Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

TIGER - Expertennetzwerk zur Unterstützung von Institutionen zum Risiko der Asiatischen Tigermücke

Mehrere invasive Stechmückenarten lassen sich gegenwärtig in der Oberrheinregion nieder. Die bedeutendste unter ihnen, die Asiatische Tigermücke, gilt als Überträgerin von Dengue-, Chikungunya- und Zika-Fieber. Sie verbreitete sich innerhalb der letzten 20 Jahre im gesamten Mittelmeerraum und setzt gegenwärtig ihre Ausbreitung nach Norden fort. Die Mückenart ist regelmässig an den grossen Verbindungsachsen festzustellen und gilt in der Region des Oberrheins als angesiedelt. Die Fähigkeit der Asiatischen Tigermücke, sich neuen Umgebungen anzupassen, ihre vorhersehbare Ausbreitung in der Oberrheinregion und ihre nachgewiesene Rolle bei der Übertragung von Krankheiten machen die Überwachung und Kontrolle der Spezies zu einer grossen Herausforderung für das Gesundheitswesen. Durch ihr hohes Belästigungspotenzial in den Siedlungsgebieten bringt sie darüber hinaus die Lebensqualität der Bewohner sowie den Tourismus in Gefahr.

Hier möchte das Projekt anknüpfen und die derzeit fehlende Koordination im Dreiländereck sowohl auf Arbeits- wie auch auf Regierungsebene hinsichtlich der entomologischen Überwachung und der anti-vektoriellen Bekämpfung aufbauen und etablieren. Dazu gehört auch die klare Regelung und Koordination der Massnahmen im Krisenfall. Behörden auf kommunaler und regionaler Ebene sollen dank des Projekts wissenschaftlich und technisch kompetent unterstützt werden, um die im Zusammenhang mit invasiven Stechmücken stehenden Risiken einschätzen und bewältigen zu können. Als zentrale Elemente dienen der Aufbau und das Betreiben eines Fallennetzwerks, um die Einschleppungen invasiver Stechmücken und die Dynamiken bereits bestehender Populationen zu beobachten. Auch Bürger können sich an der aktiven Überwachung beteiligen. Daraus werden Verbreitungs- und Aktivitätskarten der krankheitsübertragenden Arten für den Oberrhein erstellt, die im Internet für alle frei zugänglich sind. Somit unterstütz und informiert das Netzwerk die Behörden bei der Einschätzung des Gesundheitsrisikos, bei Präventionsmassnahmen und bei notwendigen Bekämpfungsmassnahmen.
Kanton
Basel-Stadt
Basel-Landschaft
Thema
Bildung und Gesundheit
Programm
Interreg
Projektdauer
01.01.2018 - 31.12.2020
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 418'277.50
Förderung Bund
CHF 93'000.–
Gesamtkosten EU
€ 799'159.90
Kontakt
Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut TPH
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
Artikel teilen