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Oberrhein

Oberrhein: Schulterschluss für Innovation und Wachstum

Die Grenzräume am Oberrhein sind bereits stark integriert. Um Potenziale weiter zu stärken, wird die Zusammenarbeit in Bildung und Forschung vertieft, Wissenstransfer und Arbeitskräftemobilität gefördert und der trinationale Lebens- und Wirtschaftsraum wird sozial und ökologisch nachhaltig weiterentwickelt.

Der Oberrheinraum erstreckt sich über die Regionen Südpfalz, Elsass, Baden und Nordwestschweiz sowie drei Landesgrenzen und zwei Sprachregionen. Der Rhein bildet zwar als längster Teil der Staatsgrenze eine natürliche Barriere. Ihm kommt aber etwa im Umweltschutz, bei der Risikoprävention oder beim Verkehr eine bedeutende verbindende Rolle zu.

Das Gebiet zwischen Schwarzwald, Vogesen und Schweizer Jura ist gekennzeichnet durch ländlich geprägte Räume, ein dichtes Netz von Städten, eine hohe Grenzgängerquote und eine überdurchschnittliche Wertschöpfung mit einem Bruttoinlandprodukt von etwa 273 Milliarden Euro (44'580 Euro pro Kopf).

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist am Oberrhein im Vergleich zu anderen europäischen Grenzregionen seit den 1960er-Jahren verankert. Heute sind Kooperationsstrukturen im Oberrhein-Raum gut etabliert. Sie erlauben, auch bislang wenig eingebundene Akteurs-Gruppen in die grenzüberschreitenden Vorhaben einzubeziehen und die Effizienz der Zusammenarbeit sowie deren Strukturen weiter zu verbessern.


Ziele

Die Kooperationsprojekte über Interreg geben neue Impulse im gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum und schaffen wichtige Synergien über die Grenzen hinweg. Davon profitiert die gesamte Nordwestschweiz. Tragen die Projekte zu den Zielsetzungen der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bundes bei, können diese im Rahmen von Interreg V A auch eine Bundesförderung beantragen.

Ziele der Programmperiode 2014-2020 sind:

Entwicklung zu einer international wettbewerbsfähigen grenzüberschreitenden Wissens- und Innovationsregion unterstützen

  • Unterstützung der Entwicklung zu einer international wettbewerbsfähigen, grenzüberschreitenden Wissens- und Innovationsregion.
  • Förderung einer umweltverträglichen Raumentwicklung, der Wirtschaft und der Mobilität auf grenzüberschreitender Ebene.
  • Förderung von grenzüberschreitender Beschäftigung.
  • Förderung von grenzüberschreitender Zusammenarbeit von Verwaltungen, Bürgerinnen und Bürgern

Schweizer Beteiligung und Kontaktstelle

Die fünf Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura und Solothurn sowie der Bund stellen Gelder für die Projektförderung zur Verfügung. Antragsberechtigt sind Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung. Gefördert werden grenzüberschreitende Projekte, die einem der zwölf spezifischen Ziele der vier Achsen des Interreg-Programms entsprechen und im Programmgebiet zum Tragen kommen.

Projektanträge können laufend eingegeben werden. Der trinationale Begleitausschuss entscheidet nach eingehender Prüfung zweimal jährlich über deren Förderung. Regionale Aufrufe zur Interessensbekundung – etwa in den Bereichen «Forschung und Entwicklung» oder «Arbeitsmarkt» ergänzen das laufende Antragsverfahren. 

Im Rahmen von Interreg V A Oberrhein und der NRP fungiert die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) als regionale Koordinationsstelle der Nordwestschweizer Kantone und des Bundes.

Bild: angieconscious / pixelio.de 

Ansprechpartner bei Fragen:

Andreas Doppler

Regio Basiliensis 
Andreas Doppler
+41 61 915 15 15
oberrhein@interreg.ch

Kennzahlen

  • 21'500 km2 Fläche
  • 6 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
  • 93'300 Grenzgängerinnen und Grenzgänger 
  • Am Programm beteiligte Kantone: AG, BS, BL, JU, SO 
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