Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Health-Tech Zentralschweiz

Health-Tech Zentralschweiz

Ziel des Projekts ist es, durch Zusammenführung der Zentralschweizer Health-Tech-Kompetenz das Potenzial der zukunftsträchtigen Wertschöpfungskette im Bereich der Gesundheitstechnologie für die gesamte Zentralschweiz nutzbar zu machen. Das Projekt ermöglicht den Zentralschweizer Unternehmen die Entwicklung von neuen Märkten und Innovationen in der Gesundheitstechnologie. Des Weiteren wird eine digitale Health-Tech-Plattform entwickelt, welche als Wissensdrehscheibe dient. Die Plattform schafft Innovationen indem Anbieter und Nutzniesser der Health-Tech-Industrie physisch und virtuell in Kontakt gebracht werden Das Projekt wird im Rahmen des Pilotprogramms Handlungsräume Wirtschaft (PHR Wirtschaft) umgesetzt, welches sich der wirtschaftlichen Bedeutung der im Raumkonzept Schweiz definierten Handlungsräume widmet.

Ziele und erwartete Wirkungen

Das Projekt verfolgt zwei übergeordnete Ziele:

  • Das Projekt ermöglicht die Entwicklung von neuen Märkten und Innovationen in der Gesundheitstechnologie für Unternehmen mit relevanten Produkten und Dienstleistungen.
  • Das Projekt generiert neue Erkenntnisse zur Zentralschweiz als Handlungsraum im Allgemeinen und zur Gesundheitstechnologie im Spezifischen.

Um diese Ziele zu erreichen, sollen die Zentralschweizer Kompetenzen im Bereich Health-Tech in geeigneter Form gebündelt werden.

Die konkreten Projektziele auf Impact-Ebene sind die folgenden:

  • Stärkung der Innovationskraft und der Wettbewerbsfähigkeit von Zentralschweizer Firmen/KMUs im Bereich der Gesundheitstechnologie durch Unterstützung bei der Suche nach Kunden und Partnern für die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Prozesse.
  • Steigerung der regionalen Wertschöpfung und der Zahl der Arbeitsplätze, auch an peripheren Unternehmensstandorten des Handlungsraums Zentralschweiz.

Tätigkeiten im Projekt

Das Projekt Health-Tech Zentralschweiz besteht aus zwei Etappen und vier Modulen, die aufeinander aufbauen und sich gegenseitig ergänzen:

Modul A: Health-Tech-Potenzial

In Modul A werden die allgemeinen Trends und Herausforderungen in der Schweizer Gesundheitstechnologie mit spezifischem Fokus auf die Zentralschweiz erfasst. Weiter werden im Rahmen einer Stakeholder-Analyse die wichtigsten Zentralschweizer Firmen und Institutionen im Bereich der Gesundheitstechnologie identifiziert sowie deren Bedürfnisse und Interessen mit Blick auf unterstützende (Cluster-) Dienstleistungen eruiert. Schliesslich wird eine digitale Health-Tech-Plattform geschaffen, auf welcher Zentralschweizer Unternehmen aus der Gesundheitstechnologie die Möglichkeit haben, die richtigen Anbieter zu treffen, um gemeinsam innovative Produkte zu lancieren. Modul A wird mit einer Zwischenbeurteilung abgeschlossen.

Modul B: Health-Tech-Cluster

Je nach Ergebnis von Modul A soll in Modul B in einer ergebnisoffenen Workshop-Serie mit allen relevanten Stakeholdern ein Business Plan für einen von der Wirtschaft getragenen Zentralschweizer Health-Tech-Cluster entwickelt werden. Bei positivem Ergebnis soll ein Zentralschweizer Health-Tech-Cluster initiiert werden. Im Fokus steht dabei die Schaffung einer selbsttragenden Organisation, die Produkte und Dienstleistungen anbietet, welche den Bedürfnissen der Firmen entsprechen.

Modul C: Health-Tech-Plattformen

In Modul C sollen auf Basis der Analyseergebnisse aus Modul A weitere Health-Tech-Plattformen in Sinne von Zentralschweizer Leuchttürmen angestossen werden. Einerseits soll die in Modul A getestete digitale Health-Tech-Plattform gezielt weiterentwickelt und mit ergänzenden Angeboten angereichert werden, um die Erschliessung neuer Märkte im Bereich Gesundheitstechnologie für KMUs weiter zu erleichtern. Andererseits sollen weitere Plattformen lanciert werden, um die Vernetzung und den Austausch entlang der Wertschöpfungskette – z.B. zwischen Herstellern und Spitälern bzw. Kliniken – weiter zu stärken.

Modul D: HUB Handlungsraum

Modul D erstreckt sich über beide Etappen des Projekts und hat eine begleitende Funktion. Darin wird der Handlungsraum Zentralschweiz aus einer regionalökonomischen Sicht reflektiert, mit besonderem Fokus auf die Gesundheitstechnologie. Zu diesem Zweck wird die Hypothese überprüft, ob die Zentralschweiz als Handlungsraum eine geeignete Ebene ist, um die Kompetenzen von Firmen und Institutionen im Bereich der Gesundheitstechnologie zu bündeln. Dazu werden die Standortnetzwerke der Zentralschweizer Health-Tech-Unternehmen analysiert. In Modul D werden zusätzlich zwei Dialogveranstaltungen zur Reflexion des Handlungsraums Zentralschweiz im Kontext der Gesundheitstechnologie durchgeführt.

