du développement régional en Suisse

Dienstleistungsbörse Thal

Mit einer regionalen Dienstleistungsbörse wird der Informationsaustausch zwischen potenziellen Anbietern und Nachfragern von Dienstleistungen sichergestellt. Dies soll zu effizienterer Leistungserbringung sowohl bei der öffentlichen Hand als auch bei privaten Unternehmen führen. Mit Umfragen will man die Bedürfnisse abklären. Zu oft genannten Sachbereichen werden dann Arbeitsausschüsse eingesetzt, um herauszufinden, wo eine engere ortsübergreifende Zusammenarbeit in der Region möglich ist.

Auswirkungen des Projekts

...auf den Arbeitsmarkt

Die Börse hilft in erster Linie Kosten zu sparen, ohne bestehende Arbeitsplätze zu gefährden. Die bessere Auslastung vorhandener Dienste sichert Arbeitsplätze. Wo Dienstleistungsangebote regionalisert werden, können neue Arbeitsplätze entstehen. Private Anbieter haben zudem die Chance, neue Aufträge zu erschliessen.

... auf die Umwelt

Bestehende Infrastrukturen werden besser genutzt. Neuanschaffungen und viel «graue Energie» erübrigen sich. Dies führt indirekt zu einer Entlastung der Umwelt.

Modellcharakter

Das Projekt verbindet öffentliche und private Akteure aus verschiedenen Wirtschaftszweigen mit dem Ziel, vorhandene Dienstleistungsangebote effizienter zu nutzen. Es entstehen neue gemeinde- und branchenübergreifende Formen der Zusammenarbeit. Doppelspurigkeiten und schlechte Auslastung können so vermieden werden. Das Kooperationsprojekt ist – mit entsprechenden Anpassungen – vielerorts nachahmbar und hat dadurch Modellcharakter.

Trägerschaft

Verein Region Thal, Einwohnergemeinde Thal.

Der allgemeine Spardruck bei der öffentlichen Hand wie bei privaten Unternehmen verlangt zunehmend kostenbewusstes Handeln. Verwaltungsstellen und Unternehmen sollen sich auf ihre Stärken und Kernkompetenzen konzentrieren. Dienstleistungen werden idealerweise nur dann selber vollbracht, wenn sie von keinem Dritten günstiger angeboten werden. Angebot und Nachfrage spielen aber nur dann, wenn der Austausch von Informationen sichergestellt ist. Dazu braucht es eine regionale Dienstleistungsbörse.

Vorhandene Dienste, welche zu gewissen Zeiten nicht ausgelastet sind, sollen Dritten gegen Entgelt zur Verfügung gestellt werden. Anbieter und Abnehmer profitieren gleichermassen. Zwei Beispiele:

  • Das gemeindeeigene, moderne Strassenreinigungsfahrzeug wird zur besseren Auslastung anderen Gemeinden zur Verfügung gestellt. Dies erhöht zum einen den Kostendeckungsgrad des Reinigungsdienstes und erspart zum andern einer kleineren Gemeinde die teure Anschaffung eines ebenbürtigen Geräts.
  • Zur Förderung der dezentralen Kompostierung wird einem externen Kompostberater ein entsprechender Auftrag erteilt. Eine eigene Gemeindestelle wäre nicht rentabel.

Der Verein Region Thal erstellt einen Frageraster, auf dem die anzubietenden und nachgefragten Dienstleistungen aufgelistet werden können. Die Adressaten: Gemeinden (Gemeindeverwalter, Finanzverwalter, Bauverwalter, Werkkommissionspräsidenten, Wehrdienste, Schulen), Bürgergemeinden, Kirchgemeinden, Oberamt, Notariate, Amtschreiberei, Gerichtsinstanzen der Amtei, Kreisschulverwaltungen, Ingenieurschule, Industrie, Gewerbe, Handel, Gründerzentrum Kanton Solothurn u.a.m.

Für vielgenannte Sachbereiche werden Arbeitsausschüsse zur Abklärung einer engeren überörtlichen Zusammenarbeit eingesetzt. Darin vertreten sind Exponenten der betroffenen Sachbereiche sowie Experten aus dem jeweiligen Fachgebiet.

Die Betreuung der Dienstleistungsbörse via Datenbank für die übrigen Bereiche wird vom Projektträger übernommen. Periodische Erfolgskontrollen geben Aufschluss über den Verlauf des Projekts.

Das Projekt umfasste zwei sehr unterschiedliche Elemente, wobei der Zielerreichungsgrad sehr unterschiedlich ausfiel.

Zum einen wurden Informationen über Angebot und Nachfrage von Infrastruktur und Dienstleistungen im Thal erhoben und allen Beteiligten zur Verfügung gestellt. Die erwartete Eigendynamik der Dienstleistungsbörse stellte sich jedoch nicht ein, und die erreichten Kosteneinsparungen blieben gering. Der Vorstand des Vereins Region Thal hat deshalb beschlossen, diesen Teil des Projekts nicht mehr weiter zu führen.

Sehr positiv entwickelten sich hingegen die verschiedenen überkommunalen Zusammenarbeitsprojekte. In den Bereichen Zivilschutz, Oberstufenschulkreis, Jugendarbeit und Betagtenbetreuung ist die Kooperation der 9 Gemeinden heute auf gutem Weg. Der Gemeindepartikularismus wurde zu Gunsten der regionalen Zusammenarbeit eingedämmt. Mit der Schaffung eines gemeinsamen Projekttopfes konnte auch die finanzielle Grundlage für die Zusammenarbeitsprojekte langfristig gesichert werden. So hat das Projekt wesentlich zur Kooperation der Gemeinden im Thal beigetragen.

Canton
Soleure
Thème
Industrie
Formation
Programme
Regio Plus
Durée du projet
01.01.1998 - 31.12.2002
Coût
CHF 45'000.-
Contact

Verein Regio Thal
Projektleitung
Martin Stokar
Tiergartenweg 1
4710 Balsthal

region.thal@datacomm.ch

Regio Plus était le programme qui a précédé la Nouvelle politique régionale (NPR). Il s’agissait d’un programme d’impulsion destiné à soutenir les mutations structurelles dans l’espace rural. Il a été en vigueur de 1997 à 2007.
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