Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Bild: regiosuisse.

Regional Labs: Wissensaustausch im Dreieck Forschung, Politik und Praxis

Ziel

Mit den Regional Labs initiiert und moderiert regiosuisse Forschungsverbünde aus Wissenschaft, Umsetzungspraxis und Politikgestaltung im Themenbereich «Regionalentwicklung». Damit soll der Wissensaustausch zwischen den entsprechenden Fachpersonen gefördert und die Forschungsszene besser mit der Regionalentwicklung vernetzt werden. Durch die frühzeitige Einbindung der Umsetzungspraxis soll sichergestellt werden, dass deren Fragen vermehrt im Fokus der Forschungsarbeiten liegen. So soll das Austauschformat den Praxisnutzen der Forschungsresultate erhöhen und den Forschenden gleichzeitig neue, innovative, inter- und transdisziplinäre Forschungsfelder erschliessen, die in bestehende Forschungsprogramme oder in die Auftragsbeschaffung aufgenommen werden können. Im Zentrum der Arbeit stehen Fragestellungen, die für die Umsetzung der Neuen Regionalpolitik (NRP), Europäischen territorialen Zusammenarbeit (ETZ, inkl. Interreg), Agglomerationspolitik (AggloPol) und Politik für die ländlichen Räume und Berggebiete (P-LRB) relevant sind.

Das Konzept der Regional Labs orientiert sich an Beispielen aus dem nahen Ausland. In der Bodenseeregion beispielsweise hat die Internationale Bodenseehochschule (IBH) gemeinsam mit der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) und dem Interreg-V-A-Programm «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein» sogenannte «IBH-Labs» lanciert. Eines dieser Labs ist das «KMUdigital», das sich mit der industriellen Digitalisierung und deren Herausforderungen für KMU beschäftigt. Hier arbeiten KMU und Hochschulen zusammen, um beispielsweise den Entscheid zu treffen, ob eine hohe Investition im Bereich Digitalisierung für eine KMU lohnenswert ist oder nicht.

Mehr zu den IBH-Labs


Regional Labs im Tessin und in der Region Basel-Jura

Zwischen 2017 und 2019 finden zwei Regional Labs im Tessin und in der Region Basel-Jura statt. Diese beiden Regionen wurden ausgewählt, da sie die Sprachregionen der Schweiz optimal abdecken, Gemeinsamkeiten in Bezug auf die grenznahe Lage aufweisen und Interesse der regionalen Forschungseinrichtungen, NRP-Verantwortlichen und RIS bekundet wurde.

Regional Lab Tessin

Im Zentrum der Arbeit des Regional Labs Tessin stehen die Themen «Cross-Border Mobility», «Training und Verbesserung in der digitalen Gesellschaft», «Training und Verbesserung im unternehmerischen Bereich» und «Smart Specialization» – ein politischer Ansatz mit dem Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung einer Region durch gezielte Unterstützung von Forschung und Innovation zu fördern.

Regional Lab Basel-Jura

Im Regional Lab Basel-Jura wird das «Thema Innovation» und Arealgestaltung» bearbeitet.  Anhand des Fallbeispiels «Gare Sud» Delémont werden Grundlagen für die Konzipierung und Umsetzung von Arealentwicklungsprozessen erarbeitet welche innovationsfördernde Strukturen sicherstellen. Im Zentrum stehen Themen wie «Strukturentwicklung und Innovation», «Flexibilisierung der Strukturen» oder «Leuchtturmprojekte».

Die Resultate der Regional Labs werden im Rahmen der regiosuisse Wissenschaftsforen, Wissensgemeinschaften oder anderen regiosuisse Angeboten vorgestellt.


Zielgruppe

Die Regional Labs richten sich an Personen aus Forschung, Wirtschaft und Politikgestaltung, die am Themenbereich «Regionale Innovation» interessiert sind – insbesondere auch Praxisvertreterinnen und -vertreter. 

Kontakt: 

 

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