Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Geteilte Überzeugungen - Gemeinsame Mechanismen zum Austausch und zur Ausbildung

Das gemeinsame Zusammenleben und Handeln religiöser Gruppen durch die Schaffung eines sozialen Konsensus und die Förderung der Integration von kürzlich hinzugezogenen Mitgliedern anderer Religionen stellt auch für die Oberrheinregion eine Herausforderung dar. Die jüngsten, von wachsendem Radikalismus und religiösem Extremismus gekennzeichneten Ereignisse und ein stärkeres Streben nach Parallelgesellschaften fordern Antworten und die Umsetzung einer geeigneten, langfristigen und wirkungsvollen Strategie. Die Universitäten am Oberrhein können im Rahmen ihrer Aufgaben und Kompetenzen hierbei eine wesentliche Rolle spielen. Sie sind in der Lage, eine interreligiöse akademische Lehre zu gründen und zu entwickeln. Die grenzüberschreitende Annäherung ist wissenschaftlich notwendig, da sie die Verknüpfung seltener akademischer Kompetenzen erlaubt: jüdische Studien in Heidelberg, muslimisches und islamisches Recht in Strassburg, protestantische Theologie in Strassburg und Heidelberg, katholische Theologie in Freiburg, Basel und Strassburg, islamische Theologie in Tübingen, Religionsgeschichte und -wissenschaften in Strassburg und Basel. Sie gestattet die Bildung eines einzigartigen und bedeutenden Lehr- und Forschungszentrums und trägt zur Vernetzung der Forschungspotenziale bei Darüber hinaus fördert eine interreligiöse akademische Lehre die Komplementarität in öffentlichkeitspolitischer Hinsicht.

Ziel des Projekts ist es, spezielle Lehrprogramme und eine gemeinsame Grundbildung im Bereich der Interreligiosität (Christentum, Judentum, Islam) zu entwickeln, die sich neben Studierenden vorrangig an Geistliche, Religionslehrer, interreligiöse Akteure und Forscher richtet, aber auch an alle, die dieser Ansatz interessiert. Dies ermöglicht die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, aber auch die grenzüberschreitende Qualifizierung von Mitarbeitern, die in anderen Themengebieten, wie beispielsweise im Sozialwesen, arbeiten. Die Partneruniversitäten erstellen dafür Lehrbücher, Lehrgänge und Plattformen. Diese Massnahmen sollen es einerseits ermöglichen, die wissenschaftlichen Kompetenzen im Bereich der Religionswissenschaften und der Grundkenntnisse der interreligiösen Thematik zu erlangen. Andererseits sollen dadurch Begegnungen von Personen aus unterschiedlichen Welten gefördert werden. Das Projekt wird so einem hohen sozialen Anspruch gerecht. Da diese letzt genannten Aspekte jedoch ausserhalb des Zielbereichs der NRP liegen, wird dieses Projekt nur zu einem geringen Teil vom Bund gefördert.
Kanton
Basel-Stadt
Basel-Landschaft
Thema
Weitere Themen
Programm
Interreg
Projektdauer
01.01.2017 - 31.12.2019
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 917'974.40
Förderung Bund
CHF 96'300.–
Gesamtkosten EU
€ 978'985.–
Kontakt
Theologische Fakultät der Universität Basel
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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