Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Über uns

Wissen schaffen und vernetzen: regiosuisse – die Netzwerkstelle für Regionalentwicklung in der Schweiz

Seit 2008 unterstützt regiosuisse Menschen, die in der Regionalentwicklung tätig sind. Für ihre Arbeit in Projekten und Programmen stellen wir ein umfassendes Wissensmanagement zur Verfügung. Durch unsere Angebote schaffen und verbreiten wir Wissen und vernetzen die Akteurinnen und Akteure untereinander. Die regiosuisse-Angebote werden vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und seit 2016 auch vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) finanziert. Abgesehen von einzelnen Veranstaltungen sind all unsere Angebote kostenlos.

Unsere Ziele und Aufgaben: Das Management des Wissenssystems «Regionalentwicklung»

Jede Branche verfügt – bewusst oder unbewusst – über ihr eigenes Wissenssystem. Personen und Institutionen mit Fachexpertise und Praxiserfahrung stehen in Verbindung miteinander, zusammengehalten durch gemeinsame Interessen und Aufgabenbereiche. Dies trifft auch auf die Regionalentwicklungsszene der Schweiz zu. Unser Wissenssystem umfasst auf Projekt- und Programmebene die Neue Regionalpolitik (NRP), die europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ, inkl. Interreg, ESPON, URBACT) und seit 2016 auch die kohärente Raumentwicklung (Agglomerationspolitik (AggloPol) und Politik für die ländlichen Räume und Berggebiete (P-LRB)). Dabei spielen verschiedene Themen wie «Innovation», «Tourismus», «Digitalisierung» oder «Nachhaltigkeit» eine Rolle.

Das Wissen dieses Systems ist teilweise explizit. Es liegt in Form von Fachliteratur, Handlungsanweisungen, Checklisten, YouTube-Videos usw. vor. Es gibt aber auch viel implizites Wissen. Die in der Regionalentwicklung tätigen Personen verfügen über einen grossen Wissens- und Erfahrungsschatz. Dieser ist an die Personen gebunden, kann aber für andere Mitglieder des Wissenssystems von grossem Wert sein.

Wir haben als Wissensmanagement die Absicht, diese «Schätze» zu heben. Wir wollen das implizite Wissen erschliessen, aufbereiten und mit dem expliziten Wissen komplettieren. So können wir es den Akteurinnen und Akteuren der Regionalentwicklung und weiteren Interessierten zur Verfügung stellen. Zusätzlich ist eines unserer Hauptanliegen, während der «Schatzsuche» die Menschen in der Regionalentwicklung untereinander zu vernetzen, damit diese direkt von den Erfahrungen der jeweils anderen profitieren können.

All dies mit dem Ziel, dass diese Personen neues Wissen, neue Kontakte und Kompetenzen in ihren Alltag übertragen und dort davon profitieren können. So möchten wir einen Beitrag zur erfolgreichen, innovativen und nachhaltigen Entwicklung der Regionen leisten und die Menschen in ihrer Programm- oder Projektarbeit unterstützen.


Unsere Angebote als Pyramide: regiosuisse als bedürfnisorientierte Wissensmanagement- und Netzwerkstelle

«2016 führte regiosuisse Gespräche mit kantonalen NRP-Verantwortlichen und Regionalmanagerinnen und -manager aus der Romandie. Wir wollten Bedürfnisse abholen und erfahren, was sie interessiert. Ein Thema kam dabei immer wieder zur Sprache: Digitalisierung und deren Einfluss auf die Wirtschaft. Deshalb haben wir die Wissensgemeinschaft «Digitalisierung der Wirtschaft – Herausforderungen und Perspektiven für die Regionalentwicklung» lanciert. Leute aus der ganzen Schweiz trafen und treffen sich zu verschiedenen Workshops. Expertinnen für Digitalisierung, Regionalmanager, Programmkoordinatoren beim Bund und Vertreterinnen der Privatwirtschaft diskutieren, welche Rolle Akteurinnen und Akteure der Regionalpolitik und -entwicklung einnehmen können, damit sich die Digitalisierung positiv auf die Regionen auswirkt. In einem Synthesepapier haben wir die ersten wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst und der Schweizer Regionalentwicklungscommunity zur Verfügung gestellt. Da das Thema auf grosses Echo stösst, greifen wir die Digitalisierung auch in anderen Formaten auf: An der regiosuisse-Konferenz 2017 war es genauso ein Thema wie an der WTT-Tagung oder der letzten regiosuisse-Exkursion. Auch auf regiosuisse.ch gab und gibt es regelmässig Meldungen dazu. Diese Erkenntnisse helfen uns, unsere zukünftigen Angebote entsprechend zu entwickeln.» – Benoît Charrière, Mitglied des regiosuisse-Leitungsteams und Leiter Wissensgemeinschaften 

Ein Wissens- und Netzwerkmanagement ist weit mehr als ein Aneinanderreihen von einzelnen Produkten. Es geht vielmehr darum, das Wissenssystem «Regionalentwicklung» strategisch aufzubauen und weiterzuentwickeln – und dies möglichst praxis- und bedürfnisorientiert. Unsere Leistungen formen deshalb eine Pyramide. Die Angebote, Produkte und Services bauen aufeinander auf und ergänzen sich, die längerfristige Themenentwicklung ist sehr wichtig – wie das Beispiel der «Digitalisierung» zeigt.

SECO.

Einerseits sammeln, generieren und vermitteln wir Informationen sowie praxisrelevantes Fach- und Methodenwissen im Themenbereich «Regionalentwicklung». Andererseits fördern wir die Vernetzung und Zusammenarbeit der Personen, die sich in der Regionalpolitik, Regionalentwicklung sowie in der kohärenten Raumentwicklung engagieren. Wir motivieren und unterstützen sie dabei, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen – ein wichtiger Faktor für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in den Regionen.

Eine wichtige Rolle in unserem Wissensmanagement kommt deshalb all jenen zu, die an der Umsetzung der Politiken und Programme beteiligt sind oder sich anderweitig in der Regionalentwicklung engagieren. Haben auch Sie Inputs für unser Wissensmanagement? Dann kontaktieren Sie uns.

Mehr zu regiosuisse und den regiosuisse-Angeboten und -Services finden Sie im Faktenblatt «regiosuisse». Eine Übersicht über all unsere Angebote, Produkte und Services finden Sie in der Rubrik «Angebote und Werkzeuge».

regiosuisse ist kein Beratungsunternehmen und hat keinen Einfluss auf den Bewilligungsprozess von Projekten (NRP, Interreg, PHR Wirtschaft usw.). Ob ein Projekt durch Fördermittel unterstützt werden kann, entscheiden die jeweils zuständigen Stellen bei Bund, Kantonen oder Regionen. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne einen Schritt weiter und vermitteln Ihnen den Kontakt zu den zuständigen Ansprechstellen.

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