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Hauptprojekt «Gesamtkonzeption Wasser»

Dank der hochmineralisierten Quellen sind in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Trinkhalle Büvetta in Tarasp, die ersten Kur- und Badehäuser und das Grand-Hotel entstanden, welche massgebend zur touristischen Entwicklung im Unterengadin beigetragen haben. Mit der Eröffnung des Bogn Engiadina 1993 entwickelte sich der Badekurort weiter und hat damit einen Anziehungspunkt über die Region hinaus. Mit den bestehenden Brunnen in den Dörfern und verschiedenen Attraktionen rund um das Wasser ist das «(Mineral-)Wasserpositionierung»-Thema in der Region erlebbar. Die TESSVM möchte das Thema pionierhaft besetzten. Damit eine gemeinsame und durchgängige Positionierung wahrnehmbar wird, braucht es weitere Angebote mit einer grossen Strahlkraft.

Eine Gesamtkonzeption wurde im 2016 durch die TESSVM mittels eines Vorprojekts im Auftrag der Fundaziun pro aua minerala systematisch angegangen. In diesem Rahmen konnte eine Vernehmlassung mit den einzelnen Anspruchsgruppen und Partnern (regional und überregional) durchgeführt werden und das Hauptprojekt für die Gesamtkonzeption mit deren Input angereichert werden. Die Reaktionen waren von allen Seiten positiv und das Potenzial zur touristischen Nutzung des Mineralwassers wurde von allen Partnern erkannt. Weiter konnte eine Inventarisierung aller Projekte und Aktivitäten zum Thema Wasser in der Region erstellt werden. Aus dieser Inventarliste haben sich drei Prozesse (Projektorganisation/-steuerung, Kommunikation & Information und Netzwerk & Dialog) mit entsprechenden Teilprozessen sowie neun Hauptprojekte mit einzelnen Teilprojekten herauskristallisiert. Der Fokus liegt dabei klar auf der Thematik Mineralwasser. Aktivitäten, die das Wasser aus touristischer Sicht erlebbar machen und einen Mehrwert für die Gesamtkonzeption darstellen, wurden ebenfalls erfasst.

Ziele des Hauptprojektes «Gesamtkonzeption (Mineral-)Wasserpositionierung»
  • Definition der Inhalte für die künftige touristische Nutzung
  • Es besteht ein Inventar der Infrastrukturen, Angebote und Leistungen in Bezug auf Wasser. Der Handlungsbedarf wird aufgezeigt.
  • Eine konkrete Umsetzungsplanung für die verschiedenen Teilprojekte ist erarbeitet.
  • Bestehende Angebote sind weiterentwickelt und konsequent auf die Erlebbarkeit von Wasser ausgerichtet. Neue Angebote werden geschaffen und bei der DMO implementiert.
  • Die Kommunikationsmassnahmen rund um das Thema Wasser sind koordiniert und ausgeweitet.

Während der Gesamtkonzeptionierung «Prozess Projektorganisation/-steuerung» wird das genaue Vorgehen pro Teilprojekt ausgearbeitet so dass Ende 2019 jeweils ein detailliertes Konzept pro Teilprojekt vorliegt. Wo möglich soll ein Projektstart bereits aufgegleist werden. Ist der Nutzen eines Teilprojektes zu klein oder ist die Machbarkeit nicht gegeben, werden diese aus der Gesamtkonzeption gestrichen.
Die hohe Anzahl der beteiligten Akteure verlangt eine hohe Koordination, Mediation und proaktive Information. Mit den beiden Prozessen «Kommunikation & Information» und «Netzwerk & Dialog» wird diesem Umstand Rechnung getragen.
Kanton
Graubünden
Thema
Tourismus
Programm
NRP
Projektdauer
06.07.2017 - 31.03.2020
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 421'800.–
Förderung Bund
CHF 104'800.–
Kontakt
Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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