Erwarteter Mehrwert für den Handlungsraum gemäss Raumkonzept

Alle Arbeiten des Projekts – und insbesondere diejenigen in Modul D – sind auf übergeordneter Ebene auf den Handlungsraum ausgerichtet und liefern diesbezüglich neue Erkenntnisse. Dadurch soll aufgezeigt werden, inwiefern dieser Handlungsraum eine geeignete Ebene ist, um die Kompetenzen von Firmen und Institutionen zu bündeln bzw. inwiefern der definierte Handlungsraum einem funktionalen Raum entspricht. Dies wird sowohl aus allgemeiner als auch aus Sicht der Health-Tech-Industrie überprüft.

Involvierte Akteure

Hochschule Luzern: Gesamtleitung des Projekts, Mitglied Steuerungsausschuss

Health-Tech Cluster Switzerland: Mitglied Steuerungsausschuss

Messe Luzern: Mitglied Steuerungsausschuss

Innovations Transfer Zentralschweiz: Mitglied Steuerungsausschuss

Zentralschweizer Kantone: Mitglied Steuerungsausschuss

Wirtschaftspartner (Roche Diagnostics, Maxon Motor, Schweizer Paraplegiker-Zentrum): Mitglied Steuerungsausschuss.

Nach Etappe 1 ist zudem geplant, weitere Firmen und Akteurinnen und Akteure beizuziehen.

PHR Wirtschaft

Das Pilotprogramm Handlungsräume Wirtschaft (PHR Wirtschaft) widmet sich der wirtschaftlichen Bedeutung der im Raumkonzept Schweiz definierten Handlungsräume. Über stadt-land-übergreifende wirtschaftsorientierte Projekte sollen Erkenntnisse zur Bedeutung der Handlungsräume aus wirtschaftlicher Sicht gewonnen werden. Das Pilotprogramm wird im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) umgesetzt.

Handlungsräume gemäss Raumkonzept Schweiz

https://www.are.admin.ch/are/de/home/raumentwicklung-und-raumplanung/strategie-und-planung/raumkonzept-schweiz/_jcr_content/par/image/image.imagespooler.jpg/1476917385593/karte_1_des_raumkonzeptschweiz515handlungsraeumebildenunddaspoly.jpg

Das PHR Wirtschaft ist eine gemeinsame Massnahme der «Agglomerationspolitik des Bundes 2016+» (AggloPol) und der «Politik des Bundes für die ländlichen Räume und Berggebiete» (P-LRB), mit deren Umsetzung der Bundesrat das ARE und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) im Februar 2015 beauftragt hat. Es ist somit eine Massnahme zur kohärenten Raumentwicklung. In den sechs Handlungsräumen Metropolitanraum Zürich, Métropole lémanique, Hauptstadtregion Schweiz, Trinationaler Metropolitanraum Basel, Luzern und Jurabogen werden im Rahmen des PHR Wirtschaft konkrete Projekte durchgeführt.

Das PHR Wirtschaft wird im Rahmen der NRP umgesetzt und fokussiert daher auf wirtschaftliche Zielsetzungen.

Neben dem Ziel, Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region zu liefern, will das PHR Wirtschaft anhand konkreter Projekte prüfen, welche Bedeutung wirtschaftliche Fragestellungen in den skizzierten Handlungsräumen haben. Die Projekte sollen der Frage nachgehen, welche Herausforderungen und Aufgaben in den Handlungsräumen des Raumkonzepts Schweiz besonders gut bewältigt werden können.

Zudem sollen die Schnittstellen zu anderen Themenbereichen angegangen werden. Der Nutzen des PHR Wirtschaft muss mehrheitlich den ländlichen Räumen, Berggebieten und den Grenzregionen zugutekommen (Fördergebiet der NRP).

Kontakt beim SECO: Sabine Kollbrunner (sabine.kollbrunner@seco.admin.ch, 058 462 22 64), Cyril Lyner (cyril.lyner@seco.admin.ch, 058 464 73 50). Kontakt beim ARE. Alessia Daouk (alessia.daouk@are.admin.ch, 058 463 39 38)

Kanton
Luzern
Nidwalden
Obwalden
Schwyz
Uri
Zug
Handlungsraum
Zentralschweiz
Thema
Industrie
Bildung und Gesundheit
Weitere Themen
Programm
PHR Wirtschaft
Projektdauer
01.01.2017 - 31.12.2020
Projektkosten
CHF 700'000.–
Förderung Bund
CHF 350'000.–
Kontakt
Hochschule Luzern
Stefan Lüthi
Zentralstrasse 9
6002 Luzern
Schweiz
Luzern
+41 41 228 41 81
stefan.luethi@hslu.ch
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
Artikel teilen